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Dienstag, 6. März 2012

Reif fürs Paradies

Am Mittwoch öffnet wieder die größte weltweite Reisemesse, die "Internationale Reisebörse" (ITB), ihre Tore in Berlin. Neben handfesten Wirtschaftsinteressen werden hier auch Sehnsüchte nach Glück und Träume vom "Paradies" präsentiert und geweckt.

Aber war die Rede vom Paradies nicht mal das Privileg der Kirchen und Religionen? Gab es da nicht mal biblische Erzählungen mit diesem Thema? Was suchen die Menschen heute,
wenn sie im Urlaub in ein "Paradies" reisen? Und wo begegnen sich diese Reisesehnsüchte heute mit einer spirituellen Suche?

Das Auslandssekretariat der Deutschen Bischofskonferenz geht diesem Themenkomplex am Donnerstag auf dem Gelände der ITB nach. Neben Erzbischof Robert Zollitsch diskutiert auch EKD-Präses Nikolaus Schneider mit Vertreterinnen und Vertretern der Reisebranche unter der Überschrift: "Reif fürs Paradies. Glücksverheissung in Kirche und Tourismus."

Reisen verheißt nicht nur Glück und paradiesische Empfindungen für die Urlaubenden, es ist auch eine knallharte Branche, in der Menschen bis an den Rand der Ausbeutung arbeiten. Sonderangebote und Schnäppchenpreise verführen uns Reisende dazu, nicht mehr nach der Angemessenheit von Preisen und der Situation der Menschen an unserem Urlaubsziel zu fragen. Unsere "Paradiese" können so für andere zu derem krassen Gegenteil werden. Auf dem Prospekt der Veranstaltung ist so neben dem obligatorischen Liegestuhl vor blauem Himmel auch das Zeichen der paradiesischen Versuchung, ein Apfel, abgebildet:

Quelle: dbk

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Kommentare:

  1. Wieder etwas Neues erfahren. Der Prospekt gefällt mir muss ich sagen.
    liebe Grüsse
    Elisabeth

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  2. das paradies hat uns ja nun eva vermasselt.

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  3. Naja, Adam, der illoyale Schisser, hat auch Wesentliches dazu beigetragen.

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  4. Eva war die Nachfolgerin von Lilith, das wissen die Esoteriker. Lilith war eine Emanze.Eva nicht. Logischerweise hat Eva nicht vom Baum der Erkenntnis genascht, sondern vom Baum der..mein Haus, mein Auto, mein reicher Mann, meine guterzogenen Nutellakinder..mein Ariel. Adam wollte seine Ruhe und einfach nur... sitzen.Mit wahrscheinlich 2 Rippen weniger auch zu verstehen.Dann kam die Schlange Werbung. Halb so wild, Ameleo, gestern habe ich gelesen, dass die Paradiesgeschichte nachträglich versucht, das Leiden der Welt zu verstehen. Die Ursache allen Übels ist das Jagen nach Glück. Wußte bereits Hermann Hesse. Also das Paradies wäre Diogenes in der Tonne.

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    1. Die beiden Schöpfungserzählungen finde ich sehr spannend, sie kommen in diesem Post aber nur am Rande vor. Nur auf die Erklärung des Leidens würde ich sie nicht verkürzen. ich lese sie eher als Beschreibung des Menschen, so wie er ist: Mann und Frau, neugierig, leicht zu beeinflussen, schamhaft, schwach, aus dem Paradies vertrieben und zur Verantwortung aufgefordert...

      Vielleicht wann anders mal mehr dazu.

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