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Sonntag, 16. Oktober 2011

Geh und verkünde. Katholische Frauenpredigten.

Seit Pfingsten 2011 steht der Blog "Geh und verkünde" online. Die Initiatorinnen möchten damit der (römisch-) katholischen Kirche zu ihrem "Geburtstag" ein Geschenk machen: an jedem Sonn- und Feiertag wird dort eine Predigt eingestellt, formuliert von einer entsprechend ausgebildeten Frau, in der Regel einer Gemeinde- oder Pastoralreferentin.  

Die Predigerinnen orientieren sich bei ihrer Initiative an dem Verkündigungsauftrag,
den Jesus nach seiner Auferstehung Maria Magdalena gab:
Geh aber zu meinen Brüdern und Schwestern und sag ihnen: Ich gehe zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. Maria von Magdala ging hin und verkündete den Jüngern: Ich habe den Herrn gesehen und sie berichtete, was er ihr gesagt hatte. (Joh 20, 17f)
Hier sendet "Jesus Christus eine Frau, die nach damaliger Rechtsauffassung überhaupt nicht zum Zeugnisgeben berechtigt war, um die Osterbotschaft in die Welt zu tragen."

Das wollen die Frauen von "Geh und verkünde" auch: dafür sorgen, dass die weibliche Sicht und Lebenserfahrung in der Auslegung der Heiligen Schrift, in der Verkündigung von Leben, Tod und Auferstehung Jesu zur Sprache kommt.

Ich finde es eine sehr begrüßenswerte Initiative und lese gerne zu jedem Sonntag eine Frauenpredigt. Am heutigen 29. Sonntag im Jahreskreis bringt beispielsweise Pastoralreferentin Brigitte Hofstätter aus der Diözese Würzburg unter dem Titel: "Wer oder was steht für mich an höchster Stelle?" das Evangelium (Mt 22, 15-22) in Bezug zu Teresa von Avila, deren Gedenktag gestern (15.10.) gefeiert wurde.

Leider wird die Frauenpredigt immer erst sehr kurzfristig eingestellt, sodass ich sie in meine Überlegungen zur Vorbereitung einer Wortgottesfeier in der Regel nicht einbeziehen kann. Ansonsten: lesenswert!

Kommentare:

  1. liebe ameleo,aber die apostel haben nicht gehört.auf die frauen, die verkündigt haben. warum auch. als thomas dann den aposteln nicht glauben wollte, ging er als ungläubiger thomas in die weltgeschihte ein.alle apostel waren ungläubig und haben diesen titel verdient. befass dich bitte mit lineamnta und dann siehst du, dass sich weiterhin im kreis gedreht wird.hat katharina von siena nicht auch gepredigt? teresa von avila? mechthild von magdeburg samt ihren genossinnen?gegend das dumme volk, oder gar gegen die korrupte männerkirche? glaubt denn irgendjemand, dass die stumm cariatas gemacht haben? neu-evangelsieren darfst du, aber nicht predigen. man sollte mal das wort predigen analysieren, was meint dieser oder jener damit..diese neuevangelisierung zeigt, dass nach 2 missionierungsversuchen nur der name geändert wurde, missionieren, evangelisieren, neu-evangelisieren..sonst nichts.mit fällt schon ein 4. name für den weiteren versuch ein.

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  2. Liebe Teresa,
    erst mal nachträglich herzlichen Glückwunsch zum gestrigen Gedenktag deiner Namensgeberin! Zum Glück hat es immer wieder Frauen gegeben, die sich nicht den Mund haben verbieten lassen. Leider sind die wenigsten davon in die Kirchengeschichte eingegangen. Wenn ich allerdings in die Schulgeschichtsbücher meiner Tochter schaue, ist es in politischer und gesellschaftlicher Hinsicht auch nicht besser.

