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Montag, 17. Oktober 2011

Occupy Kirche!

Unter diesem Titel hat Heiko Kuschel auf dem Blog der Citykirche Schweinfurt zu den Aktionen am Wochenende Stellung bezogen. Sein klares Fazit:
Recht und Gerechtigkeit sollen strömen wie ein nie versiegender Bach. So fordern es die alttestamentlichen Propheten (Amos 5,24). Von beidem sind wir heute weit entfernt. Dass Menschen verhungern, ist keine Gerechtigkeit. Dass Menschen unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten müssen, damit wir billiges Fleisch und billige T-Shirts bekommen, auch nicht. Recht und Gerechtigkeit: Dafür müssen wir uns einsetzen. Und dafür bin ich der Occupy-Bewegung dankbar. Da sollen und müssen wir als Kirche an vorderster Front dabei sein.
Das denke ich auch, und meine damit nicht die gewalttätigen Ausschreitungen! Lesenswert!

Kommentare:

  1. Occupy Kirche? Ich bin für meinen Teil auf billige Textilien etc. angewiesen. Aus dem einfachen Grund: rechnet man indirekte Steuern dazu (Mineralöl-, Tabak-, Strom-, Umsatzsteuern etx) und verbucht den Arbeitgeberanteil als das was er ist, nämlich vorenthaltenen Lohn- dann berappe ich stolze 68% meines Bruttoeinkommens an Abgaben. Was letztlich für mich bleibt, ist etwa der HartzIV Satz mit Miete. Kein Ökokaffee ist drin, kein Fleisch aus vernünftiger Zucht und keine korrekten T-Shirts, von Familiengründung mal ganz zu schweigen. Obwohl ich so viel zahle, ist unser Land hoch verschuldet. Warum? Weil mehr und mehr "soziale Gerechtigkeit" auf Pump finanziert wurde. Das ist die derzeitige Krise: eine Staatsschuldenkrise, man könnte teilweise die vorhergehende Bankenkrise dafür verantworlich machen, wenn diese ihren Ursprung nicht in staatlichm Handeln hätte: dass nämlich Banken der "sozialen Gerechtigkeit" zuliebe gezwungen worden wären faule Kredite zu vergeben, gegen deren Ausfall sie sich mit komplexen Schuldverschreibungen absichern mussten. Warum also irgendwas besetzen? Bei der nächsten Wahl vorher den Balken aus den eigenen Augen entfernen und unser Schicksal nicht mehr dem Staat überantworten und nicht mehr den innerweltlichen Erlösungsphantasien auf den Leim gehen. Denn der Traum von "sozialer Gerechtigkeit" (Widerspruch in sich) hat uns dahin gebracht, wo wir jetzt stehen.

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  2. Hallo Alex, danke für deinen Kommentar und den Hinweis, dass kommentieren hier nicht möglich war. Ich hab "Kommentieren" freigeschaltet und deine Überlegungen hierher verschoben. ich hoffe, das ist in deinem Sinn.

    Das Hauptproblem, das ich mit der Finanzkrise im Moment habe, ist, dass da anscheinend eine Parallelwelt entwickelt wurde neben der realen, die kein Mensch außer den Beteiligten (Kriminellen würde ich am liebsten schreiben) versteht. Dass Geld die Welt regiert und nicht vom Volk gewählte Vertreter_innen, ist ein Skandal, dem weltweit endlich mit entsprechender Gesetzgebung begegnet werden muss - falls es nicht zu spät ist, denn die Regierungen sind ja auch nicht unbedingt finanziell unabhängig.

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  3. Auf dem Blog "Laudetur Jesus Christus" von Pater Bernd Hagenkord hat sich zu diesem Thema eine interessante Diskussion entwickelt. http://blog.radiovatikan.de/verstehen-sie-das-noch/

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