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Sonntag, 11. November 2012

St. Martin und die Witwen

St. Martin hat es ins kollektive Bewusstsein breiter Bevölkerungsgruppen geschafft! Auch bei uns gab es letzten Freitag einen ökumenischen Gottesdienst mit Martinsspiel, anschließendem Laternenumzug und obligatorischer Brötchenteilaktion am Ende der Veranstaltung in einer anderen Kirche.

Was sind das für heilige Menschen, an die sich viele Leute immer noch erinnern, auch wenn sie heute mit Kirche nur wenig zu tun haben? Sicher spielt der Konsum eine Rolle: manche Person kann man besser vermarkten als andere. Darum geht es mir aber nicht.
Ich meine Heilige wie: Martin von Tours, Nikolaus, Franz von Assisi, Elisabeth von Thüringen oder Hildegard von Bingen. Wie kommt es, das es auch heute noch einiges an Allgemeinwissen über sie und ihre Legenden gibt, und was fasziniert Menschen an ihnen bis heute? Auch wenn manche von ihnen theologische und/oder mystische Schriften verfasst haben: die sind häufig eher in den Hintergrund gerückt. Mir scheint, was sie wesentlich mehr auszeichnet und zu Vorbildern macht, ist ihr Leben und Handeln.

Sie haben, als es drauf ankam, nicht lange darüber nachgedacht, wie man "richtig" glaubt. Sie haben sich auch nicht von hierarchischen Strukturen übermäßig beeindrucken lassen. Vielmehr haben sie von innen heraus gewusst, was dran war, und so konsequent umgesetzt, was sie vom Evangelium verstanden haben: Hungrige speisen, Nackte bekleiden, Kranke pflegen, Durstigen zu trinken geben, Witwen und Waisen zu ihrem Recht verhelfen.

Sie sind den beiden Witwen ähnlich geworden, von deren Beispiel heute die biblischen Lesungen gesprochen haben: Die Witwe von Sarepta gab von ihrem Mangel an Elia, die andere Witwe im Tempel, alles, was ihre Armut hergab. Ihr Handeln, nicht ihr Glauben (aus Elijas Sicht gehörte die Witwe aus Sarepta gerade nicht dem "richtigen" Glauben an. Der spielt hier aber genauso wie bei dem anderen Text überhaupt keine Rolle!) zeichnet die beiden aus und wird dem der "Schriftgelehrten" gegenüber gestellt . Die geben mehr auf Äußerlichkeiten, wollen sich von der Allgemeinheit abheben und in der Öffentlichkeit bereits an ihrer Kleidung als besonders fromme Menschen erkannt werden. Aus ihrer Überheblichkeit heraus, selbst auf die einzige richtige Weise zu glauben, belasten sie die, die ohnehin schon gebeutelt sind. Sie beten auffällig viel und lange, natürlich gerne in der Öffentlichkeit, und sind schnell bei der Hand wenn es darum geht, andere zu verurteilen.

Mir scheint, in unserer Kirche entwickelt sich zunehmend mehr eine gefährliche Bewegung solcher selbstgerechter "Schriftgelehrten". Dabei besteht die Gefahr zu übersehen, worauf es viel mehr ankommt: nämlich in dem und der anderen, besonders in denen, die von der Gesellschaft und den Besserwissern an den Rand oder hinaus gedrängt werden, Christus selbst zu sehen. Von ihnen gibt es mehr als genug! Sich ihnen zuzuwenden, heißt Gott zu dienen. Und es ist schon eine ziemliche Herausforderung, zum Beispiel hinter dem Gestank fehlender Möglichkeiten zu Körperpflege und einer Alkoholfahne etwas von der Schönheit und Vollkommenheit Gottes zu erahnen!

