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Freitag, 16. Dezember 2011

Login erneuern - für den Besuch eines Weihnachtsgottesdienstes

Wenn ich mein E-Mail-Center nach dem Öffnen eine Zeitlang nicht benutzt habe, werde ich aufgefordert, mein Login zu erneuern. Bei nicht allzu kurzer Abwesenheit ist das mit einem Klick getan, bei längerer Dauer wird die erneute Eingabe des Passworts erforderlich.

Weihnachten gehen wieder viele Menschen in die Kirche, die aus unterschiedlichsten Gründen dort sonst nicht zu sehen sind. Regelmäßige Kirchgänger_innen ärgern sich darüber ebenso regelmäßig wie sie selbst die Gottesdienste besuchen. Mir scheint, sie würden die Seltengänger wegen ihrer langen Abwesenheit gerne zu einem neuen Login auffordern, oder besser noch zur Eingabe des Passworts, möglicherweise mit der unterschwelligen Hoffnung, dass sie dies in der Zwischenzeit vielleicht vergessen haben. Denn dann gäbe es keinen Zutritt. (Ätsch!)

Ich bin froh, dass der durch die Taufe erworbene Glaubensaccount jederzeit einfach und frei zugänglich ist und upgedatet werden kann. Als immer verfügbares Passwort reicht es da völlig, sich den Namen Gottes, den er vor Urzeiten Mose als "Code" zugänglich gemacht hat, zu eigen zu machen. Er lautet: "Ich-bin-da." Und SEINE die Tür öffnende Antwort darauf wird sein: "Wie schön. Ich auch. Komm." Oder wie seht ihr das?

Kommentare:

  1. Danke Ameleo - du sprichst mir aus der Seele!
    Gut, dass Gottes Herz viel weiter ist, als manchmal das Herz seines Bodenpersonals. ;-)
    Wünsch dir einen gesegneten Tag
    Birgitta

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  2. Gottes Herz ist offensichtlich immer dann weiter, wenn es um das Ego des Einzelnen geht. Gemeinde ist nicht,siehe Urchristentum, dass man sich die Rosinen rauspickt und die Krümel andern überläßt, die auch noch mit Hilfe eines Eventgottesdienstes, der sich keineswegs von selber strickt,für die schönen Gefühle der Rauspicker sorgen dürfen.. Familie sollte ebenso anders laufen.Wenn nicht, gelingt sie nicht und da haben wir ja nun sehr viele Beispiele.Es wird allerhöchste Zeit, dass alle die Verantwortung übernehmen für das Gelingen dessen, was k e i n Kino ist.Sondern Miteinander und da gehört auch der schäbige Alltag zu.Sonst wird es sein, dass neben einem jemand sitzt, den man nicht kennt.Das kann man sich im Kino leisten, in Gemeinde oder Familie nicht.Lebensabschnittspartner, Pachtwork.., Saisonkirche.An Weihnachten dürfen dann auch die an die Öffentlichkeit, die das ganze Jahr über verjagt werden..alles wegen der tollen Gefühle. Selbstmordrate zu der Zeit enorm, macht aber nichts.

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  3. Aber ein Weihnachtsgottesdienst nur mit den paar Leuten, die immer kommen? Weihnachten in einer zu dreiviertel leeren Kirche? Das kann ich mir auch so recht nicht vorstellen.
    Wer verjagt denn wen? Viele, die selten kommen, fühlen sich vertrieben. Sie sollten häufiger, regelmäßig dabei sein, wird ihnen, meist den Jüngeren (leicht vorwurfsvoll ) immer wieder gesagt, um frischen Wind in die Gemeinde zu bringen, der aber bitteschön so wehen soll, wie es schon immer war.

    Wenn in einer Familie – um in diesem Bild zu bleiben – ein richtig großes Fest gefeiert wird, ein runder Geburtstag z.B., dann kommen ja auch nicht nur Oma Erna* und Opa Otto*, die sowieso bei jedem Treffen dabei sind, sondern auch Tante Tilli* und Onkel Ernst*, die man ohnehin nur in homöopathischen Dosen ertragen kann und neben denen eigentlich niemand sitzen will. Und irgendjemand hat immer den Stress, weil er oder sie sich um alles kümmert, die Feier organisiert hat. Natürlich kann man auch ein Buffet mit Mitgebrachtem aufbauen. Aber selbst da braucht es jemanden, der oder die sich für die Tischdeko und die Servierlöffel verantwortlich fühlt. Und die Weihnachtskirchgänger bringen ja auch was mit: sich selbst, mit ihren Sehnsüchten und Hoffnungen und – nicht zu vergessen – einer meist großzügigen Kollekte. Diejenigen, die den Wert des guten Schwarzbrots des Gemeindealltags für sich entdeckt haben, sollten gelassen genug sein, wenn es an Weihnachten belegte Brötchen gibt, um der Gäste und der Hauptperson willen!

    *alle Namen von der Redaktion geändert!

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  4. Vielleicht würde Jesus heute sagen (ganz nach einem von ihm überlieferten und vielzitierten Satz): Lasst die Menschen an Weihnachten zu mir kommen und wehret ihnen nicht....

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  5. Ein wundervoller Text. Auch die Kommentare sind nicht ohne ...

    Vielleicht sollte man wirklich öfter mal nachfragen, was Jesus heute sagen würde?

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  6. Vielleicht sollte man wirklich öfter mal nachfragen, was Jesus heute sagen würde?

    Glauben Sie, dass das heute wirklich jemand allen Ernstes wissen will?

    Hier werden doch von allen Seiten absolute Wahrheiten verkündet und jeder glaubt ganz, ganz fest im Recht zu sein, gaaanz genau zu wissen, was Gott will oder nicht will und keiner gönnt dem anderen auch nur die Butter aufs Brot, geschweige denn einen Platz in der Weihnachtsmesse, wenn er nicht zweiundfünfzig mal bei der Sonntagsmesse erschienen ist. Mindestens!

    Glaubt wirklich irgend jemand, dass Gott nach diesem Schema Plätze im Himmel verteilt? Anscheinend ja, wenn ich die Beiträge so Revue passieren lasse.

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  7. Meinen Sie meine Beiträge? Da wüsste ich schon gerne genauer, wo ich mir anmaße, die Plätze im Himmel zu verteilen. Oder habe ich Ihren Kommentar falsch verstanden?

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  8. es geht hier nicht darum, was gott will,oder wie oft einer in der messe ist, sondern was gemeinde ist und familie.kirche besteht aus caritas, besuchsdiensten, ehrenamtlich küster, kirche putzen, die unkosten das ganze jahr über bestreiten..so ist es in berlin. kirche muss das ganze jahr über am laufen gehalten werden und da stinken mir die wohlfgühlfrommen. die hätten in der urkiche auch nichts zu lachen gehabt. brüder und schwestern, die ihren besitz geteilt haben.. große geburtstage in den familien kenne ich von früher, da waren immer nur die, die auch sonst da warn. schmarotz gab es damals nicht.wer zu besuch kam, hat mitgeholfen..backen, aufräumen, geschirr spülen.da wir konsumgesellschaft sind, werden eines tages alle dämlichen aussterben, die sich das ganze jahr über abrackern, damit andere an weihnachten unverbindlich ihre gefühle aufpoliern können.ich schlage da fernsehgottesdienste vor, die kann man auf video aufnehmen und wenn die predigt nicht passt, vorspulen. was würde jesus dazu sagen, ist eine kolumne der berliner bz, wo die erzbischöfe seit jahren schreiben..auf bitten der bz.

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