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Montag, 3. Oktober 2011

Weinstock - Erfahrungen

Nachdenkliches zu Erntedank

Drei Weinstock-Texte an diesem Sonntag.
Alle aus dem Weinland Israel, das den Weinbau und die Weinproduktion perfektionierte, bereits zu biblischen Zeiten.
Jesaja (Jesaja 5,1-7) spricht vom Liebhaber und Winzer, der mit viel Liebe und Mühe den Boden bereitet, den Weinberg pflegt für seinen geliebten Weinstock, das Volk Israel. Von des Winzers Enttäuschung schreibt der Prophet, über die sauren Trauben der Ungerechtigkeit:

"Er hoffte auf Rechtsspruch - doch siehe da: Rechtsbruch,
und auf Gerechtigkeit - doch siehe da: Der Rechtlose schreit."
Da wird er, der einst aufbaute, selber sauer und reißt die Schutzmauern nieder. Er stellt das Gärtnern ein, damit Dornen und Disteln dem Edelgehölz das Wasser abgraben.

Der Erfahrung des verlassenen Weinstocks verleiht Psalm 80 seine Stimme. Umgewühlt vom Eber und angefressen ist er, sprechende Worte für die Situation eines Volkes im Exil. "Sorge für diesen Weinstock" schreit es laut und "richte uns wieder auf!"

Vertraute Worte für Jesus und Matthäus (Mt 21,33-43), reale Weinberge stets vor Augen, die Erfahrung des Entwurzeltsein ganz aktuell, den Tod des Erbe noch frisch im Sinn. Das Unrecht hat sich nicht gewandelt: immer noch regiert Habgier und führt zu Mord und Totschlag durch die Pächter.

Drei Bilder für uns und Erntedank:
  • Als Winzer bereiten wir andern den Boden und fördern das Wachstum unserer Kinder und Partnerschaften, in unserer Arbeit und allem Engagement. Wir hoffen auf süße Früchte des Gelingens, und ernten manchmal saure Trauben.
  • Wie ein Weinstock gepflanzt und umsorgt, sind manche Zeiten des Lebens, wenn wir uns am rechten Platz wissen und kraftvolles Wachstum spüren. Dann ist manchmal die Ahnung von einem Gärtner, einem Winzer spürbar. Umgewühlt und angefressen andere Zeiten der scheinbaren Ferne des Schöpfers. Nicht nur eine persönliche Erfahrung, sondern auch eine unserer Kirche.
  • Als Pächter betraut mit großer Verantwortung: zu sorgen für uns und andere, für Mensch und Tier, für Gesellschaft und Umwelt, beauftragt zur Mitarbeit am Reich Gottes. Doch manchmal ist der eigene Vorteil näher als der Blick aufs Ganze.

An Erntedank ein Dank für alles Gelungene, gut Gewachsene und die süßen Früchte unserer Arbeit.
Ein Dank dem Winzer, der für uns sorgt.
Ein Dank auch allen, die verantwortlich handeln, aber auch ein Blick auf die Umgewühlten und Angefressenen.
Mit Dank auch ein Blick auf die bearbeiteten Trauben: auf den Wein, die Erinnerung an uns, das Leben zu feiern und zu genießen.

1 Kommentar:

  1. bei den weinberg predigten bei uns kam dann der böse gott, der um sich haut. da habe ich meine probleme mit, ist aber alttestamentlich. anstatt da von ursache und wirkung zu reden. die taten selber haben ihre wirkungen, da braucht man keinen rachegott.

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