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Donnerstag, 29. Dezember 2011

Zwischen den Jahren

Mir gefällt der Ausdruck "Zwischen den Jahren". Bei Elisabeth erfuhr ich, dass der Ausdruck aus der Römerzeit stammt und mit dem Ringen um einen einheitliche Beginn eines neuen Jahres zu tun hat. Auch bei Wikipedia gibt es Deutungen dieses Ausdrucks, die in diese Richtung weisen.

Zwischen den Jahren werden, wenn nicht vorher geschehen, neue Kalender gekauft und mit bereits bestehenden Terminen bestückt. Neben meinem FrauenKirchenKalender nenne ich seit ein paar Jahren auch einen Wandkalender mit geistlichen Texten für Frauen mein Eigen: den Frauenkalender, der 2012 den Titel "Im Wandel wachsen" trägt. Da er noch nicht den alten Kalender ersetzt hat, blätterte ich ihn heute durch und fand dort die Überschrift "Zwischen den Jahren" auf dem letzten Blatt wieder. Susanne
 Herzog macht sich dort ihre Gedanken über diese besondere Zeit:
"Ich liebe die Zeit zwischen den Jahren, sie ist mir heilig. Und ich bin dankbar, dass ich sie mir von beruflichen Verpflichtungen freihalten kann.
Der Alltag steht still. Nichts muss erreicht und erarbeitet werden, was zählt ist das Hier und Jetzt. Im Licht der Christbaumkerzen breitet sich Ewigkeit im Wohnzimmer aus. Ich erinnere mich an das, was im letzten Jahr bedeutsam war, blicke auf die Feste und Ereignisse, die im nächsten Jahr auf mich warten, und beginne, den neuen Kalender mit Terminen und Freiräumen zu füllen. Im zeitlosen Raum wahrnehmen, an was ich reicher geworden bin und was auf mich zukommt.  Erspüren, mit welchen Gefühlen ich dem Kommenden entgegengehe. Meinen Vorrat an Gottvertrauen und Seelenruhe auffüllen. Und in der Silvesternacht nichts weiter als die Jahreszahl wechseln. Meinen Lebensfluss fließen lassen unter göttlichem Himmel und dann: beherzt weitergehen."
Den Kalender nicht nur mit Terminen füllen, sondern auch mit Freiräumen: das gefällt mir gut. Auch Zeiten zum Luftholen nicht einfach geschehen lassen, weil sie dann nämlich viel zu leicht doch wieder verplant werden und ausfallen, sondern auch darin für mich sorgen. Urlaub und freie Tage, eine Besinnungswoche oder Exerzitien genauso einplanen wie Konferenzen und Projekte.

Einem zweiten Gedanken hänge ich nach: in der Silvesternacht nichts weiter als die Jahreszahl wechseln. Nicht erneut niemals einzuhaltende Vorsätze machen, sondern mich dem Fluss des Lebens überlassen und die Kurskorrekturen dann vornehmen, wenn sie dran sind. Heute, am 29. Dezember, zum Beispiel, oder an einem 29. Februar. Ich freue mich schon darauf, dieses Kalenderblatt in einem Jahr wieder vor Augen zu haben!

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