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Montag, 6. Februar 2012

Umkehr für Frauen

Im Zusammenhang mit meiner Vorbereitung auf den diesjährigen Weltgebetstag, bei dem zum einen die Frauen aus Malaysia, zum anderen Jesu Gleichnis von der hartnäckigen Witwe vor dem ungerechten Richter im Mittelpunkt stehen, habe ich einen Text zum Thema "Umkehr" von Carola Moosbach (wieder-)gefunden, bei dem in den Blick genommen wird, was dies für Frauen bedeuten kann.

Denn "Umkehr" bedeutet nicht für jede Person dasselbe: Frauen erleben auch heute noch, wie ihnen auf teilweise inzwischen sehr subtile Weise Unrecht widerfährt: wie sie an zweiter Stelle stehen anstatt an gleicher, wie über sie geredet wird anstatt mit ihnen, wie über sie entschieden wird anstatt selbstverständlich auf ihre eigene Entscheidungskompetenz zu setzen, wie der Verweis auf unangemessene Äußerungen mit einem "Nun sei doch mal nicht so empfindlich!" bagatellisiert und zurückgewiesen wird und vieles mehr. Umkehr bedeutet für sie notwendigerweise etwas anderes
als für jemanden mit  Macht, Geld und (möglicherweise überzogenem) Selbstbewusstsein, der eher zu Verantwortung gegenüber anderen, Großzügigkeit und Bescheidenheit aufgefordert wird:

Umkehr für Frauen
nicht aus dem Wege gehen
Klartext sprechen
auch wenn es drauf ankommt
das falsche Lächeln
aus dem Gesicht
und die feindlichen Witze
beim richtigen Namen nennen
nicht flüchten
nach innen
keine Angst
vor der Macht
und niemals vergessen
wer uns geschaffen hat
nach ihrem Bilde

© C. Moosbach 2001

Letztlich muss sich jede und jeder selbst fragen, an welcher Stelle ein persönlicher Umkehrbedarf besteht. Konkrete Vorgaben können nur zum Nachdenken anregen. Diesen Text finde ich sehr ermutigend und aufbauend gerade für Frauen, die immer noch all zu oft zurückstehen und fast ausschließlich das Wohl der anderen im Blick haben und so in der Gefahr stehen, sich selbst darüber zu vergessen und unnötig klein zu machen. Vielleicht fühlt sich ja auch der eine oder andere Mann zu einer solchen Art der Umkehr aufgefordert...

Der Text steht hier auf der Internetseite von Carola Mossbach. Wiedergefunden habe ich ihn im exegetischen Material zum Weltgebetstag des katholischen Bibelwerks: Beate Wehn: Die hartnäckige Witwe. Ein Gleichnis von der gerechtigkeit Gottes, S. 33.

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