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Mittwoch, 19. September 2012

Sicherheitslücke

UPDATE:
Seit heute (21.09.2012) kann ein "kumulatives Update" zur Schließung der hier angesprochenen Sicherheitslücke heruntergeladen werden!

Seit gestern wird vor einer gefährlichen Sicherheitslücke im Internet Explorer gewarnt! Heute kam es sogar in den Nachrichten. Das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) schreibt:
Quelle: pixabay
Um die Schwachstelle auszunutzen reicht es aus, den Internetnutzer auf eine präparierte Webseite zu locken. Beim Anzeigen dieser Webseite kann dann durch Ausnutzen der Schwachstelle beliebiger Code auf dem betroffenen System mit den Rechten des Nutzers ausgeführt werden.
Das BSI empfiehlt daher, aufgrund erwartbarer Großangriffe, einen anderen Browser zu benutzen, bis von Microsoft ein Sicherheitsupdate erstellt ist.

Irgendwann musste ich schon mal auf einen Alternativ-Browser ausweichen, da stellte sich die Frage: Und wie macht man das???

Heute gibt es zum Glück z.B. auf Spiegel online ganz aktuell die Möglichkeit, sich über mögliche Alternativen zu informieren und sie auch gleich ganz unkompliziert herunter zu laden. Es scheint also wirklich ernst zu sein!

Diese Warnung vor möglicher Internet-Kriminalität durch diese Sicherheitslücke ist aber für mich auch eine gute Erinnerung, mal zwischendurch allgemein über die Sicherung meiner Daten nachzudenken. Wann habe ich eigentlich zum letzten mal einer Sicherungskopie aller meiner Daten gemacht? O.k.: läuft! Sind alle Update-Einstellungen noch so, wie ich das will? Überprüft! Wo sind die gespeicherten Bilder bei einem Computerabsturz gesichert? Ist in Arbeit!

Allerdings: Die totale Sicherheit gibt es nicht, wird es auch nie geben. Letzte Woche ist in einem Nachbarort ein Haus ausgebrannt. Den Bewohner_innen ist Gott sei Dank nichts passiert. Aber die Leute stehen vor dem Nichts. Denen nützt auch keine Systemsicherung auf einer externen Festplatte, wenn sie neben dem Computer lag. Vielleicht hatten sie wichtige Dokumente in einem Bankfach gelagert. Dann hilft ihnen das eventuell beim anstehenden Papierkrieg weiter. Aber auch hier: keine absolute Sicherheit! Wurden doch gerade erst in Berlin bei einem Banküberfall auch Schließfächer ausgeraubt.

Für alles mögliche gibt es Versicherungen, um einen Schadensfall möglichst gering zu halten. Und trotzdem: es bleibt ein "Restrisiko". Leben ist immer angreifbar und gefährdet und wird unweigerlich einmal enden, auch mit einer "Lebensversicherung". Wir haben sozusagen eine eingebaute, nicht zu schließende "Sicherheitslücke", die aber gerade unser Leben so kostbar und wertvoll macht.

Es gibt dieses beliebte Gedankenspiel: Was würdest du tun, wenn du heute erfahren würdest, dass du nur noch eine begrenzte Zeit (ein Jahr, einen Monat, eine Woche, einen Tag, eine Stunde) zu leben hast? Ich finde es ein wenig unheimlich, mich damit auseinander zu setzen. Muss ja auch nicht zu häufig sein. Aber vielleicht dient es dazu, den Moment mehr zu schätzen und zu nutzen. Für das, was jetzt wichtig ist.

Aus diesem Blickwinkel kann die ärgerliche Internet-Sicherheitslücke sogar einen Sinn bekommen: um über das nachzudenken, was mir wichtig ist in meinem Leben und wie ich damit umgehen will. Erstmal nur heute.

Creative Commons LizenzvertragFrech.Fromm.Frau. von Ameleo steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Nicht-kommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz.

1 Kommentar:

  1. Liebe Ameleo,

    unser Leben ist und bleibt bedroht. Da gibt es
    keine Versicherungen für.

    Alles Liebe
    Elisabeth

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