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Freitag, 7. September 2012

Kircheneinheit

Wenn sich das Thema "Ökumene"
die Orte der Praxis
ausweitend
mal wieder
in Überlegungen und Gedanken
in die Öffentlichkeit sprudelt
und sich sofort
evangelische Hardliner
katholische Fundamentalisten
seltsam einmütig
paradoxerweise
sozusagen Arm in Arm
gegen ein Zusammengehen
ihrer Kirchen
aussprechen
weil die Unterschiede
zu groß seien
und man sich deshalb
gar nicht und niemals
einigen könne
und sich dann gegenseitig
ob dieser Einschätzung
über die fehlende Einigkeit
noch mal bestätigend zunicken
ist das dann nicht bereits
eine ziemlich große
Übereinstimmung
eine Art Kircheneinheit
praktizierte Ökumene?
Das haben die
wohl nicht bedacht ...


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Kommentare:

  1. Das spricht mir aus der Seele, liebe Ameleo!

    Manchmal habe ich das Gefühl, dass Gott von Vielen viel zu klein und kleinkariert gedacht wird - und ich finde das traurig, weil es uns um einen großen Reichtum bringt.

    Liebe Grüße
    Martina

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  2. Liebe Ameleo,

    du lenkst immer wieder den Blick auf die Hauptsache.
    Wir dürfen sie nicht aus den Augen verlieren.

    Alles Liebe
    Elisabeth

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  3. Ich schlage die Gründung einer ökumenischen Aktion „Kircheneinheit – nicht mit mir!“ vor. Dort könnte man sich über das Trennende austauschen und entsprechende Texte lesen, sich gemeinsam über die Ökumene und die Spinner, die eine Kircheneinheit wollen, aufregen und das in allen Konfessionen zu wenig ausgeübte Gebet praktizieren.

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  4. Ich weiß nicht. Ich bin ganz ratlos. Ich kann mir das zusammenkommen gar nicht praktisch vorstellen, nur theoretisch (z.B. keine Unterteilung auf der Steuerkarte mehr). Aber was mache ich, wenn ich dann in der Kirche das "Wunderschön prächtige hohe und mächtige... himmlische Frau" schmettern will und die ehemals evangelische neben mir verdreht die Augen und sagt (wie schon oft erlebt): Was soll das? Die ist doch schon lange tot!

    Lach ich, klopf ihr auf die Schulter und sag: Ist alles okay. Du wie du willst und ich wie ich glauben will.

    Vielleicht sehe ich vor lauter Vorurteilen die Möglichkeiten nicht, den Wald vor lauter Bäumen nicht. Natürlich gehe ich zu ökumenischen Andachten, Gottesdiensten und fast alle meine Freunde sind Evangelisch. Aber wir sprechen auch nicht über Glauben. Denn das gäbe Streit. Ist das nicht Friedfertigkeit sondern nur Feigheit?

    Liebe Grüße von Huppicke

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  5. Warum "seltsam einmütig". Jeder der eine Position hat, versteht einen anderen, der auch eine Position hat, auch wenn er diese für falsch hält.
    Den Rest gibt´s hier: Offb 3/15f!

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  6. Wer so über “Ökumene” spricht, wird dem Ernst des Themas nicht gerecht.

    Ökumene ist ein wichtiges Anliegen, das aber durch Ignorieren der unterschiedlichen Erkenntnis der Wahrheit in den verschiedenen Glaubensgemeinschaften nicht erreicht werden kann. Wer das meint, ist naiv und handelt unverantwortlich.

    Um Dialog führen zu können, muss man selbst einen Standpunkt haben. Wer nur die Standpunkte des anderen annimmt, um ihm nicht weh zu tun, der führt keinen Dialog.

    In dem Konzilsdokument Unitatis redintegratio (4) heißt es:
    Dialog sei, wenn “ein jeder die Lehre seiner Gemeinschaft tiefer und genauer erklärt, so daß das Charakteristische daran deutlich hervortritt.”

    Menschen, die einen Standpunkt haben, als “evangelische Hardliner” oder noch schlimmer als “katholische Fundamentalisten” zu beschimpfen ist unzutreffend und auch ungerecht. Das nämlich sind die Leute, die wirklich Dialog führen, und versuchen, durch Argumente (und nicht durch Ignorieren) nach der Wahrheit zu suchen.

    Und in der Tat haben diese treuen Gläubigen mehr miteinander gemeinsam als mit Menschen, die sich ihren Glauben selbst stricken. Erstere lieben nämlich die Wahrheit, Letztere nur den Mainstream. Ökumene, Einheit in der Wahrheit, aber ist nur mit Ersteren zu erreichen.

    Toni

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    1. Das, was ich in den bruchstückhaften Gedanken oben beschreibe, ist das, was mir an den Kommentaren bei "kreuz und quer" aufgefallen ist. Und das ist eben kein Dialog, sondern nur klares voneinander Abgrenzen und auf alten, wenig hilfreichen Positionen (z.B. "heim in die Arme der römisch-katholischen Kirche") zu beharren.

      Es reicht eben nicht, nur den einen Teil aus UR 4 in den Blick zu nehmen und das Eigene zu betonen. Auch wenn unsere rk. Kirche nach ihrem Selbstverständnis davon ausgeht, "mit dem ganzen Reichtum der von Gott geoffenbarten Wahrheit und der Gnadenmittel beschenkt" zu sein, ist ihr laut UR dennoch klar, dass ihr so lange etwas fehlen wird, solange sie nicht mit ihren getrennten Brüdern und Schwestern wieder vereint ist.

      Und gerade bei den von mir benannten "Hardlinern" und "Fundamentalisten" (bezogen auf die Konfessionen sind die Begriffe austauschbar) sehe ich nicht, wie wertschätzend mit der jeweils anderen Kirche umgegangen und sich aufeinanderzu bewegt wird. Aber in diesem trotzigen(?) Beharren auf den eigenen Positionen - das etwas kolossal anderes ist als das von Ihnen erwähnte "einen Standpunkt haben" - sind sich die Verhärteten beider großen Kirchen einig, haben also etwas Verbindendes, eine gemeinsame Linie, die sie allerdings nicht "ökumenisch" nennen. Die Wahrheit lieben sie nur so lange, wie es ihre eigene ist bzw. die, die sie für die ihrer Kirche halten. Dass das hilfreich sein soll für einen Dialog, sehe ich nicht!

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  7. Was ich sehe, ist, dass Sie genauso auf Ihrer Meinung beharren, wie die, die Sie Hardliner und Fundamentalisten nennen. Nur, dass Ihre Meinung nicht der Lehre einer Kirche, jedenfalls nicht der römisch-katholischen, entspricht, wenn ich das richtig sehe.

    Toni

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    1. Und was für Konsequenzen hat das für Sie?

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