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Mittwoch, 31. August 2011

KCG statt KKK. "Katastrophale Kirchen Krise" oder "Kleine Christliche Gemeinschaften"?

Auf einer Veranstaltung zum Thema "Kleine Christliche Gemeinschaften" wurden die Umbrüche, die die katholische Kirche derzeit erlebt, in den größeren Zusammenhang allgemeiner gesellschaftlicher Umbrüche gestellt und mit einem Zitat von Max Frisch folgendermaßen bewertet:
Krise kann ein produktiver Zustand sein. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.
So eine Einstellung finde ich ermutigend.
Sie macht mir mehr Lust, die gegenwärtige Situation als Chance zu begreifen und kreativ damit umzugehen als die gängigen Katastrophenszenarien. Mich hat fasziniert, mit welcher Unaufgeregtheit und dennoch großer Überzeugungskraft das Referentenehepaar von den eigenen Erfahrungen mit diesen Kleinen Christlichen Gemeinschaften erzählt hat. Sie waren in ihren Personen das gelebte Beispiel ihrer Botschaft.

Auch der emeritierte österreichische Sozialphilosoph Norbert Leser wundert sich in seinem Gastkommentar vom 30.08.2011 auf "Die Presse" nicht, "dass parallel zu den Vorgängen in Diktaturen, vor allem im arabischen Raum, auch in demokratischen Ländern Aufbegehren ausbricht" und ordnet so auch die aktuellen innerkatholischen Debatten und Veränderungen in diesen größeren Rahmen ein. Der Untertitel zu dem Artikel bringt sein Fazit auf den Punkt:
Kleine christliche Gemeinschaft haben ihr Fundament in der biblischen Botschaft und sind eingebunden in das Kirche-Sein der Ortskirche. Sie sind daher keine Privatinitiative, sondern verbunden mit der gesamten Kirche. Unabhängig von fallenden oder steigenden Priesterzahlen können sie eine große Chance sein, unter den jeweils vorfindlichen gesellschaftlichen Bedingungen in lebendiger Gemeinschaft miteinander und aneinander im Glauben zu wachsen und Wege zu gehen, den eigenen Alltag aus dem christlichen Glauben heraus zu leben und zu gestalten.

Übrigens: auch das Netzwerk der Kleinen Christlichen Gemeinschaften bloggt, allerdings sehr selten.
"Die bloße Berufung auf den Gehorsam reicht in der heutigen Welt nicht mehr aus, um sich Loyalität zu sichern."

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