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Montag, 29. August 2011

Beeindruckend: Antrittspredigt vom Berliner Erzbischof Woelki


Zu seiner Amtseinführung hat der Berliner Erzbischof eine beeindruckende Predigt gehalten. Von einer "Predigt mit Wucht" spricht der Tagesspiegel. Hier ein kurzer Ausschnitt, um "auf den Geschmack zu kommen:
"Wir müssen versuchen, bei allem was wir tun und sagen „im Namen Gottes zu bleiben", „die Worte Jesu aufzunehmen", und danach trachten, „Jesus als den Christus, als den Messias Gottes zu erkennen". Das ist gewissermaßen die Außenseite dieses unfassbaren Geschehens. In ihm, in Jesus Christus, nehmen wir Gott selbst in unser Innerstes, in unser Leben auf. Das, liebe Schwestern und Brüder, ist die Mitte unseres Glaubens! Das ist der Dreh- und Angelpunkt des Christentums!

Unser Glaube ist nämlich nicht in erster Linie eine Moral! Er ist auch nicht zuerst ein Gedankengebäude, und auch nicht ein bloßes Gebilde von Lehrsätzen. Das Christentum ist zu allererst ein Geheimnis, nicht irgendein Geheimnis, sondern ein Geheimnis der Liebe, einer Liebe zwischen Gott und Mensch, zwischen Gott und mir, einer Liebe, die nicht etwas gibt, sondern die sich selbst gibt.

...

Wir müssen uns dafür öffnen, damit er sich uns zu erkennen geben kann. Dieses liebende Erkennen ist u.a. nicht zuletzt deshalb notwendig, damit eingeforderte Rechtgläubigkeit nicht in einem unfruchtbaren Buchstabenglauben erstarrt. Dieses „Erkennen" ist notwendig für unseren christlichen Einsatz für die Welt, um ihn mehr sein zu lassen als bloß anständige Menschlichkeit. An diesem „Erkennen" hat sich alle Überlieferung und alle Reform messen zu lassen, um zu ersehen, ob sie diesem Geheimnis der Liebe zwischen Gott und Mensch dient oder nicht."
Die gesamte Predigt findet sich hier zum Nachlesen und bei Domradio zum Nachsehen und -hören.

Kommentare:

  1. Ja, wir Berliner Christen haben Glück. Wann immer der Erzbischof "Moral" von sich gibt, dann deswegen, weil die Journalisten ihn nichts anderes fragen. Wie finden Sie dies und wie finden Sie jenes.Er gibt meist originelle Antworten. Dass Demokratie das Zulassen von unterschiedlichen Meinungen als Grundlage hat, ist vielen Zeitgenossen fremd. Nach dem Glauben fragt man ihn nicht.Und ich fürchte, seine Antworten ,die Glauben zum Inhalt haben, werden nicht unbedingt gleich verstanden.Er hat von Anfang an immer wieder gesagt, nicht konservativ, nicht liberal, nicht neu oder alt,zeitgemäß, unzeitgemäß- christusähnlich sollen wir werden.In diesem Satz steckt für den Christen eine Menge Freiheit drin.Denn zumindest Erzbischof Wölki hängt kein Pflichtprogramm dran.Alles, was die Liebe zwischen Gott und Mensch stört, ist falsch.

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  2. Gott macht sich klein und kommt in unser Herz, hat er noch gesagt....

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