Was aber nützen unzählige Gebete, Messbesuche und Stunden vor glänzend geputztem Gold, wenn das Handeln nicht stimmt? Ich bin mir sicher: es ist gut und hat seinen Grund, warum die Namen tatkräftiger Heiliger eher im kollektiven Gedächtnis gebleiben sind, als die unbarmherziger Inquisitoren! Auch wenn ich davon überzeugt bin, dass Gerechtigkeit wesentlich zum Wesen Gottes gehört, so glaube trotzdem, dass es letztlich seine Barmherzigkeit ist, die sich im Handeln Jesu zeigte und die wir uns zum Vorbild nehmen sollen. Weil wir selbst zu 100% auf sie vertrauen dürfen!

(Bildquelle: wiki commons)


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Kommentare:

  1. Liebe Ameleo, in unserem (Brennpunkt-) Stadtteil hier gibt es eine Gruppe, die von den beiden Kirchengemeinden (beide eher "progressiv" orientiert) und einem freien Träger der Wohlfahrtpflege initiiert wurde. Jeder darin wendet einmal die Woche Zeit auf für einen "Nachbarn" (im Quartier), der Hilfe, Kontakt, was auch immer braucht - Menschen am Rand halt.

    Ich sage es jetzt mal ausgewiesen als "dekorationsnärrischer" Mitchrist, der feine Liturgie mag mit glänzend geputztem Gold: Obwohl mindestens einmal im Jahr in einer der Kirchengemeinden ein Themengottesdienst zu dieser Sache stattfindet und dort natürlich auch kräftig die Mitmach-Werbetrommel gerührt wird, ist der Anteil an Gemeindemitgliedern, die sich da engagieren, eigentlich gruselig niedrig.

    Und jetzt sage ich es mal ganz böse: Es ist natürlich auch viel angenehmer, einmal im Monat an gleichgesinnte, gewaschene und gebügelte Gutmenschen nach dem Gottesdienst ein Kilo Fairtrade-Kaffee zu verkloppen, als einmal in der Woche einen Menschen zu besuchen, der von Grundsicherung und zwischen Dosenbier lebt.

    Quintessenz: Solche Themen muß man nicht immer auf diese ausgelutschten Kontraste herunterbrechen: Da die von Weihrauch bedröhnten Ignoranten, dort jene Reformchristen, die wissen, worauf es eigentlich ankommt.

    Gute Woche! Andreas

    PS http://prospesalutis.blogspot.de/2012/11/das-habe-ich-nicht-im-lotto-gewonnen.html

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    1. Es steht jeder und jedem frei, sich angesprochen und gemeint zu fühlen.

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    2. es gibt menschen, die essen fair trade und gehen ins pflegeheim. und machen ökumenische gottesdienste mit feiner liturgie, und es gibt kirchen, da fällt wegen geldmangel der putz von den wänden. in einigen berliner bezirken ist das so. st martin hat ja nun das bessere schicksal..nikolaus ist verkannt worden als erziehungshilfe, wie das arme christkind. in berlin gab es gestern eine ganze reihe ökumenischer gottesdienste zum martinstag.

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    3. ich kann das nachvollziehen, was sie bewegt.pro spe. in berlin darf jeder..mundkommunion im knien oder stehen und handkommunion. unsere polnischen und spanischen gemeindemitglieder machen eine kniebeuge und kreuzzeichen..das ist doch alles wunderbar, diese vielfalt..es soll im gottesdienst jeder auf seine eigene seele achten.und nicht richten über andere und deren angeblich falsch und richtig.schwarz-weiß gibt es auf allen seiten..sehe ich aber nur im internet.

