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Samstag, 18. Juni 2011

Männer in der Kirche

Voller Männer war unsere Kirche heute, voll Leben, Zuwendung und Zärtlichkeit. Jede Menge Väter und Söhne, wenige Töchter und viel Begeisterung beim Singen. Das passte gut zum Dreifaltigkeitssonntag! Ein Vater-Kind-Wochenende hatte in unserem Gemeindegarten seine Zelte aufgeschlagen und zusammen mit Priester und Diakon gestalteten hauptsächlich die großen und kleinen Männer die Messe mit.

Die wenigen Mädchen dabei wirkten etwas verloren. Nachdem sie die Aufgabe übernommen hatten, die Liederbücher zu verteilen (klassisch: Frauen machen die Arbeit!),
hatten sie Probleme, nach Beginn des Gottesdienstes einen - ihren - Platz zu finden, denn die besten, ganz vorne, waren natürlich schon besetzt. Niemand hatte ihnen einen Platz freigehalten. Sich irgendwo dazwischen drängeln wollten sie auch nicht. Ihren Protest drückten sie im Demonstrativen: „Ich sitze nicht neben Papa“ aus, und als der Pfarrer das Schlussgebet mit „Lasset uns beten“ einleitete, lies sich eine auf die Bank plumpsen, die Arme verschränkt mit einem Vernehmlichen: „Nee, ich will nicht beten!“ worauf sich auch ihre Freundin solidarisch daneben setzte.

Ich kann die Mädels ja verstehen: mit so einem Männerüberhang in der Kirche ist es schon nicht so einfach, zumal auch Jungs in einem bestimmten Alter für Mädels einfach nur blöd sind (ist vermutlich aus der Sicht von Jungs ähnlich). An den einen oder anderen großen Jungen da vorne im Altarraum werden sie sich allerdings gewöhnen müssen, sollten sie weiter zur Kirche gehen. Auch dass die gerne "die Bestimmer" sein wollen und auf den vorderen Plätzen sitzen. Und darauf sollen sie wirklich gerne ärgerlich sein. Aber die großen und kleinen Männer in den Bänken werden vermutlich – leider – eine Ausnahme bleiben. Dabei fand ich diese Art von „Männern in der Kirche“ sehr sympathisch und bereichernd!

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