    Ob der Begriff Neuevangelisierung nur ein neues Mäntelchen für eine alte Sache ist, weiß ich nicht. Ich habe die Lineamenta nicht gelesen und habe auch ehrlich gesagt keine besondere Lust dazu. Vielleicht später, aus Pflichtgefühl. Ich hoffe, dass von den Ländern gelernt wird, auf die (mit neidischem Blick) wegen der zunehmenden Katholikenzahlen gerne geschaut wird. Das klappt da ja auch nur deswegen, weil sehr genau auf die entsprechende Kultur geschaut und das eine oder andere übernommen und christlich gedeutet wird. So war das ja auch bei uns in Europa zu Zeiten der Missionarisierung, und sonst würden wir ja auch Weihnachten nicht an dem Termin feiern, an dem es heute liegt. Ohne eine Inkulturation, die von Kreisen, die dadurch die Katholizität gefährdet sehen, gerne als "Anpassung an den Zeitgeist" verunglimpft wird, sehe ich keine Chance, Menschen wieder oder neu zu erreichen.

    Auf einem anderen Blog (Preiset den Herrn) wurde gestern auf eine ORF-Sendung verwiesen. Unter dem Titel „Verletzte Seele - Von Bindungsangst und Beziehungswunsch“ geht es um Erfahrungen mit Beziehungen.(http://tvthek.orf.at/programs/1193-Kreuz---Quer/episodes/3021369-kreuz-und-quer) Bereits der Titel sagt nach meiner Ansicht viel über das Verhältnis von etlichen Menschen zur Kirche aus: da gibt es unzählige, unendlich tiefe Verletzungen, Missbrauch ist da nur ein winziges Stückchen davon. Aus diesen Verletzungen heraus wird vermieden, eine neue Bindung einzugehen, aber die Sehnsucht, der Beziehungswunsch, bleibt.

    Ich verweise gerne auf Initiativen wie die „Frauenpredigten“, weil ich sie mich stärken und ich hoffe, dass auch andere Frauen (und Männer) hier für sich Anknüpfungspunkte finden, ihre Sehnsucht zu stillen, Orte, an denen sie sich festmachen können. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

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  3. Danke für die Glückwünsche. Teresa hat die Kirche überlebt, warum nicht auch wir?Hör Dir besser radio vatikan an und das, was Kardinal Schönborn nun monatlich zum Thema Neuevangelisierung sagt und dann wirst auch Du Dir einen neuen Namen für Missionsversuch 4 ausdenken.Es wird nun erstmal beratschlagt, wie das auszusehen hat. Dann, dass es keine Patentrezepte geben darf (von wem nicht?), dann, dass Gottes Wille wichtig ist, nicht der der Menschen. Klar. Der Mensch will immer nur das, was Gott nicht will. Und umgekehrt. Dann kommt, dass Gott unser Glück will und ganz unhörbar..aber nicht so, wie Ihr Euch das vorstellt, liebe Menschen. Dann, dass alle sich ändern müssen und man eigentlich sich Zeit lassen soll. Nun, die Kirche ist jung, wie wir wissen. Was ist die Kirche gegen die Ewigkeit? Stimmt, für Gott ein Firlefanz.Wenn dann alle gefragt haben, Jesus, was willst Du von uns? Mh, was ist dann, geneigte Hörer?

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  4. Ich denke auch, dass die Tatsache, dass die Frauen, mitunter Maria von Magdala, am Kreuz standen,während die Jungs auf der Flucht in ihre ländliche Heimat waren, mehr Beachtung in der Kirche finden müsste. Sie sorgen sich um das Begräbnis und sind Ostern am Grab. Sie sind die ersten Empfänger der frohen Botschaft der Auferstehung und bringen diese zu den Jüngern. So kommt es nicht von ungefähr, dass die frühen Kirchenväter sie, Maria von Magdala, als "Apostelin der Apostel" (Hippolyt von Rom) bezeichnen. Und auch in den frühen paulinischen Gemeinden spielen Frauen eine herausragende Rolle. Die Reaktivierung des Diakonats für die Frau wäre gewiss eine angemessene Möglichkeit, Frauen stärker in das kirchliche Handeln einzubinden.

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