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Dienstag, 6. September 2011

Gebet im alltäglichen Tun

Nicht dass ich immer zu Dir beten könnte, wenn ich in der Küche arbeite.
Nicht dass ich Dich immer loben könnte, wenn ich im Garten arbeite.
Nicht dass ich Dich mir immer nahe erfahre, wenn ich im Haushalt arbeite.

Aber manchmal sind meine Hände Dir näher als mein Denken.
Manchmal ist mein alltägliches Tun Dir näher als meine Worte.

Den Glanz Deiner Gegenwart finde ich in den blanken Scheiben meiner geputzten Fenster.
Dass du auf krummen Linien gerade schreibst, lobe ich in den gebügelten Hemden.
Dein Licht im Dunkel leuchtet auf im gewischten Fußboden.
Deinen Geisthauch ahne ich im frischgemähten Gras.
Deine Schöpferkraft schmecke ich im gut zubereiteten Essen.

Schenke mir das Staunen über die Fülle der Möglichkeiten,
Dir im Alltag zu begegnen.

Claudia Nietsch-Ochs
in: Du bist der Atem meines Lebens. Das Frauengebetbuch. S. 105

Kommentare:

  1. Wer in meinen Fenterscheiben den Glanz Seiner Gegenwart finden will, der braucht einen grossen Glauben.

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  2. Ach, Armand..;)Beim Fensterputzen den Rosenkranz beten, nicht die Eieruhr benutzen, sondern die Eier nach Vater unser Einheiten kochen. Das war früher üblich bei frommen Hausfrauen.Meine Tante hat mittendrin aufgehört und um 17 Uhr den Engel des Herrn gebetet.Da hat man doch seine meditative Ruhe eigentlich. Ich finde das bis heute schön.Am wenigsten erlebe ich Gott in der Kirche.

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  3. Die Zeit im alltäglichen Tun meditativ oder zum Gebet zu nutzen ist das Eine. Im Tun und seinem Resultat selbst auf etwas "Darin und Dahinter" zu blicken, doch etwas anderes. Armands Hinweis passt gut zum Bild: den "Durchblick" gibt es - auch wenn das durchaus möglich ist - selten geschenkt (obwohl: reales "Fensterputzen", gerne auch professionell, zu Geburtstag und Weihnachten statt des üblichen Buch/Kerze/Blume/Geld hätte auch mal was!). Ein klarer "Blick" bedeutet oft auch Anstrengung und immer wieder wird die "Sicht" getrübt durch Umstände, auf die wir keinen Einfluss haben.
    Mir gefällt in diesem und anderen Gebeten aus dem benannten Buch die Unmittelbarkeit zum alltäglichen Tun und das Wissen darum, dass weder Stille noch ein besonderer Ort nötig sind, um Gott nahe zu sein und seine Spuren entdecken zu können.

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  4. Um hier weiteren Mißverständnissen vorzubeugen: Mein Kommentar sollte nicht mehr aussagen, als dass meine Fenster selten blitz blank glänzen.

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  5. Das habe ich auch genau so verstanden (meine sind es ebenso selten...) und mir trotzdem die Freiheit genommen, es auf das Bild zu beziehen.

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  6. Armand, dann siehst du halt Gott im schmutzigen Fenster.Und Ameleo, ich wünsche mir Putzen zum Geburtstag.

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