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Dienstag, 7. Juni 2011

Säfrau sein

Auf dem Blog "Sende-Zeit" wurde unter dem Titel "Dem Alltäglichen eine schönere Gestalt geben – Säfrau sein" eine sehr inspirierende meditative Variation zu den Sämann-Gleichnissen eingestellt. Bezug nehmend auf ein Gedicht von Hilde Domin wird von Dorothea Sattler der Gedanke entfaltet, dass der Sämann ungefragt auch Blumen auf die Felder sät. Dieses Bild erinnert mich an die Erzählung, in der Rilke einer Bettlerin statt Geld eine Rose schenkt, die sie eine Zeitlang nährt (nachzulesen u.a. hier).

Neben dem Leib und Seele Nährenden in Korn und Blumen wächst auch Heilendes ungefragt auf und in den Feldern...

störendes 
Unkraut
unscheinbares
Heilkraut
Buntheit und Leben
an falschem Ort
Beikraut
verbrannt
vernichtet
weg gespritzt
welch Verschwendung!

unwissende Knechte
suchen
reichen Wildwuchs
einzudämmen
in Natur und Kirche
mehr Schaden anrichtend
als Nutzen
auch heute
dem großen Gärtner
vorgreifend
missachtend
Geschenk
des Schöpfers
Leib und Seele
heilenden Krauts
vor der Haustür
inmitten
Leben spendender
Nahrung

zusammen erntereif
entscheidet
ein Größerer
ob Nutzloses
darunter




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