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Mittwoch, 19. Dezember 2012

"Keine Herberge in der Kirche" oder: Was ist Wahrheit?

Erfolglose Herbergssuche 2012? Bei Youtube bin ich auf ein Video gestoßen, dass mich - sensibilisiert durch das so unmittelbar bevorstehende Weihnachtsfest - an die "biblische Herbergssuche" erinnert. Was da in den Krippenspielen manchmal breiten Raum einnimmt, spielt auf den Halbsatz aus dem Lukasevangelium an: "weil in der Herberge kein Platz für sie war" (Lk 2,7b).

Um was nun geht es in besagtem Video? Von Flüchtlingen ist da die Rede, die in einer Wiener Kirche sind, von einem Pfarrer, Joseph Faruggia, der zum Verlassen der Kirche aufruft und die Polizei informiert haben soll, und von einem Caritassprecher, Klaus Schwertner, der zu vermitteln sucht. Schnell entsteht da ein Bild von Flüchtlingen, die ausgerechnet kurz vor Weihnachten, wie damals die heilige Familie, eine Herberge suchen, möglicherweise in einer bedrängenden Notsituation um Kirchenasyl bittet. Aber vielleicht erstmal hier selbst gucken (Video lässt sich leider nicht einbetten).

Das kann doch nicht sein, dachte ich, jetzt im Winter so kurz vor Menschen aus der Kirche zu schmeißen und in die Kälte oder gar die Abschiebung zu treiben!
Dann habe ich nach Hintergrundinformationen gesucht. Und mein Bild von der Situation änderte sich: Ja, es geht um Asylsuchende und ja, sie haben Schutz in einer Kirche gesucht. Aber nein, es geht nicht um Kirchenasyl! Die Betreffenden sind - soweit ich das recherchieren konnte - auch nicht unmittelbar von Abschiebung bedroht. Aber sie sind nicht einverstanden mit ihrer Situation und der österreichischen Asylpolitik. Um auf ihre Situation aufmerksam zu machen, haben sie bereits vor drei Wochen ein Camp in der Nähe der Kirche errichtet. Die Kirche selbst stand ihnen mit offizieller Erlaubnis des Pfarrers offen fürs Gebet.

Die Wienerzeitung erläutert den Hintergrund des Geschehens:
Die Vorgeschichte: Vor drei Wochen waren rund 100 Flüchtlinge etwa 35 Kilometer von der Erstaufnahmestelle in Traiskirchen zu Fuß nach Wien marschiert. Seither hatten im Park vor der Votivkirche einige Dutzend Flüchtlinge für eine Verbesserung ihrer rechtlichen Situation campiert. Da bis zuletzt "nichts passiert" sei, zogen am Dienstag im Laufe des Tages etwa 60 Flüchtlinge und Sympathisanten in die Votivkirche ein. Dort wollten sie sich Gehör verschaffen, aber auch Zuflucht vor Wind und Wetter suchen.
Vermutlich haben die protestierenden Flüchtlinge, genauso wie in Deutschland, eine ziemlich miese Lebenssitution. Sie haben Recht, wenn sie dagegen protestieren. Es ist gut, wenn sie dafür die Unterstützung von Kirche und Caritas bekommen. Und für mich ist es keine Frage, dass ihnen in lebensbedrohlichen Situationen auch Asyl in kirchlichen Räumen gewährt werden muss, Schutz vor Abschiebung in eine möglicherweise tödliche Zukunft. Aber der hier beschriebene Fall liegt offenbar anders.

Wäre ich bei den spärlichen Infos des Videos geblieben, wäre in mir als einer Außenstehenden ein ganz bestimmtes Bild von "Wahrheit" entstanden, denn von den Hintergründen hätte ich nichts erfahren. Das Video manipuliert nicht, zumindest macht es nicht eine solchen Eindruck auf mich. Aber es gibt eben nur einen ganz winzigkleinen Ausschnitt der Wirklichkeit wieder: den Ausschnitt derer, die es produziert haben. Wie hätten wohl die Asylsuchenden ein eigenes Video gemacht aus ihrem Erleben der Situation heraus? Sie erleben eine weitere, ganz eigene "Wahrheit" neben der der Reporter_innen und meinen Eindrücken.

