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Donnerstag, 1. März 2012

Spionageabwehr

Heute treten die neuen Datenschutzrichtlinien und Nutzungsbedingungen von Google in Kraft. Noch ist nicht klar, ob diese Bestimmungen verfassungskonform sind, eine entsprechende Überprüfung wurde nicht abgewartet.

Als Nutzerin von Blogger, der Google-Suchmaschine oder auch You Tube werde ich wieder ein Stück gläserner, alle Daten werden miteinander verbunden. Das dient natürlich ausschließlich dazu, dass ich schneller etwas finde und zufriedener bin z.B. mit einem Suchergebnis. Sagt Google. Komisch nur, dass ich auf den Computern von Freund_innen und Kolleg_innen auf meine Suchanfragen andere Listen präsentiert bekomme...

Meine Klicks sind Gold wert, für Google. An die Selbstlosigkeit eines solchen Unternehmens zu glauben, wäre naiv! Und so werden mir nicht nur Antworten auf meine Fragen gegeben,
sondern personalisiert auch Werbung für mich angezeigt, auf die ich bitteschön auch klicken soll, damit anderwo der Rubel rollt. Damit diese Werbung immer besser auf meine Internetinteressen passt, und ich so auch für Werbeeinnahmen bei Google sorge, werden meine Suchanfragen und angeklickten Ergebnisse in einem Webprotokoll gesammelt.

Weil es ja sein könnte, dass ich das nicht will (stimmt!), kann ich unter "Mein Konto" das gesamte Protokoll oder einzelne Teile daraus "deaktivieren". Das geht ziemlich einfach - aaaaber: Wenn ich alles durchlese, werde ich auf diesen Umstand hingewiesen: "Gemäß der branchenüblichen Praxis und den Datenschutzbestimmungen von Google unterhält Google jedoch ein eigenständiges Protokollsystem für Prüfzwecke und zur Qualitätsverbesserung." Ich komme aus dem Protokoll also doch nicht wirklich raus. Was Google mit meinen Daten macht, bleibt intransparent. Das gefällt mir nicht!

Deshalb habe ich eine kleine Konsequenz daraus gezogen: Zukünftig werde ich meine Suchanfragen über "benefind" stellen. Diese Suchmaschine, der die Microsoft Suchtechnologie "bing" zugrundeliegt, verspricht, für jeden zweiten Klick einen Cent an eine Organisation zu spenden, die ich aus einer Liste auswählen kann. Unter den kirchlichen Profiteuren von "benefind" gehören z.B Adveniat, die Caritas, das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" und das Diakonische Werk. Beim DZI-Spendensiegel habe ich "benefind" nicht gefunden, ich hoffe allerdings, dass dieses "Sozialunternehmen", das den Anspruch hat, "wirtschaftliche Prinzipien mit karitativen Zwecken" zu verknüpfen, auch so mein Vertrauen verdient und mich nicht wiederum zu anderen Zwecken ausspioniert.

Kommentare:

  1. Ich suche seit einiger Zeit mit Ecosia (vergleichbares Prinzip, gespendet wird zu Gunsten des Umweltschutzes).
    Das Problem ist, daß Ecosia nicht ganz so gut ist wie Google. Bei Video- und Bildsuche und bei News-Suche ist die Datenkrake einfach besser. Sodaß ich gelegentlich dann doch auf sie zurückgreife.
    Ich versuche jetzt mal, Ecosia und benefind zu kombinieren.

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  2. Ecosia arbeitet auch mit bing, sehe ich gerade. Ich probier es mal aus mit benefind und sammle Erfahrungen, finde deinen Hinweis aber wichtig!

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  3. Ich suche schon ne Weile mit duckduckgo. Da wird zwar nichts gespendet, aber die behaupten jedenfalls nicht mit zu protokollieren. Manchmal find ich da nicht, was ich suche, denn nehm ich startpage. Das ist auch ohne Spende, läuft über google, aber eben nicht direkt, das heißt bei googe kommen alls startpage Suchanfragen als die Anfragen einer einzigen Person an. Damit hat man oft recht gute Ergebnisse, die IP wird nicht gespeichert und man ist für google quasi nicht verwertbar.

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    1. Danke, das sind ja auch noch mal interessante Möglichkeiten!

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  4. Bing hab ich auch schon gehört..
    ich versteh nicht warum die immer alles von einem wissen wollen. Mal ehrlich, jetzt wo ich krank bin, kümmert´s die eh net, aber meine Daten haben wollen... ne ne ne..
    oder wollen die vielleicht meine Arztkosten übernehmen? *lach*.
    Mal gespannt, was da noch auf uns zu kommt..
    Wir haben übrigens auch Fastenzeitlila:)
    pfiati

    Valentina

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    1. Wir bezahlen die "kostenlosen" Internetdienste mit unseren Daten. Deshalb wollen die so viel von uns wissen.

      Das Fastenzeitlila hab' ich übrigens bei dir abgeguckt...

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