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Dienstag, 13. März 2012

"Wählen" erklärt in einfacher Sprache

In Schleswig-Holstein wird im Mai ein neuer Landtag gewählt. Kann das noch mal einer erklären, was es mit der Erst- und der Zweitstimme auf sich hat? Nach vielen Jahren Wahlerfahrung kriege ich das so eben hin. Aber wie mag es da wohl Menschen mit einer Lern- oder geistigen Behinderung gehen?

Bei einem befreundeten Pärchen, beide an der Grenze zur geistigen Behinderung, aber berufstätig und in eigener Wohnung lebend, bekam ich neulich die Verwirrung mit, als "er"
zur (evangelischen) Kirchenvorstandswahl eingeladen wurde. Wo muss ich da hin? Was muss ich da machen? Was ist, wenn ich etwas nicht verstehe? Muss ich irgendetwas dafür mitbringen? Trotz aller Alltagsselbstständigkeit waren das für ihn beunruhigende und aufregende Fragen!

Auf der Seite "Von wegen behindert" des Bloggerkollegen Peter Föll bin ich vor kurzem auf den Hinweis zu einer super Aktion zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein gestoßen: ein Wahl-Comic-Film, erstellt von der Sozialverbandsjugend in Zusammenarbeit mit dem niedersächsischen Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung sowie der Landeszentrale für politische Bildung Schleswig-Holstein, erklärt, wie das mit dem Wählen funktioniert und wer da eigentlich warum gewählt wird.


In gleicher Aufmachung kann man auch eine Wahlhilfebroschüre bestellen oder als pdf. herunterladen.
Signet von Inclusion Europe
für Texte in leichter Sprache
Ich bin von beidem sehr angetan und finde, Film und Broschüre sind durchaus nicht nur etwas für Menschen mit geistiger Behinderung. Sie können auch für Erstwählerinnen und Erstwähler interessant sein oder für Menschen, die Deutsch nicht als Muttersprache haben. Letztlich erklären sie jeder und jedem von uns in angenehm leichter Sprache verständlich das Wesentliche rund um das Thema "Wählen".

Eine tolle Sache! Ähnliches Material wünschte ich mir auch in unseren Kirchen für die Kirchenvorstands- und Pfarrgemeinderatswahlen! In Sachen "leichte Sprache" haben wir Kirchenmenschen und Theolog_innen in mancherlei Hinsicht ohnehin einiges nachzuholen...

Creative Commons LizenzvertragFrech.Fromm.Frau. von Ameleo steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Nicht-kommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz.

Kommentare:

  1. Das ist eine Sache, die auch im Bundestag schon Thema war. Die BRD bzw. ihre Regierenden weigerten sich zB auch lange, die UN-Behindertenrechtskonvention hierzulande umzusetzen.

    In meinem Blog hab ich das Thema auch schonmal aufgegriffen ...

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  2. Hallo Amoleo,
    danke fürs verlinken ...
    Mit der einfachen Sprache ist es ja leider noch nicht getan, die Barrieren sind im Kopf und es geht ja eigentlich um die selbstverständliche Teilhabe an den Prozessen des Lebens, und der Weg ist noch weit. Frohes Frisches und gerne auch frommes (fromm= altdeutsch für christlich tapfer) bloggen.
    Liebe Grüße
    Peter

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