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Donnerstag, 3. November 2011

(Herbst-)Farben und Klänge sammeln

Selten habe ich die herbstlichen Farben so intensiv wahrgenommen wie in diesem Jahr. Das Wetter verwöhnt uns mit einem langen Herbst - vielleicht als Entschädigung für den spärlichen Sommer? Selbst die Vögel singen noch und der Klang der Zugvögel ist Tag wie Nacht zu hören.

Wie schön wäre es, diese Farbenpracht und diese Klänge festhalten zu können!
Doch selbst das beste Foto ist nur die Wirklichkeit in 2D, aber nicht sie selbst und auch die beste CD ist nur ein Abbild der natürlichen Klänge.

Mir kommt das alte Kinderbuch mit der Geschichte von der Maus Frederick von Leo Lionni in den Sinn: Als alle Mäuse sich um die Vorräte für den Winter sorgen, tut er scheinbar nichts. Die anderen Mäuse sind verständlicherweise sauer über diese vorgebliche Faulheit ihres Bruders. Als später in Kälte und Dunkelheit dann alle Körnervorräte gefressen, alle Geschichten erzählt und die Mäuse in vielerlei Hinsicht hungrig sind, zeigt sich, dass Frederick auch etwas Wichtiges eingesammelt hat: Wörter, Farben, Klänge: nicht fassbare Vorräte, die ebenfalls zum Überleben notwendig sind. Wer sich diese wundervolle Geschichte noch einmal vorlesen lassen will, kann es an dieser Stelle tun.


Worte, Farben, Klänge für den Winter einsammeln: Dieses Jahr beschenkt uns mit einer unglaublichen herbstlichen Fülle und vielleicht mit der Idee, mich selbst auch mit solchen innerlichen Vorräten einzudecken, das ganze Jahr über, für Zeiten der Kälte und der Dunkelheit in meinem eigenen Leben.

Kommentare:

  1. Liebe Ameleo,

    ja, auch ich gehe seit vielen Jahren durch die leuchtenden Hersbttage, um wie Frederik Farben zu sammeln. Voller Freude habe ich es mir eben vorlesen lassen und dabei etwas entdeckt, woran ich mich nicht mehr erinnert hatte: Frederiks Rede, vor allem der Schluss mit den vier Jahreszeiten, die jede ihre eigene Fröhlichkeit haben. Denn obwohl ich es eigentlich lieber warm und hell habe, merke ich mit zunehmendem Alter mehr und mehr, dass ich mich auf den Winter freue. Auf die Dunkelheit, den Rückzug, die Stille - in der Sicherheit, dass es danach ja wieder weitergeht. Die Knospen an den kahler werdenden Zweigen versprechen es ja!

    Spannend ist das, wie die Symbolik, die einen gerade anspricht, sich im Laufe der Zeit und der eigenen Situation ändert!

    Ich wünsche uns noch einen farbenfrohen leuchtenden Herbst um dann auch Stille und Dunkelheit genießen zu können und Kraft zu tanken, für das was danach kommt!

    Liebe Grüße

    Martina

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  2. Liebe Martina,
    den Reiz der unterschiedlichen Jahrezeiten empfinde ich auch so. Ich habe ihren Wert allerdings erst so richtig schätzen gelernt, nachdem ich für (sehr kurze) Aufenthalte im westlichen Afrika war, wo es eigentlich nur zwei Jahreszeiten gibt, nämlich Regenzeit und Trockenzeit. Mit unserer Vielfalt sind wir da reich beschenkt, es ist uns aber nicht immer so bewusst.

    Liebe Grüße

    Ameleo

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