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Dienstag, 27. November 2012

Wünsche und Bitten im Wandel

Zur Zeit nehme ich ja an den Internetexerzitien der Frauenseelsorge der Bischofskonferenz teil. Daher ist es etwas ruhiger hier auf dem Blog. (Es stehen auch noch Reaktionen auf Kommentare aus.) Das Nachgehen des Exerzitienthemas "Du lebst im Wandel" ist mehr eine innere Bewegung.

Der heutige Impuls enthält einen Abschnitt aus einem Gedicht von Hilde Domin. Ich kannte es schon zuvor und bin immer wieder tief beeindruckt von ihren starken Bildern, die so viel Wahrheit und Lebenswissen ausdrücken. Hier zum Nachlesen und Weiterdenken der ganze Text:

Bitte

Wir werden eingetaucht
und mit den Wassern der Sintflut gewaschen,
wir werden durchnässt
bis auf die Herzhaut.

Der Wunsch nach der Landschaft
diesseits der Tränengrenze
taugt nicht,
der Wunsch, den Blütenfrühling zu halten,
der Wunsch, verschont zu bleiben,
taugt nicht.

Es taugt die Bitte,
dass bei Sonnenaufgang die Taube
den Zweig vom Ölbaum bringe.
Dass die Frucht so bunt wie die Blüte sei,
dass noch die Blätter der Rose am Boden
eine leuchtende Krone bilden.

Und dass wir aus der Flut,
dass wir aus der Löwengrube und dem feurigen Ofen
immer versehrter und immer heiler
stets von neuem
zu uns selbst entlassen werden.

Hilde Domin
(Fundstelle im Netz u.a. hier. Mit Verweis auf biblische Bezugsstellen.)


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1 Kommentar:

  1. Oh ja, Hilde Domin. Und wenn ich dann eine atheistische Dr. der Philosophie höre:..können wir was mit ihr anfangen, nein!..dann sehe ich, es gibt doch einen Unterschied zwischen religiös und..? Genau das, was im Gedicht steht, dachte ich heute, dabei nehme ich an diesen Exerzitien nicht teil, weil ich im Sommer ignatianische gemacht habe.Ich kenn auch dieses Gedicht nicht. Sondern andere von ihr.Der Wunsch, verschont zu bleiben, taugt nicht. Denn wer verschont bleiben will, muss aussteigen.

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