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Samstag, 5. November 2011

Häusliche Gewalt

Der Sender NDR-Info berichtet und informiert morgen, am Sonntag, dem 06.11.2011, um 17.30h in der Sendung "Frauenforum" über "Wege aus einer gewalttätigen Beziehung". Aus der Ankündigung zur Sendung:
Jede vierte Frau hat schon einmal häusliche Gewalt erlebt.
Eine Zahl, die wenig darüber aussagt, wie Gewalt zu Hause aussehen kann und wie schwer es ist, ihr zu entkommen. Im Frauenforum auf NDR Info berichten Betroffene von ihren Erfahrungen mit häuslicher Gewalt. Sie wurden jahrelang gedemütigt, kontrolliert, erpresst, bedroht, eingesperrt, misshandelt. Die Frauen erzählen von Beziehungen, in denen sie Angst hatten. Und davon, dass sie schließlich keine Freunde, keine Arbeit, keinen Spaß mehr am Leben hatten. Bis sie beschlossen: "Es reicht" und einen Schlussstrich zogen.
Erfahrungen von Überlebenden, Fachleuten und Therapeut_innen werden zu Wort kommen. Wer nicht im Norden wohnt, empfängt die Sendung problemlos über Satellit, im Netz als Livestream, oder später in der Mediathek.

Wer wird diese Sendung wohl hören? Mit welchem Interesse und mit welchen Vorerfahrungen? Auch Männer leiden unter häuslicher Gewalt,

wenn auch die Zahlen niedriger liegen, von gewalterfahrenen Kindern gar nicht erst zu sprechen. Ich finde es gut, dass das Thema "häusliche Gewalt" aus dem Bereich des Tabus geholt wurde und dass darüber inzwischen gesprochen werden kann. Gewalt geht gar nicht. Wer schlägt, muss gehen. Schön wäre das! Die Realität ist häufig eine andere, aus verschiedensten Gründen.

Und wie ist das im Bereich der Kirchen? Das Thema sexuelle Gewalt, besonders gegen Kinder und Jugendliche (betroffene Frauen wurden - vermutlich aus Gründen des anderen Strafrechts - in dieser Frage interessanterweise fast völlig außen vor gelassen) hat das letzte Jahr stark geprägt. Sexuelle Gewalt ist eine Spielart von häusliche Gewalt. Hier erhoffe ich mir von der Beschäftigung mit dem Thema auch eine Auseinandersetzung mit der Frage nach Ehescheidung und daraus resultierenden Konsequenzen. "Bis dass der Tod uns scheidet!" versprechen sich die Eheleute. Aber wie ist das mit dem Tod: Können wir heute "Tod" noch allein materialistisch als ein Ende des belebten Körpers definieren? Wo wir doch auch vom Sterben und Tod der Gefühle, der Seele und einer Beziehung sprechen. Nur im Bereich von Ehe und Familie scheint dies nicht im Blick zu sein. Da gibt es einen enormen Nachholbedarf!

Vielleicht ist der November, dieser Monat, in dem es viel um das Ende geht, das Sterben, die Toten und den Tod, ein guter Monat, sich mit den vielfältigen Arten des Sterbens und den unterschiedlichen Toden auf verschiedensten Ebenen auseinanderzusetzen, besonders, wenn es um den Schutz vor und Wege aus den vielfältigen Formen von Gewalt geht.

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