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    4. "gleichgesinnte ,gewaschene und gebügelte gutmenschen" versuche ich gerade, mir vorzustellen.gehören wahrscheinlich zu dem, was ein kirchenhasser immer als scheinheilige katholiken, die sonntags ihre teuren klamotten herumtragen, bezeichnet. offensichtlich gibt es gegenden in deutschland, da kann man sich aussuchen, mit wem man zusammen sein will. vor unserer kirche im feinen viertel stehen die obdachlosen und betteln. sobald man u bahn fährt, was ich muss, hat man reihenweise die ungebügelten und welche gesinnung die haben, weiß ich nicht..um sich.ich gehe oft in einer gegend in die kirche, wo man nicht mehr in die kirche geht..vor jedem supermarkt stehen bei uns ,egal wo, die ungebügelten.. oder man wird auf der straße angesprochen. mit anderen worten: in der richtigen gegend hat man alles..ob es nun leichter ist, sich mit seinesgleichen(hab ich nicht) abzugeben..ich glaube nicht. überall gibt es die skala.und, wie gesagt: gott kennt unser herz. fair trade ist schon was, macht auch nicht jeder. lateinamerika freut sich.bio fair trade ist noch näher an der schöpfung.

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  2. Mal Klartext: Was denkst Du, warum ich die Situation der oben benannten Gruppe so gut kenne? Muß ich jetzt noch mehr sagen?

    Und deswegen ärgert mich dieses Schwarz-Weiß-Denken, daß man sehr gerne aus deinem "Lager" auf Brot geschmiert bekommt. Wäre es undenkbar, daß da vielleicht nicht auch eine Portion Selbstgerechtigkeit im Spiel ist? Ferner würde ich Dich gerne auch "schriftgelehrt" ermuntern, Joh 12, 1-8 wieder einmal zu lesen.

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    1. Ich verstehe noch immer nicht, warum du dich vor deinem Hintergrund angegriffen fühlst.

      Angenommen ich nähme den Bibelfight auf, dann würde ich mit Amos 5,21-24 kontern, das in der Einheitsübersetzung mit "Der wahre Gottesdienst" überschrieben ist und Gott sagen lässt: "Ich hasse eure Feste, ich verabscheue sie und kann eure Feiern nicht mehr riechen." Daraufhin könntest du mir Lk 10,38-42 entgegenhalten, die Erzählung von Jesu Besuch bei Maria und Marta. Darauf erwiderte ich mit Mt 25,31-46 (ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben ...) und der zugrundeliegenden Stelle in Jesaja 58. Vielleicht würdest du mir sogar irgendwann in der Diskussion die von Martin Luther den Katholiken seiner Zeit vorgeworfene Werkgerechtigkeit entgegenschleudern und irgendwann würden wir zwar nicht bei Adam und Eva aber bei ihren Söhnen landen.

      Bei all dem käme heraus: das Thema "Welches ist die richtige Art Gott zu verehren?" ist ein urmenschliches. Und wie das Beispiel von Kain und Abel programmatisch zeigt, kann der eifersüchtige Kampf um Gottes Zuwendung tödlich enden.

      Worum es mir in meinem Post geht, ist, dass wir als Christen vermutlich auch heute noch eher dann als beispielhaft wahrgenommen werden, wenn unser Handeln deutlich macht, was wir glauben. Was hinter Kirchenmauer geschieht, interessiert nur, die darinnen sind.

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    2. Pro Spe, die Herzen der Menschen kennt nur Gott. Gut, dass wir ihn haben. Eine schöne Woche wünsche ich. :-)Die Schwarz-Weiß-Malerei hängt wohl damit zusammen, die hat es im Bereich Religion immer schon gegeben, dass man glaubt, es gebe eine Fahrkarte in den Himmel. Mit der richtigen Religion. Dazu zitiere ich den Heiligen Vater Sua Santita Benedetto XVI : "Es gibt soviele Wege zu Gott, wie es Menschen gibt."Nebenbei vergaß ich zu erwähnen, dass ich schon mal ins Pontifikalamt gehe und in lateinische Messen.In Rosenkranzandachten, Anbetung mit Tantum ergo..regelmäßig zu 2 Ordensgemeinschaften und deren Stundengebet. Ich denke, mit Vielfalt tut man sich was Gutes an. Bin ja auch tridentinisch großgeworden.Und kenn die Texte bis heute auswendig.Ignatianische Exerzitien mache ich auch regelmäßig.

