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Donnerstag, 16. Februar 2012

Heute vor 50 Jahren: Hamburg und weite Teile Norddeutschlands Landunter

In der Nacht vom 16. auf den 17. Februar 1962 ließen ein heftiger Sturm und eine daraus resultierende Sturmflut an der Nordseeküste an 60 Stellen die Deiche brechen. 340 Menschen kamen dabei ums Leben, davon 315 allein in Hamburg. Etwa 100.000 Hamburger waren von den Wassermassen eingeschlossen.
Die Flut macht auch Tausende Wohnungen unbewohnbar: 225 Wohnungen werden völlig zerstört, 760 weitere schwer beschädigt, 11.245 Wohnungen sind zumindest vorübergehend nicht mehr bewohnbar. Etwa 20.000 Menschen müssen nach der Flut für längere Zeit in Notunterkünften untergebracht werden. (Quelle: NDR)
Das sind Zahlen, die wir heute eher von Katastrophen aus Entwicklungsländern kennen. Das ganze Drama dieser Sturmflut von vor 50 Jahren wird auf den Seiten des NDR
ausführlich dokumentiert und in dieser Woche immer wieder in seinen Programmen erwähnt. Ab 21.00h widmet sich heute auch das NDR-Fernsehen mit einem Themenabend diesem einschneidenden Ereignis. Hier eine Übersicht über die Sendungen:

21.00: Unsere Geschichte. Als die Sturmflut nach Hamburg kam. Dokumentation.
22.00: Die Nacht der großen Flut. Doku-Fiktion. 
23:30: Die Hamburger Sturmflut. Helmut Schmidt erzählt.

(Ein Klick auf die gewünschte Sendung öffnet mehr Informationen.)

Einen Einblick in diese Katastrophe gewähren auch unzählige youtube-Videos, von denen ich hier nur auf zwei verlinken möchte.



Was aber haben diese Ereignisse mit uns heute zu tun, abgesehen davon, dass etliche Zeitzeugen noch leben? Die Deiche sind höher geworden und stabiler. Auch gibt es ein besseres Vorwarnsystem, dass heute auch bei normalen Überflutungen z.B. in Hamburg rechtzeitig dazu aufruft, Autos aus  gefährdeten Gebieten zu entfernen und die Keller bzw. Wohnungen zu schützen.

Aber das Wasser in den Ozeanen steigt. Das weltweite Klima wird wärmer, auch wenn das nach der Erfahrung des Frostes in den vergangenen zwei Wochen (länger war das wirklich nicht!) kaum nachzuvollziehen ist. Das bedeutet neben einem steigenden Meeresspiegel auch eine Zunahme von schweren Stürmen mit den daraus resultierenden Gefahren, zu denen auch Sturmfluten zählen. Davon wird Norddeutschland betroffen sein, vor allem aber die Küstenregionen vieler anderer (Entwicklungs-)Länder. An diesen Küsten wohnen häufig die Ärmsten der Armen. Wir wissen, was das bei einer Flut bedeutet ...

Für die nordfriesischen Halligen ist Landunter schon heute Normalität. 30 - 40 mal jährlich werden diese nicht eingedeichten kleinen Inseln überflutet. Hier ein Einblick, wie man auf den Halligen damit lebt:

1 Kommentar:

  1. Unvorstellbar ist das für mich. Es muss so schlimm sein wenn man da mittendrin ist.
    Ich mag das Meer sehr gerne, und doch ist es eine unheimliche Macht.
    Ich wünsche Dir einen schönen Tag
    liebe Grüsse
    Elisabeth

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