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Mittwoch, 16. November 2011

Psalmen im Radio

Es gibt im Radio Morgenandachten, da schlafe ich gleich wieder ein. Weil sie mich nicht erreichen, in ihrer Banalität und Vorhersagbarkeit, ihrer Abstraktheit und Lebensferne oder zu komplizierten philosophisch-theologischen Komplexität. In dieser Woche ist das nicht so. Ein Theologe aus Hildesheim, Egbert Ballhorn, spricht über Psalmworte. So einfach, dass ich auch im Halbschlaf gut zuhören kann, so tiefgründig, dass ich dabei hellwach werde, um ja kein Wort zu verpassen.

Für ihn ist das Buch der Psalmen „ein Buch, das mitten im Leben Gott ins Spiel bringt, wodurch sich alles verändert.“ heißt es dazu im Manuskript. Er sprach bereits über solche Psalmworte, die einladen, in ihnen „Wohnung zu nehmen“, die sagen: „Fühl dich wie zu Hause“. Von anderen, die von der Sehnsucht nach Gottes Angesicht sprechen, die wie die Sehnsucht nach Sonne und nach Licht ist, aber auch wie die Sehnsucht nach einem Du voller Liebe.

Heute stand das „kleine Schweigen“ im Mittelpunkt, dieser Moment des Innehaltens und Durchatmens, dieser Platz für das Ungesagte, Unaussprechliche zwischen den beiden Hälften eines Psalmverses. „Und ich bin mir sicher: Gott wohnt in den Worten, und er wohnt zwischen den Worten“, beendete Egbert Ballhorn heute seine Gedanken, die von einem unglaublich umfangreichen Wissen, tiefem Glauben und einer bewundernwerten Fähigkeit, beides in verständlichen, gut nachvollziehbaren Worten auszusprechen, geprägt sind.

Bis einschließlich Samstag, dem 19.11.2011, werden diese Andachten morgens noch zu hören sein: um 5.55 Uhr auf NDR Info und um 7.50 Uhr auf NDR Kultur. Außerhalb von Norddeutschland und unabhängig von der Sendezeit können diese Radioandachten hier nachgelesen werden.

Um entsprechenden Fragen vorzugreifen: Nein, ich habe noch nicht voraus gelesen. Ich warte auf Morgen und Übermorgen und Samstag und lasse mich beim Wachwerden überraschen. Beim Adventskalender mache ich ja auch nicht alle Türchen auf, nur weil mich eines begeistert...

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