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    3. "die armen habt ihr immer unter euch.."sagte jesus angesichts des nardenöl-ärgers. sie hat viel geliebt.das ist das schöne an der bibel, von atheist bis..kann jeder sie benutzen..also warum nicht mal unter euresgleichen (wer ist das?) fair trade verkaufen sonntags?die ungebügelten haben wir immer unter uns.ich habe bei all denen, die unsereinem spaltung vorwerfen(es kann jeder machen, was er will bei mir, aber das ist auch falsch, ich weiß) den eindruck..es schwebt ihnen eine einzige richtung vor. wer da vom rechten weg abkommt, ist des teufels.ich sehe ja nun auch in andere blogs, finde unsere namen wieder...beschwerden, angriffe..,ist das die una sancta, dass man sich mit seiner glaubensweise dann namentlich angegriffen im internet wiederfindet?überhaupt werden in bestimmten kath blogger kreisen zuviele namen genannt und beleidigt.seinesgleichen verunglimpft anderesgleichen?

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    4. Liebe Ameleo, mein Hintergrund ist das eine, ein bestimmtes Argumentationssschema eín anderes. Vieles, was Du schreibst, hat seine Berechtigung, ich finde es nur schade (und eben auch ärgerlich), das es zum Ende hin wieder auf die üblichen Topoi hinausläuft, die mich eben auch betreffen. Mag sein, daß ich überempfindlich reagiere, aber ich stelle bei Diskussionen auf Blogs ebenso wie im persönlichen Gespräch regelmäßig fest, wie solchen Alte-Messe-Molchen wie Meinereiner und Anverwandten mal latent bis recht unverblümt unterstellt wird, wir würden uns auf Nichtigkeiten kaprizieren (Rom, Papst, Liturgie, Dekoration) und hätten das Wesentliche (Arme, Umwelt, Tiere, Frieden usw.) nicht im Blick.

      Am wenigstens mag ichs aus dem Mund von Laientheologen oder kirchlichen Sozialarbeitern weiter, weil ich mir da in so manchem Fall die Bemerkung ohnehin nur schwer vernkneifen kann, daß ich auch mehr Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe üben wollte, würde es mir nach AVR & Co. vergolten (das beziehe ich jetzt nicht auf Dich, sondern auf Menschen, mit denen ich schon persönlich zu tun hatte!).

      Schönen Abend!

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    5. @ Pro Spe Salutis:
      Persönliche Hintergründe finde ich sehr wesentlich, denn Glauben geht nicht ohne Personen, ihr Leben, ihre Geschichte, ihr Engagement. Mir fällt nun mal auf, dass die von dir so genannten "Alte-Messe-Molche" selten oder nie von Erfahrungen und sozialem/diakonischen Engagement sprechen. Wenn überhaupt, dann nur auf etwas krude Weise über "Lebensschutz", was sich in der Regel ausschließlich auf die Abtreibungsdebatte bezieht. Menschen haben aber auch nachgeburtlich ein Recht auf Leben und nicht nur sie.

      Wenn diese Dinge nicht erwähnt werden, gehe ich davon aus, dass sie keine oder nur eine untergeordnete Bedeutung haben oder nicht im Blick sind. Um das Symbol des Kreuzes zu bemühen: die vertikale Ebene, der Blick nach "oben" scheint mir dann überbetont zu werden, die gleichwertige uns miteinander verbindende horizontale in die Gefahr zu geraten, aus dem Blick zu fallen. Wenn die zweite Ebene allerdings eine gleich große Bedeutung haben sollte wie die erste, warum ist davon nichts zu lesen?

      Zum Thema Nächstenliebe auf AVR-Basis: Kann man Liebe kaufen? Jeder Mensch wird merken, wenn keine Leidenschaft hinter einem Handeln steht. Mitmenschlichkeit ist nicht von Geld abhängig, auch wenn ich durchaus für eine angemessene Bezahlung und Anerkennung derer bin, die sich auf besondere Weise für eine solche Arbeit qualifiziert haben. Dazu gehören für mich auch die ihre Zeit schenkenden sog. Ehrenamtlichen!

