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Montag, 5. März 2012

Verklärung

(Ein Versuch "lyrischer Exegese" zu Markus 9,2-10)

sechs Tage später
nach Speisung
Blindenheilung
erstem Verstehen
sehen sie selbst

sechs Tage später
ein Gang
von vier Freunden
kein Sonntagsnachmittags-
familienspaziergang

auf einen Berg
wie Abraham
mit Isaak
Mose mit Josua
sechs Tage später
in den Wolken
am Berg
auch Elija

Weitsicht
von oben
der Blick geweitet
die Augen öffnen sich
sehen
überraschend klar

helle Sicht
dort oben
anfanghaftes Verstehen
Verbindungen knüpfend
zu alten Erfahrungen
am Berg
mit dem Höchsten
Rückbindung
des geliebten Sohns
an die Ahnen
seines Volkes

Verknüpfung von
Weihnachtsstern
mit Ostersonne
Traum mit Realität
Unsagbarem mit Bildern
der Ahnung von Auferstehung
mit völligem Unverständnis

verhüllende Wolke
Mose bekannt
auch Elija
dem Volk
den Jüngern
verhindert Anblick
des in einem Lichte
Wohnenden
dem keiner nahen kann

Höhepunkt
oben auf dem Berg
schnell Fotos machen
ein Video
oder Hütten bauen
den Moment festhalten
für spätere Erinnerung
mit verklärten Blick
das gibts nur einmal
das kommt nie wieder
und wir waren dabei

Abstieg
mit dem Gebot
zu Schweigen
bis zur Auferstehung
was soll das denn sein?
wenigstens keine neuen
10 Gebote

nach Gipfelerfahrung
Abstieg zunächst
in die Niederungen
des Alltags
der Fragen
des Nichtverstehens
in die Tiefpunkte
des Lebens
in seinen Abgründen
zu Grunde gehen

von Grund auf
tief und neu
und wirklich
verstehen
das Leuchten
vor den Augen
verinnerlichen
selber geliebt
als Sohn
und Tochter
des Höchsten
dem
im Licht

Creative Commons Lizenzvertrag

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