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Mittwoch, 11. Januar 2012

Zurück in den Alltag

Der Alltag hat uns wieder. Die Hirten sind zurück bei ihren Herden, die Sternsinger gehen wieder zur Schule oder in den Kindergarten und auch wenn man sich seit Dezember noch nicht wieder gesehen hat, wird man langsam komisch angeschaut bei guten Wünschen für das neue Jahr.

Auch die Weisen aus dem Morgenland haben den Heimweg angetreten. Unzählige Legenden ranken sich um diese unbekannten Männer, die so genau hinschauen konnten, die einen guten Blick hatten für das, was am Himmel und auf der Erde zu sehen war, aber auch einen sensiblen Blick nach innen, der sie zu einem anderen Weg nach Hause aufforderte. Am meisten gefällt mir zur Zeit eine Legende von der Heimkehr der "Könige" aus Brasilien mit dem Titel:
Die Explosion des Sterns von Bethlehem.

Als die Könige auf dem Heimweg waren, hielten sie auf einer Anhöhe, um noch einmal zurückzuschauen auf das Städtchen Bethlehem. Sie sahen den Stern, der sie geführt hatte. Da stand er in aller Pracht. Plötzlich zerplatze er in Millionen Sternlein, die sich überall hin verteilten.

Die Könige wussten nicht gleich, was das zu bedeuten hätte. Als sie aber an einer Kreuzung nicht weiter wussten, erschien ein Fremder und zeigte, wo es lang ging. Da sahen sie über seinem Scheitel ein Aufblitzen, ein winziges Licht vom Stern aus Bethlehem. Als sie zur Nacht in der Herberge einkehrten, wurden sie sehr liebenswürdig bewirtet. Über dem freundlichen Diener leuchtete wieder der Schein aus der heiligen Nacht.

Die Weisen merkten im Lauf ihrer Reise: Überall, wo ein Lichtblick erschien, wo ein gutes Wort sie erfreute, wo eine helfende Hand eingriff, da leuchtete ein Funken vom geplatzten Stern, da meldete sich die Geburt des Kindes, da berührte sie die Liebe des Vaters. So ging auf neue Weise der Stern mit ihnen zurück.

Erzählung aus Brasilien. Im Netz zu finden hier.
Mir scheint, nicht nur der Stern hat sich geändert, sondern auch der Blick der Könige auf ihn. Die Begegnung mit dem Kind in der Krippe hat ihnen eine neue Sicht auf die Menschen um sie herum gegeben. Diese neue Sichtweise nehmen sie mit nach Hause.
Einen solchen Blick, der überall dieses Aufblitzen und Mitgehen des Sterns zu entdecken in der Lage ist, wünsche ich uns allen beim Weg zurück in und durch den Alltag.

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