      (wer stellt hier gerade einen Zusammenhang zwischen "horizontal" und "bezahlter Liebe" her? Ich nicht!!! Aber so zu arbeiten hieße in meinen Augen durchaus, sich zu prostituieren.)

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  3. Liebe Ameleo
    Ein schöner Beitrag von St. Martin. pro spe mich ärgert auch so manche Selbstgerechtigkeit wenn bestimmte Christen denken weil sie katholisch sind haben sie den echten Glauben und andere, vor wiegend Protestanten wird der Glaube abgesprochen. Auch bei den Protestanten gibt es Beichte, Eucharestiefeiern wenn auch nicht in jedem Gottesdienst und Martin Luther war katholischer Mönch und hatte sehr viel für Liturgie übrig in Bildern und Musik.

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  4. Pro Spe..mein Lieblingstext, Joh 12, 1-8.. Das haben wir Katholiken hier in Berlin beim Papstbesuch zitiert..nicht nur gegen die Kirchenhasser.Und die am Straßenrand ,den es im Umkreis der Nuntiatur nicht gibt und die anderen Straßenränder sind mit Abgasen voll und der Papst hatte dermaßen viele Termine hintereinander und Einlass im Olymp war bis 17 Uhr, alle Orte weit auseinander, aber es wurde gemeckert von a l l e n Seiten, Jubelvolk war auch unzufrieden mit dem Riesenschutzaufgebot für den Papst, der in Berlin wie ein hoher Politiker empfangen wurde. Aus gutem Grund abgeschottet. Die Messe im Olympiastadion hat denen nicht gereicht. Also: wo ein Wille ist, zu stänkern, findet man ihn in allen Lagern, gepaart mit Riesenunwissen.Es wurden die beleidigt lautstark, die sich um ihre Gesundheit gebracht haben zum Teil in dem Jahr der Vorbereitung mit Fernsehinterviews und Rechtfertigung. Mit einem neuen Erzbischof, mit dem verstorbenen Kardinal Sterzinsky, das war alles um die Zeit. Und später kam dann von Ultrarechts nicht aus Berlin der Spruch..denkbar schlecht vorbereitet, weil Madam von der Polizei in ihre Schranken gewiesen wurde..dass Pro Spe kämpfen muss, glaube ich. Ich muss auch kämpfen. Fromm katholisch war immer schon mit dämlich gleichgesetzt. Ameleo hat kein Lager, ich weiß es. Ich erlebe sie als ausserordentlich tolerant.Und sie lebt da, wo man sich baldigst Gedanken machen muss, wie man das Volk Gottes noch zusammenbekommt.Diese Probleme haben wir in Berlin nicht. Da sind die 9-10 Prozent Katholiken Exoten, ständig in der Diskussion, Reli Unterricht in Schulen verboten, ausser in kirchlichen, wo aber dann die Eltern auch nix kapieren oft und die Schüler ebensowenig und von Überangebot reden.Denn eigentlich steckt man seine Kinder in kirchliche Schulen, weil sie die besten sind hier.Schulgeld wird notfalls vom Freundeskreis bezahlt.Nicht wegen Kirche. Der Religionsbildungsnotstand ist katastrophal hier auch bei Akademikern. Wir müssen uns alle ökumenisch zusammentun gegen die Übermacht der Kirchenhasser, die Kirche in den Untergrudn drängen wollen. Da haben wir keine Zeit, uns noch miteinander, Katholiken miteinander, zu kloppen.

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  5. Liebe Ameleo,

    zur Zeit geht es hier mal wieder "rund". - Doch auch
    diese Wogen glätten sich.

    Es ist und bleibt schwierig, und das in allen Bereichen.

