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Freitag, 13. Juli 2012

"Notizen für ein Credo ..."

Nicht alles kann in dem Glaubensbekenntnis stehen, das im Gottesdienst von allen gesprochen wird. Die persönliche Beziehung zu Gott braucht eigene Worte, eigene Credo-Ich glaube-Versuche. Die haben den Vorteil, dass sie eigenes ausdrücken und nicht den Stand von theologischen Diskussionen, den kleinsten gemeinsamen Nenner einer Glaubensgemeinschaft, die Meinung eines Lehramtes. Sie haben einen konkreten Ort, eine konkrete Zeit und Lebenssituation, eine ganz bestimmte Person oder Gruppe im Blick, erheben aber keinen Anspruch auf Letzgültigkeit in Ewigkeit. Sie verstehen sich als vorläufig und situativ, wollen mit ihren Worten gar nicht für jede und jeden sprechen.

Das macht sie angreifbar, verletzlich, verwundbar, wie das Leben, wie eine Liebe. Sie laden aber auch ein, selbst eigene Worte zu suchen, stammelnd, unvollkommen, aus Erfahrung und Beziehung geboren. Das schätze ich an neuformulierten Glaubensbekenntnissen.

Beim Vorblättern auf die nächste Woche in meinem FrauenKirchenKalender fand ich diese

Notizen für ein Credo ...

Ich glaube an einen Gott, der das Leben ist,
ein Gott, der uns bewohnt, und in dem wir wohnen, einfach und vielfach,
heiliger Geist und heiliger Körper der Menschheit,
schöpferische Energie, die die Handlungen,
die Beziehungen zwischen Frauen und Männern spinnt
und ihren Ausdruck in der Natur und im Kosmos findet.

Ich glaube an Jesus, der in der Freude unseres Volkes auferstanden ist,
an die Gesten der Liebe, der Hoffnung, der Solidarität und Geschwisterlichkeit
und an das Leben, das wir feiern, indem wir Brot, Wein und Fest teilen.

Ich glaube an den Geist, der in jeder und jedem von uns wohnt,
der uns belebt und uns in Hoffnung bestehen lässt.
An den Geist des Lebens und an die Kraft dieses Lebens,
das nicht vom Tod besiegt werden kann.

Graciela Pajol
(in: Frauenkirchenkalender 2012, S. 94)


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Kommentare:

  1. Gefällt mir gut, die Ideen zu einen neuen Glaubensbekenntnis.
    Zu einem eigenen Glaubensbekenntnis .... ich bin mir sicher, dass es richtig ist alleine im Zwiegespräch mit Gott solche Worte zu finden, zu beten.
    Habe erst am Sonntag im Gottesdienst wieder bemerkt wie sehr die Worte "runtergeleiert" werden, die Gedanken der Menschen sonstwo sind.
    ich wünsche Dir ein schönes Wochenende
    herzliche Grüsse
    Elisabeth

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  2. Hat das was zu bedeuten? Das "beweisen Sie, dass Sie kein Robot sind" ... hat das Wort "autsch" und die Zahl "13" von mir verlangt.
    Seltsam....

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    1. Ich hab darauf keinen Einfluss! Die Zahl kann man auch weglassen.

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  3. Liebe Ameleo,

    wunderschön, wenn jemand fest glaubt.

    Alles Liebe

    Elisabeth

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