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Freitag, 18. Mai 2012

Jahresbibel und Hörbibel

Schon mal die gesamte Bibel durchgelesen? Ich kenne kaum jemanden, der das schon mal geschafft hat. Viele haben irgendwann mal angefangen und sind dann spätestens bei den unsagbar langweiligen Genealogien und Gesetzestexten wieder ausgestiegen.

Über Stephan Silbers Blog bin ich im letzten Dezember auf die Jahresbibel gestoßen. Eine spezielle Bibelausgabe, bei der der/die Leser_in in einem Jahr sämtliche biblischen Texte einmal liest. (Da die Lutherübersetzung, die ich zunehmend schätzen lerne, der Ausgabe zu Grunde liegt, fehlen dort die deuterokanonischen Schriften, biblische Bücher die in den katholischen Bibelausgaben stehen, aber in der evangelischen Kirche nicht übernommen wurden, weil sie als apokryph, d.h. nicht zum biblischen Kanon gelten.)

Für jeden Tag sind ein paar Verse aus den Psalmen, ein längeres Stück aus den Büchern des ersten Testaments und etwa ein Kapitel aus dem neuen zu lesen. Dazu braucht es etwa 15 - 20 Minuten.

Ungefähr ein halbes Jahr habe ich inzwischen Erfahrungen mit dieser Art die Bibel zu lesen machen können. Tagelang klappt es gut, immer wieder bleibe ich auch mal zurück und nutze Wochenenden oder Ferienzeiten, um wieder aufzuholen. Aber bislang bin ich dran geblieben!

Es gefällt mir, mal anders als nur die kurzen Abschnitte im Gottesdienst, größere Sinnabschnitte am Stück zu lesen. Dabei entdecke ich alttestamentliche Schriftstellen, von denen ich nicht wusste, dass auf sie im neuen Testament Bezug genommen wird, aber auch Texte, von denen ich noch nie gehört habe und/oder bei denen ich mich frage, was sie in diesem Buch zu suchen haben.

Bis vor kurzem beispielsweise waren die Samuelbücher an der Reihe. Dort wird hauptsächlich rumgemetzelt, und man bekommt das Gefühl, dass nicht ausgelastete große Jungs bloß Blödsinn im Kopf haben und deshalb permanent blutiges Räuber und Gendarm spielen. Sorry, aber trotz eingeschobener Berufungsgeschichte und auch wenn immer mal wieder der eine oder der andere Gott um Rat fragt oder sich beim Sieg einer Schlacht von ihm bestätigt glaubt: den religiösen Gehalt solcher Texte soll mir erstmal jemand erklären! Wie gut, dass diese Texte in der Regel im Gottesdienst nicht vorkommen!

Jetzt bin ich auf eine für mich passende gute zusätzliche Möglichkeit gestoßen, mir auf eine andere Weise die Texte des jeweiligen Tages zu Gemüte zu führen, wenn das mit dem Lesen mal nicht klappt: die online-Hörbibel. Auf der Seite www.bibelserver.com gibt es nicht nur die Möglichkeit zwischen verschiedenen Bibelübersetzungen und Sprachen zu wählen, sondern zu unterst auch die Hörbibel anzuklicken. Kapitelweise kann man sich dort Bibeltexte vorlesen lassen. Das geht dann auch beim Aufräumen, Bügeln, ..., ist dabei zwar nicht so "würdevoll" wie das Lesen in der Bibel, hat aber auch eine ganz eigene Qualität!

So höre ich zwar nicht ganz exakt die Abschnitte des Tages, aber mit dieser ergänzenden Möglichkeit bin ich mir sicher, dass ich das Projekt Jahresbibel in diesem Jahr durchhalten werde!


Für Interessierte:

Neu einsteigen kann man prinzipiell zu jeder Zeit, es gibt aber besonders gut geeignete Tage.

Die Homepage zum Projekt "Jahresbibel" mit Hintergründen, Leseplänen und Tipps findet sich hier, einen Einblick in die Aufteilung der Texte und eine Leseprobe steht hier.

Um die Hörbibel anzuhören, klicke hier, gehe unter "1. Übersetzung wählen" ganz nach unten und wähle "Hörbibel", wähle dann das gewünschte Buch oder gib das gewünschte Kapitel direkt in die Suchfunktion ein. Nachteil dieser Hörbibel: Jedes Kapitel muss extra angeklickt, und sie kann nicht heruntergeladen werden! Vorteil: Zuhören ist kostenlos!


Creative Commons LizenzvertragFrech.Fromm.Frau. von Ameleo steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Nicht-kommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz.

1 Kommentar:

  1. Liebe Ameleo,

    ein guter Hinweis, der zu realisieren ist.

    In Liebe

    Elisabeth

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