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Mittwoch, 14. September 2011

9/11: Furcht, Finanzen, Freiheitsverlust

Über Rolf Krügers Blog "Auf'n'Kaffee" wurde ich auf einen FAZ-Artikel zum 10. Jahrestag der Anschläge auf das World Trade Center aufmerksam. Darin wird aufgezeigt, wie als Reaktion auf diesen terroristischen Akt zunehmend unsere persönliche Freiheit beschnitten wird durch eine zunehmende Überwachung mit der Begründung, dies würde zu mehr Sicherheit und Schutz beitragen.
Und kaum jemand scheint sich daran zu stören, dass es darin auch um handfeste wirtschaftliche Interessen gibt, wobei die meisten Maßnahmen bezogen auf einen möglichen Anschlag vermutlich wirkungslos bleiben.
Schaut man hin, sieht man eine unüberschaubare Vielzahl von Vorschriften und technischen Maßnahmen, die drei Dinge gemeinsam haben - sie sind teuer, sie helfen nicht gegen Terroristen, und sie schränken unsere Freiheit ein. Ob Nacktscanner am Flughafen, flächendeckende Kameraüberwachung der Innenstädte oder Biometrie in Ausweisdokumenten: teure Blindgänger.
Aber sind wir wirklich permanent bedroht? Und waren es tatsächlich diese die gesamte Bevölkerung betreffenden Maßnahmen, die in der Vergangenheit zur Aufdeckung geplanter Terrorakte geführt haben? Ist es nicht wesentlich wahrscheinlicher, im Straßenverkehr oder im eigenen Schlafzimmer zu sterben als im Zusammenhang mit einem Terroranschlag? Trotzdem käme niemand auf die Idee, aus Sicherheitsgründen sämtliche Straßen zu sperren oder den Bau von Betten zu verbieten und die meisten legen sich abends selbstverständlich zum Schlafen hin bzw. benutzen zu Fuß, per Fahrrad, Auto oder Bus die öffentlichen Wege. Ein Fazit des FAZ-Artikel Autors Frank Rieger:
Wir haben in Deutschland nach dem 11. September bisher den Schritt in den Überwachungs- und Polizeistaat nur knapp vermeiden können. Die Befugnisse des Sicherheitsapparates sind jedoch so weit ausgedehnt und die Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Kontrolle so stark ausgehöhlt worden, dass relativ geringfügige Ereignisse die freiheitlichen Grundlagen unserer Gesellschaft auf kurzem Wege nachhaltig zerstören können. Schon jetzt werden demokratische Proteste ganz selbstverständlich observiert und ausgeforscht.
Damit, so mein Eindruck schon seit langem, setzen unsere staatlichen Stellen konsequent das Ziel um, was den Terroristen bislang nicht gelungen ist: Uns in unserer Freiheit und Demokratie massiv einzuschränken und ein Klima permanenter Angst und Unsicherheit zu schüren. Na herzlichen Dank auch dafür!

1 Kommentar:

  1. Bei uns waren jahrelang Straßen teilweise gesperrt, man konnte nur die Hälfte benutzen.

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