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Montag, 2. Juli 2012

Katholische Circus- und Schaustellerseelsorge

Quelle: pixaby.com
Jetzt im Sommer ist wieder die Zeit der Jahrmärkte und Zirkusse. Ich mag Zirkus. Die Tierdressuren weniger, aber von den menschlichen Leistungen, die unter der Kuppel so leicht erscheinen, hinter denen aber unglaublich harte Arbeit steckt, bin ich immer wieder beeindruckt.

Über einen Familienzirkus, der jedes Jahr in unserem Ort Station macht und dessen Kinder die örtlichen Schulen besuchen, bekam ich vor ein paar Jahren einen winzigen Eindruck in das schwere Leben der Künstlerfamilien.

Zirkus- und Schaustellerfamilien sind häufig sehr religiös. Ihr Leben hängt oftmals auch in der Realität an einem "seidenen Faden". Am normalen Gemeindeleben können sie jedoch in der Regel nicht teilnehmen. Ihr Lebensrhythmus ist ein anderer, feste Bindungen an einen Ort sind höchstens von einem Winterquartier aus möglich. Da ist es gut, dass sich Beauftragte aus den Kirchen ganz besonders um diese Personengruppe sorgen.

Über den Predigtgärtner bin ich in einem ganz anderen Zusammenhang auf die Homepage der Katholischen Circus- und Schaustellerseelsorge gestoßen. Spannend finde ich, wie dort das Leben dieser Menschen auf besondere Weise in Verbindung gebracht wird mit dem pilgernden Volk Gottes:
Das Unterwegs-Sein gehört elementar zum Leben der Circusleute, Schausteller und Marktkaufleute. Sie sind damit in gewisser Weise auch ein besonderes Abbild des pilgernden Gottesvolkes auf seinem Weg durch die Zeit hin zur Ewigkeit Gottes. Zu ihrem Leben gehört das Wandern von Ort zu Ort. Es ist geprägt von manchmal sehr kurzen Aufenthalten und oft nur flüchtigen menschlichen Begegnungen, es trägt vielfach auch den Charakter des Veränderlichen und Vorläufigen, der Improvisation und des Zufalls, der Unsicherheit und Gefahr. Ihr Dienst ist es, anderen Menschen in vielen Formen von Festen, Feiern, Märkten, Vorführungen und sonstigen Veranstaltungen Entspannung, Erholung und Freude zu schenken, auch wenn ihnen selbst ganz anders zu Mute ist. Der Bajazzo, der singen muss, auch wenn er lieber weinen würde, und der Clown, der Späße machen muss, auch wenn er traurig ist, sind Kennzeichen der Spannung, in der dieser Dienst verwirklicht wird. Circus und Vergnügungsparks sind eine phantastische Welt, die als Ort grenzüberschreitender Ersterfahrung für einen christlichen Weg in der universellen Brüderlichkeit, in der Ökumene und in der Begegnung mit den anderen Religionen definiert wurde.
Wer sich für diese Welt und seine Menschen hinter den bunten Kulissen interessiert, bekommt auf den Seiten der Katholischen Circus- und Schaustellerseelsorge einen ganz speziellen Einblick. Über die Aufgaben der Seelsorge für diese Menschen in ihrer besonderen Lebenssituation wird dort informiert und auch über aktuelle Termine. Mal rüber klicken!


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1 Kommentar:

  1. Liebe Ameleo,

    das sind interessante Informationen.

    Sonnige Grüße

    Elisabeth

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