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Samstag, 9. Juli 2011

Frauen geben Kirche Zukunft

Am 25. Juni 2011 hat die kfd (Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands, der größte katholische Frauenverband hierzulande) unter dieser Überschrift ein Positionspapier zum Dialogprozess in der katholischen Kirche veröffentlicht. In den drei Zwischentiteln ist das Anliegen formuliert: „Engagiert den Dialog suchen“, „Kirche zukunftsfähig gestalten“ und „Gemeinsam weitergehen“.

Aus konsequent weiblicher und katholischer Sicht und Erfahrung konzentriert sich die Standortbestimmung der kfd auf fünf besonders dringliche und ungeklärte Themenbereiche, die sie voranbringen und mitgestalten möchte. Benannt werden die Themen:
  • Menschen nach Trennung und Scheidung,
  • Körperlichkeit und Sexualität,
  • Einfluss von Frauen bei Leitungsentscheidungen und in Führungspositionen,
  • Diakonat der Frau, 
  • Ökumene.

Zu jedem Thema werden zunächst kurz entsprechende Erfahrungen und theologische Hintergründe skizziert, anschließend in prägnanten Sätzen die Positionen der kfd dazu formuliert.

Mir gefällt der selbstbewusste, klare Stil, der getragen wird von reflektierter Lebenserfahrung, theologischer und spiritueller Kompetenz und einer starken, wenn auch kritischen Verbundenheit mit der
katholischen Kirche. Anders als andere Positionierungen wirkt diese „Standortbestimmung“ unaufgeregt und sachlich, aber auch sehr bestimmt.

Nach der Auftaktveranstaltung zum Dialogprozess wurde Erzbischof Zollitsch zu den brennenden Themen gefragt. Seine Antwort greift vieles des kfd-Positionspapiers auf, was ich sehr erfreulich finde:

KNA: Was konkret brennt den Menschen denn auf den Nägeln?
Zollitsch: Beispielsweise die Seelsorge für wiederverheiratete Geschiedene. Ein weiteres Thema ist die Frage nach einer stärkeren Rolle der Frau in der Kirche oder wie wir das Verhältnis von Priestern und Laien künftig ausgestalten. Und es gibt zugleich die sehr grundlegende Frage: Wie verkünden wir heute Gott und den Glauben und wie verkünden wir das der Jugend? Das alles sind wichtige Sachfragen, denen wir uns auch stellen werden.  

Hier jetzt keine Zusammenfassung, sondern der Wortlaut des kfd-Dokuments. Das ist es wert.

Frauen geben Kirche Zukunft
Positionspapier der kfd zum Dialogprozess in der katholischen Kirche

Engagiert den Dialog suchen


Die kfd als größter katholischer Frauenverband beteiligt sich am Dialogprozess, zu dem die Deutsche Bischofskonferenz aufgerufen hat. Kfd-Frauen bringen ihre Erfahrungen, Hoffnungen und Erwartungen in diesen Dialog ein. Sie sind bereit, Veränderungen mit zu gestalten. Seit langem weist die kfd auf nicht geklärte Themen und offene Fragen hin, die Frauen in der Kirche betreffen.

Die kfd konzentriert sich mit ihrer Standortbestimmung auf fünf Themenbereiche, die sie für besonders dringlich hält und deshalb voranbringen möchte.


Kirche zukunftsfähig gestalten

Die Kirche hat Zukunft, wenn sie sich in konkreten Alltagsfragen an Jesu Handeln orientiert.


Menschen nach Trennung und Scheidung und in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen akzeptieren

Trennung und Scheidung zeigen eine gesellschaftliche Realität, die gerade von der Kirche wahrgenommen werden muss. Die kfd kennt die besondere Bedrängnis vieler Geschieden-Wiederverheirateter, die nicht mehr zu den Sakramenten zugelassen werden. Betroffene wollen bei der Suche nach Orientierung begleitet werden. Kirche muss der Ort sein, wo Menschen in schwierigen Lebenssituationen angenommen und respektiert werden.


Den Einfluss von Frauen bei Leitungsentscheidungen in der Kirche stärken und Frauen in Führungspositionen bringen

Den Diakonat der Frau einführen

Ökumenisch handeln

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