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Freitag, 23. März 2012

Equal Pay Day,-

Heute ist Equal Pay Day. Ein symbolischer Tag, der anzeigt, wie lange rein rechnerisch Frauen über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssten, um ein durchschnittliches Jahresgehalt eines Mannes zu bekommen. Frauen müssten für ein vergleichbares Gehalt über den 31. Dezember hinaus bis heute, bis zum 23. März arbeiten.

Durchschnittlich 23% verdienen Frauen in Deutschland weniger gegenüber den Männern. Unser Land liegt damit auf europäischer Ebene ganz weit hinten. Die Gründe sind verschieden:
vieles liegt an den traditionellen Rollenbildern, wonach Frauen immer noch die überwiegende Familien- Erziehungs- und Hausarbeit leisten. In bestimmten, gut bezahlten Berufen sind Frauen unterrepräsentiert oder fehlen fast völlig, sie übernehmen dagegen häufig schlechter bezahlten Jobs.  Frauen unterbrechen auch häufiger ihre Arbeit oder reduzieren sie zugunsten der Familie. Sie werden aber durchaus auch trotz gleicher Qualifikation und Leistung bei individuellen Gehaltsverhandlungen schlechter bezahlt. (Hintergründe z.B. hier).

Auf witzige Weise zeigt ein Ausschnitt aus der gestrigen frauTV-Sendung, was mit dem Equal Pay Day gemeint ist und zeigt Beispiele dafür, wie es auch anders geht. Guckst du hier.

Als Zeichen des Protests gegen die "roten Zahlen", die Frauen beim Verdienst schreiben und dafür, dass sie "weniger in der Tasche" haben, tragen heute viele, die diese Gehaltsschere ungerecht finden, eine rote (Hand-)Tasche.

Übrigens: bei der Rente beträgt der Unterschied heute 60% zwischen Männern und Frauen. Ich bin gespannt, wie das sein wird, wenn ich mal Rente bekomme...


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Kommentare:

  1. Vom Grundsatz her stimme ich unbedingt zu und finde die Ungleichbehandlung empörend.
    Allerdings muss man in der Praxis sicher differenzieren. Bei den Beamten wird grundsätzlich identisch bezahlt, d.h. die Lehrerin erhält bei gleicher Qualifikation und Dienstzeit auch den Lohn, den der Lehrer bekommt. Ärzte haben mir bestätigt, dass es bei ihnen z.B. auch so ist, auch im Krankenhaus.
    Viele Faktoren spielen eine Rolle, wenn es zur Ungleichbehandlung kommt. Ohne dem in allem zustimmen zu wollen, verweise ich auf eine kurze Info der Arbeitgeber:
    http://www.bda-online.de/www/arbeitgeber.nsf/res/48FC8569C45A8DE0C12575D8002BCD60/$file/Lohnunterschiede.pdf

    ...und nicht zu vergessen: Die Gehälter von vielen Managern stehen nicht im Verhältnis zu ihrer Leistung. Ein Bekannter erzählte mir, dass bei der Deutschen Bank z.B. in der obersten Etage ein "Elefantenstall" existiert,
    das sind ausgediente hohe Manager, die noch Monate und Jahre Geld, Sekretärin, Büro und Fahrer bekommen...

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    1. Wie sähen wohl die Zahlen aus, wenn es nicht diese Arbeitgeber gäbe, die gleichen Lohn für gleiche Arbeit zahlen...

      Das angeführte Dokument nennt die gleichen Gründe, die ich auch aufgeführt habe. Das Hauptproblem liegt nach meiner Ansicht in Rollenbildern und -zuschreibungen, die diese ungleichen Strukturen schaffen und am Leben halten.

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