    Alles Liebe
    Elisabeth

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    1. es geht rund, verglichen mit dem, was in berlin los ist an "religion ist privatsache" und möglichst nicht laut erzählen, dass man katholisch ist..ist das zuckerlecken hier.vielleicht einigt man sich.MC wir haben in der tat haufenweise vorbilder.was ich begrüße, wenn ein pfarrer am anfang des gottesdienstes über die heiligen oder den bekanntesten heiligen des tages redet. wenn bibel erklärt wird..man muss nicht orientierungslos durch die pampa laufen.richtig glaubt, falls das wort nötig ist, wer sich auf den himmel einläßt mit seinem ganzen leben, lustig und traurig, wer sich von gott suchen läßt und gott sucht..enger will ich das nicht fassen. übung macht den meister. ü b u n g. ich weiß es aus erfahrung. und wenn man dann noch einen großartigen religiösen begleiter hat, wie ich, kann es nur aufwärts gehen. (im wahrsten sinne des wortes, zu dir, oh gott, erheben wir..)

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  6. Versuchen wir es mal versöhnlich:
    Man kann beide Aspekte des Christseins nicht gegeneinander ausspielen. Da sind wir uns wohl alle einig. Das richtige Handeln und das richtige Glauben muss vielmehr miteinander Hand in Hand gehen. Und mit der Hl. Schrift, den Heiligen und dem Lehramt haben wir doch alle genug Vorbilder, wie beides zu bewerkstelligen ist.

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  7. Falls es von Interesse ist: aus einer ArbeiterGemeinde mit einem traditionsfreudigen Kaplan sind 2011 198 Katholiken aus der Kirche ausgetreten. In einer anderen Gemeinde im reichen Teil der Stadt gab es 151 Aufrechte, wie sie sich selber nannten. Der schäbige Rest von an die 1500 Gemeindemitgliedern ist entweder inaktiv ,oder in die 3 umliegenden Gemeinden ausgewandert. Geburtstagskinder lassen bestellen, sie wünschen keinen Besuch von der UrsprungsGemeinde.Während die sogenannten Linksgläubigen regen Zulauf haben.

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  8. Durchaus ein interessanter Geschichte. Aber was hat das mit dem Thema zu tun und was soll damit illustiert werden? Das Linksgläubige recht haben, weil sie Zulauf haben und Traditionsgläubige nicht weil es nur wenige sind? Auf der Schiene ließen sich aber dann wieder Gegenbeispiele finden; es brächte also nichts oder nur wenig, so zu argumentieren.

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  9. gerne warte ich auf gegenbeispiele.nein,interessant ist diese "schiene" weniger bei 9 prozent katholiken.sondern sehr dramatisch.die 198 sind ja nichtmals ausgewandert in andere gemeinden, sondern w e g. inzwischen wird gar nicht mehr groß drauf geachtet, wer reinkommt..wer rausgeht, interessiert ja wohl nie und warum, noch weniger. dass beide vertretergruppen sich zurückhalten sollen mit ich habe den rechten glauben.das sage ich hiermit.wer recht hat, wird gott entscheiden. denn er kennt die herzen ,sprich die motive der menschen. letztendlich leben kirchen ja nun doch etwas von der anzahl der gläubigen. es werden kirchen nicht nur dichtgemacht wegen priestermangel.auch wegen gläubigenmangel.sind katholiken der mystische leib christi, ist es um jeden schade, der geht, um jeden, der andere rausekelt, der sich rausgeekelt fühlt. so, nachdem es so wichtig ist: ich bin weder rechts, noch links, habe auch keine zeit, anderen den glauben abzusprechen und frage mich täglich neu, wielange noch für 10 teilnehmer der werktagsgottesdienst in riesenkirchen gemacht wird hier in berlin..nicht nur in unserer gemeinde.d a s ist das problem und nicht die kerzen oder kerzenständer.das feingeputzte, das ich auch liebe, muss nämlich bezahlt werden und das geht hier schon nicht mehr.keine heizung, kein licht..so sehen unsere werktagsmessen aus.

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  10. ICH EMPFEHLE AMELEOS HEUTIGEN BEITRAG: ES IST EIN TEXT AUS DEN INTERNETEXERZITIEN.

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