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Montag, 15. Oktober 2012

Tagebuchnotizen von Thomas Söding

An der derzeit in Rom stattfindenden Synode nimmt auch der Neutestamentler Thomas Söding teil. Er schreibt zwar kein Blog, veröffentlich aber hier auf der Seite der Ruhr-Uni-Bochum täglich kurze Eindrücke von dem weltweiten Treffen. Hier ein paar kurze Einblicke:
Der fünfte Tag (12. 10. 2012)
Wer ist das Subjekt der Neuevangelisierung?
(...) Wer soll eigentlich die Neuevangelisierung in die Hand nehmen? Dass die Bischöfe das allein nicht können, ist den meisten klar. Ebenso kann es nicht nur die Sache der Kleriker sein. Wer dann?
Drei Antworten kehren immer wieder: die Pfarrei, die Familie, die Katechetinnen und Katecheten. Das sind durchaus traditionelle Antworten, aber sie haben es in sich. (...)

Der sechste Tag (13. 10. 2012)
Wer sind die Adressaten der Neuevangelisierung?
(...) Wesentlich ist die Frage, an wen sich die Neuevangelisierung richtet. Theoretisch ist es klar: an alle Getauften, besonders diejenigen, die den Kontakt zum kirchlichen Leben verloren haben. Sich einzugestehen, dass dies ein weltweit verbreitetes Phänomen ist, fällt nicht ganz leicht. Anzuerkennen, dass die Probleme nicht nur von außen an die Kirche herangetragen werden, sondern zu einem guten Teil hausgemacht sind, ist nicht leichter. (...)

Der siebte Tag (14. 10. 2012)
Wo findet die Neuevangelisierung statt?
(...) Rom selbst ist ein Hauptfeld der Neuevangelisierung. Die Zahl der Kirchgänger war nie besonders hoch. Es gibt viele Arme und ein paar ganz Reiche, die der Evangelisierung besonders bedürfen, wie das heutige Evangelium vom Kamel und Nadelöhr deutlich macht. Wenn Rom ein Paradebeispiel ist für Orte der Neuevangelisierung, dann ist es unangemessen, von einer Wüste zu reden, die dringend des Wassers bedürfte. Im Gegenteil: Das Leben pulsiert. Es ist attraktiv. (...)
Spannende Kurzlektüre!

Mehr Einblicke in das Geschehen auf der Synode gewäht auch Pater Bernd Hagenkord. (Ich sehe grad: der war schneller als ich mit dem Link zu Thomas Söding!)


Creative Commons Lizenzvertrag


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Kommentare:

  1. wie sähe eine synode aus, die rein aus theolgieprofessoren bestünde? oder aus pfarrern? oder aus der basis?

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    1. Rein aus... wär sicher langweilig eine gute Mischung von allen wäre sicher besser.

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  2. Sehe ich so wie Paradise. Treffen nur von Theolog_innen oder Pfarrern oder der Basis gibt es schon. Die Mischung machts. Und daran muss unbedingt noch gearbeitet werden! Zum Beispiel jeweils gleichviele von jeder Sorte. Das wäre eine Synode!

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  3. nur theologen, da würde kaum einer etwas verstehen. nur pfarrer, da bekämen alle sicher depressionen.(stichwort verwaltung). nur die basis...mh..kirche von ganz unten.eine gute mischung,ausgesucht von.. ihr habt die frauen vergessen. oder etwa nicht? im moment sehe ich nur männer. die krone der schöpfung.

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    1. Nur Männer? Die Basis besteht zu 2/3 aus Frauen, in der theologischen Wissenschaft kommen sie auch langsam, aber gewaltig. Stimmt: die Priester wären nur Männer.

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    2. Davon gehe ich doch aus das bei einer guten Mischung eine angemessene Anzahl von Frauen sein werden. Die Basis besteht aus mehr Frauen, siehe die vielen Ministrantinnen und Kommunionhelferinnen.

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  4. Ich verstehe das Problem, denke ich, mal wieder nicht.
    Warum wartet man hier eigentlich immer darauf, dass Die-Da-Oben ins Horn stoßen?
    Irgendwann in den 80igern fand ein Mann in den USA hinter dem Scheibenwischer seines Autos, das auf einem Parkplatz vor einer katholischen Gemeinde stand einen Flyer, der Chick-Traktat-mäßig kein gutes Haar an der katholischen Kirche ließ. Er nahm das Teil mit nach Hause und tippte auf seiner Schreibmaschine eine Verteidigung seines Glaubens, ging zum nächsten Kopie-Shop, vervielfältigte seinen Geschriebenes und Catholic Answers war geboren. Mittlerweile eines der größten Laien-Apostolate im englisch-sprachigem Raum. Dazu brauchte er weder einen Priester noch einen Bischof, die zwar inzwischen ganz angetan von seiner Radiostation und seinen Publikationen sind, aber am Anfang sich herzlich wenig um ihn kümmerten. Warum also ist es für ach so engagierte Katholiken hier zu Lande so wahnsinnig wichtig, dass sie bei einem Konzil mit in der ersten Reihe hocken? Wenn irgendwer was zur Neu-Evangelisierung aus Erfahrung sagen könnte, wäre es wohl doch eher jemand wie Mr. Keating, der das sehr erfolgreich seit Jahrzehnten in USofA macht. Mir fallen ziemlich viele Leute aus USA, Latein-Amerika und auch aus europäischen Nachbarländern ein, die ähnliche Initiativen gestartet haben und erfolgreich sind, nur in Deutschland ist es eher mau. Warum regen sich gerade hier die Laien darüber auf, dass sie nicht "dabei" sein dürfen?

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