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Donnerstag, 5. Juli 2012

Wetterphänomene

"Neue Unwetter im Anmarsch": so oder so ähnlich lauten in diesen Wochen immer wieder die Ankündigungen z.B. der Unwetterzentrale. Gewitter, Stürme und Starkregenfälle scheinen zuzunehmen. Und trotz aller Vorhersagen laufen Keller voll, werden Straßen überflutet, stürzen Bäume auf Autos, werden Menschen von Blitzen erschlagen.

Aber Unwetter gab es schon immer, nur ohne Vorhersage durch entsprechende Stellen. Erfahrungswissen und genaue Beobachtungsgabe waren da wichtig. In biblischen Zeiten und auch später noch haben gläubige Menschen Naturerscheinungen immer wieder auch auf sich und ihr Verhältnis zu Gott bezogen. Die Urflut beispielweise wurde als Strafe für ein nichtgottgefälliges Leben verstanden. Auch Dürren wurden als göttliche Zeichen gedeutet. Ich kenne auch noch den Spruch bei Donner: "Jetzt schimpft der liebe Gott!", bei dem ich nie wusste, ob ich ihn ernst nehmen sollte oder ob er von den damals erwachsenen nicht vielmehr im Scherz gemeint war.


Unwetter haben für uns heute nichts mehr mit unserer Gottesbeziehung zu tun, sondern mit Naturwissenschaften, Metereologie, computergestützter Vorhersagetechnik. Das Wetter beeinflusst uns, für eine Verantwortung gegenüber einem Schöpfer scheint da wenig Platz zu sein. Wäre da nicht auch das Wissen um CO2-Ausstoß, Treibhausgase, Luftverschmutzung, ...

Direkt und mal eben auf die Schnelle können wir nichts ändern am Wetter oder sogar am Klima. Unwetter können uns aber unsere Verantwortung gegenüber der Schöpfung und - ja auch gegenüber dem Schöpfer in Erinnerung rufen. Auch heute noch, finde ich. Was man alles so machen kann, um Umwelt und Klima möglich wenig zu schaden, dürfte inzwischen hinlänglich bekannt sein!

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Kleine Geschichte zum Thema:

In einem Land, in dem traditionelles und industrialisiertes Leben nebeneinander existierte, fragten einmal die Indigenen ihren Schamanen, wie wohl der Winter würde. Der warf seine Knochen, Muscheln und Steine, verbrannte Kräuter und las um Rauch, versetzte sich in Trance - und war sich trotzdem nicht sicher. Möglicherweise wird es ein strenger Winter, dachte er bei sich, da wäre es wichtig, wenn meine Leute gut darauf vorbereitet sind. Und er sagte zu ihnen: "Wahrscheinlich wird es ein harter Winter. Sammelt Holz!" Und sie taten es.

Wenig später kamen Leute aus einem anderen Dorf und baten den Schamanen ebenfalls um Rat für den bevorstehenden Winter. Wieder warf er Knochen, Muscheln und Steine, las im Rauch der verbrannten Kräuter und bekam auch diesmal in seiner Trance keine klare Vorstellung über die bevorstehende Jahreszeit. Auch diesen Leuten empfahl er, viel Holz zu sammeln.

Auch ein drittes Dorf fragt ihn um Rat, mit gleichem Ergebnis.

Da dachte sich der weise Mann: Ich trage eine große Verantwortung für die Leute um mich herum und kann ihnen keine klare Richtung weisen. Ich muss mir an anderer Stelle Hilfe holen. So machte er sich auf und besuchte einen Freund, der in einer wissenschaftlichen Wetterstation arbeitete. Den fragte er nach den Erkenntnissen der Forschung über den bevorstehenden Winter. Sein Kollege studierte noch einmal seine Daten, las intensiv in den Messprotokollen und antwortete ihm dann: "Nach unseren Messungen ist noch unklar, wie der Winter wird. Aber die Indigenen in den Wäldern sammeln unablässig Holz. Es scheint also ein sehr strenger Winter bevorzustehen!"

(Meine Quelle: mündliche Überlieferung)

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Kommentare:

  1. Liebe Ameleo,

    es gibt nicht viel Neues unter der Sonne, nur
    früher wussten wir es nicht.
    Das Grundlegende ist da und bleibt.

    Sonnige Grüße
    Elisabeth

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  2. ameleo hat den teller nicht leergegessen, deswegen regnet es. nun, wenn das der 2. verregnete sommer in folge ist, lach ich nicht mehr.

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