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Mittwoch, 29. August 2012

Gefühlter Herbstanfang

Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. Zumindest ein, zwei Wochen lang ...

Wenn unser Dorffest gelaufen ist, beginnt der Herbst. Gefühlt zumindest. Außerdem hatten wir letzte Woche in unserer Gemüsekiste zum ersten mal wieder einen Kürbis. Auch wenn es heute noch mal richtig schön warm werden soll, passen auch die Temperaturen inzwischen zu meiner ansonsten rein subjektiven Datierung.

Quelle: pixabay
Wirklich nur rein subjektiv? Die Mauersegler scheinen sich schon zum Abflug zu verabreden. Die Himbeeren blühen ein zweites Mal. Erdbeerpflanzen schicken ihre Kräfte in lange Ausläufer. Überall blühen Sonnenblumen. Und bei manchem Laub zeigen sich im Grün bereits erste gelbliche und rötliche Nuancen.

Astronomisch beginnt der Herbst in diesem Jahr am 22. September. Bis dahin sind es also noch gut drei Wochen. Der meteorologische Herbst allerdings beginnt schon Überübermorgen am 1. September. Computer brauchen diese klaren Anfänge am ersten eines Monats, um ihre Berechnungen machen zu können, schreibt Wikipedia. Als drittes gibt es auch noch den phänologischen Kalender, von dem ich am meisten angetan bin und deshalb hier im Blog ja schon das eine oder andere mal geschrieben habe.

Die Phänologie unterscheidet zehn Jahreszeiten anhand von in der Natur beobachtbaren Phänomenen. Sie kennt einen Spätsommer und einen Frühherbst, die durch folgende Beobachtungen gekennzeichnet werden:
Im Spätsommer reifen bereits zahlreiche Früchte wie Frühapfel, Felsenbirne und Frühzwetschge, aber auch die Vogelbeere. Zeitgleich beginnt die Blüte des Heidekrauts und der Herbst-Anemone. Die Getreideernte ist weitgehend abgeschlossen; die zweite Heuernte (Grummet) findet statt.

Zeigerpflanzen für den beginnenden Frühherbst sind schließlich die nun blühende Herbst-Zeitlose sowie die einsetzende Reife von Schwarzem Holunder und Haselnuss. Geerntet werden nun unter anderen Birnen und Zwetschgen. (Quelle: Wikipedia)
Von einem "Beginn der Heideblüte" kann nicht die Rede sein, die steht in voller Pracht. Das Getreide ist abgeerntet. Standorte von Herbstzeitlosen kenne ich nicht. Also: was macht der Holunder? Bei meinem morgendlichen Spaziergang sind mir keine dunklen Beeren aufgefallen, ich habe aber auch nicht bewusst darauf geachtet.

Aber die wunderschönen, zarten, mit glitzerndem Tau bedeckten Spinnennetze sind mir ins Auge gefallen. Also doch noch kein Herbst sondern (ich liebe diesen Ausdruck und die dazugehörende Jahreszeit!):

A l t w e i b e r s o m m e r !


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Kommentare:

  1. Liebe Ameleo,

    auf den Holunder werde ich nun auch achten.

    Sommerliche Grüße

    Elisabeth

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  2. Auf Holunder achte ich auch immer - seine Blüte markiert doch glaube ich den Frühsommer...

    Der phänologische Kalender ist so interessant - und viel aussagekräftiger als die festen Termine!

    Liebe Grüße
    Stephanie

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  3. Bei uns entwickeln sich langsam die Beeren, sind aber noch entfernt von reif.
    Ich mag den Altweibersommer auch sehr.

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