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Montag, 6. Juni 2011

Pfingstliche Hoffnungszeichen - lernen von der Weltkirche.

In seinem Blog "Out of Dori" beschreibt JSt auch aus diesem Teil der Weltkirche Zukunftsweisendes. Die Person und Arbeit des "Katechisten" kannten wir schon.
Heute sind es Katechisten-Ehepaare, die nach einer vierjährigen Ausbildung bis in die abgelegensten Winkel der Diözese ziehen, um dort unter den Menschen durch Religionsunterricht, Gebete, Wortgottesdienste und durch ihr Lebenszeugnis den christlichen Glauben wachhalten.
Denn:
Schon in den ersten Missionsjahren erkannte man, dass die Priester auf ihren Besuchen in den Dörfern weder Gemeindeleben aufbauen noch am Leben erhalten konnten.(ganzer Post hier.)
Hier sind es inzwischen Ehepaare, die in den vielen kleinen Dörfern Burkina Fasos Verantwortung für das kirchliche Leben übernehmen. Im Bistum Poitiers in Frankreich gibt es mit Leitungsteams seit ein paar Jahren ermutigende Erfahrungen,

wo weiterhin örtliche Gemeinden das Zentrum bilden und die Verantwortung dafür bei einem fünfköpfigen Team liegt. Zwei Mitglieder werden gewählt, ein Beauftragter für die Koordination der Gemeinde sowie einer für materielle Belange. Drei weitere werden ernannt; je einer ist zuständig für Liturgie, Caritas und Katechese. Das Team wird vom Erzbischof eingeführt und hat eine festgelegte Amtszeit von drei Jahren, wobei eine einmalige Verlängerung möglich ist. Entscheidend für die Gemeindeteams ist, dass nicht die alten Pfarreistrukturen die Grenzen des Wirkungsradius festsetzen, sondern die Bedürfnisse der Menschen. (vgl. „Was wird jetzt aus uns, Herr Bischof?", hg. v. Reinhard Feiter und Hadwig Müller, Ostfildern 2009).
Auch im Bistum Hildesheim übernehmen Leitungsteams seit Anfang des Jahres mit offizieller bischöflicher Beauftragung an ausgewählten Standorten die Gemeindeleitung zunächst befristet bis 2014.

In vielen Ländern der Weltkirche wird mit ähnlichen Formen experimentiert, mit unterschiedlichen Ergebnissen. Bereits im Oktober 2010 wurden diese vielfältigen Erfahrungen auf einer Fachtagung zum Thema "Gemeindeleitung durch Laien. Internationale Erfahrungen und Erkenntnisse zu c. 517 § 2 CIC" in Münster zusammengetragen.

Im Gegensatz zu den eher hilflos wirkenden Strukturreformen mit der Zusammenlegung von mehreren Kirchengemeinden zu XXL-Pfarreien in vielen deutschen Bistümern scheinen diese Ansätze mehr Zukunftspotential zu haben, vor allem, weil sie die pastorale Arbeit aus ihrer Priesterfixiertheit lösen und Freiräume schaffen für diakonales und missionarisches Handeln mitten in der Gesellschaft.

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