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Sonntag, 23. Oktober 2011

Weltmissionssonntag - (Ein)Blick in den Senegal

Heute, am 23.10.2011, feiert die katholische Kirche den Weltmissionssonntag. Das Hilfswerk missio lädt ein, in diesem Jahr den Blick besonders auf den Senegal zu richten. Christ_innen sind hier in der Minderheit (5%), die meisten Menschen gehören dem muslimischen Glauben an.

Musik spielt eine große Rolle, wie überall in Westafrika.
 Djembe und Kora sind traditionelle Instrumente. Hier ein kleiner Einblick in das Land und das Leben der Menschen, begleitet von Kora und Geige, wodurch auch der arabische Einfluss deutlich wird.


Auch wenn offizielle Statistiken nur 1% der Senegalesen als den traditionellen afrikanischen Religionen (ein sehr umfangreicher und fundierter Artikel dazu findet sich bei Wikipedia) zugehörig beschreiben, leben die alten Riten und Traditionen bei den Angehörigen aller Religionen weiter im Hintergrund. Zentral dabei ist die Verehrung der allgegenwärtigen Ahnen, von denen auch das sehr eindrucksvolle Gedicht des 1989 verstorbenen senegalesischen Dichters Birago Diop spricht:

Der Hauch der Ahnen
Erlausche nur geschwind
die Wesen in den Dingen
Hör sie im Feuer singen,
Hör sie im Wasser mahnen
Und lausche in den Wind:
Der Seufzer im Gebüsch
Das ist der Hauch der Ahnen.

Die gestorben sind, sind niemals fort,
Sie sind im Schatten der sich erhellt,
Und im Schatten der tiefer ins Dunkle fällt.
Sie sind in dem Baum der dröhnt
Und sind in dem Baum der stöhnt,
Sie sind in dem Wasser das sich ergießt
Wie im Wasser das schlafend die Augen schließt,
Sie sind in der Hütte, sie sind im Boot:
Die Toten sind nicht tot.

Erlausche nur geschwind
die Wesen in den Dingen
Hör sie im Feuer singen,
Hör sie im Wasser mahnen
Und lausche in den Wind:
Der Seufzer im Gebüsch
Das ist der Hauch der Ahnen.

Die gestorben sind, sind niemals fort,
Sie sind in den Brüsten des Weibes,
Sie sind in dem Kind ihres Leibes,
Sie sind in dem Streit der sich regt.
Sie sind nicht unter der Erde:
Sie sind in dem Brand der sich legt,
Sie sind in den Gräsern die weinen,
Sie sind in den Felsen die greinen,
Sie sind im Wald, in der Wohnung, im Brot:
Die Toten sind nicht tot.

Sie mahnen uns täglich an den Bund,
An den großen Pakt der uns bindet,
Der unser Los dem Gesetz verknüpft,
Den Taten der stärksten Wesen,
Dem Los unserer Toten die nicht gestorben:
Der Pakt der uns bindet ans Leben.
Das schwere Gesetz das uns knüpft an die Taten
Des Hauchs der sich legt im Flussbett, am Ufer,
Des Hauches der Rufer,
Der weint in den Gräsern, im Felsen sich regt.

Erlausche nur geschwind
die Wesen in den Dingen
Hör sie im Feuer singen,
Hör sie im Wasser mahnen
Und lausche in den Wind:
Der Seufzer im Gebüsch
Das ist der Hauch der Ahnen.

Birago Diop
Frauen tragen die Hauptlast der Arbeit im Senegal, wie an so vielen Stellen dieser Welt. Ein Blick auf die Schönheit afrikanischer Frauen zwischen Tradition und Moderne darf an dieser Stelle natürlich auch nicht fehlen.


Und zu guter Letzt noch ein afrikanisches Schlaflied, das schönste, dass mir bekannt ist. Es kommt allerdings von einem ganz anderen Ende des Kontinents: von den Zulu aus Südafrika.


Da erwacht die Sehnsucht nach (West-)Afrika ...

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