Ein wiederum völlig anderes Bild ergäbe sich aus der Perspektive des Pfarrers, in dem Außenstehende, die nur die Videobilder kennen, zunächst den Buhmann sehen könnten, obwohl er zuvor die Flüchtlinge unterstützt hatte. Noch eine Wahrheit. Eine weitere ergäbe sich aus der Sicht des Caritassprechers. Gibt es in diesem Fall, gibt es überhaupt "die Wahrheit"? Gerade in Konfliktsituationen, eigentlich aber bei jedem Erlebnis gibt es grundverschiedene Sichtweisen, Beurteilungen und Deutungen, die sich sogar gegenseitig ausschließen können. Was ist da "Wahrheit"?

Gerade in der katholischen Kirche wird schnell mit "Wahrheitsansprüchen" um sich geworfen. Das ist für mich in der Regel das Ende jeden Gesprächs. Wer mit "Wahrheit" argumentiert, mit absoluter, "gottgegebener" sogar, verlässt die Ebene des Gesprächs. Sie oder er ist dann aufgrund seines/ihres Tunnelblicks nicht mehr in der Lage, die Vielschichtigkeit von Wirklichkeit zu erkennen, siehe oben genanntes Beispiel von der "Herbergssuche". Wahrheit ist aber nie eindimensional, auch nicht in Glaubensfragen. Wahrheit hat immer eine individuelle Dimension, eine persönliche Sicht auf Gott und die Welt. Nur viele Blicke zusammen ergeben ein, wenn auch immer noch bruchstückhaftes, Mosaikbild.

Situationsbezogen hat auch Jesus auf die Menschen um ihn herum reagiert: Die einen wies er scharf zurecht. Andere hat er aufgerichtet und ihnen ihre Würde zurückgegeben. Dritten hat er mit Bildern und Gleichnissen vom Reich Gottes erzählt. Wenn es für ihn eine "Wahrheit" gab, dann, dass Gott das Leben in all seiner Fülle will. Und dieses Leben ist nun mal ziemlich bunt, facettenreich und vielfältig.

Im oben angesprochenen Fall gibt es übrigens noch eine weitere Sichtweise und "Wahrheit": die der die Flüchtlinge Unterstützenden. Sie berichten in einem Blog aus ihrer Perspektive über das Geschehen. In dem zur Zeit letzten Eintrag heißt es, die Gespräche seien ergebnislos verlaufen, die Flüchtlinge hätten in der Kirche übernachtet und heute gäbe es um 10.30h eine Pressekonferenz. Es bleibt abzuwarten, welches Bild und welche "Wahrheit" daraus in die Öffentlichkeit getragen wird.

UPDATE: zum Stand der Dinge 19.12.2012


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Kommentare:

  1. Ich denke auch das jeder Mensch seine Wahrheit hat, seine Meinung und Wahrnehmung. Jedoch wenn jeder sich dann zurück ziehen würde und Gespräche abbricht würde es nie zu Einigungen und/oder Kompromissen kommen. Manchmal muss man auch unbequemen Wahrheiten ins Auge sehen. Aber vielleicht ist es ja auch das warum es so viele Streitereien gibt.

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    1. Die Gespräche dürfen niemals enden, auch nach Einigungen und Kompromissen nicht. Gerade nach Kompromissen müssen sie weitergehen.

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    2. Ja, eben meine Meinung also ist es doch nicht sinnvoll sich zurück zuziehen und Gespäche abzubrechen, gerade wenn es um Wahrheit geht. Da es eh soviele Wahrheiten gibt und welche ist schon die richtige. Wer kann das entscheiden, niemand ausser Gott.

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    3. Über die Wahrheit an sich (Was ist das?) eben nicht, sondern über die jeweils eigenen Erfahrungen mit dem, was ich persönlich für mich als wahr und tragfähig erfahren habe.

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    4. Ich weiss jetzt nicht sicher ob ich das richtig verstanden habe, meine Erfahrungen was ich persönlich als wahr und tragfähig erfahre das muss oder darf ich doch als meine Meinung weitergeben so lang ich niemand damit angreife und beleidige. Also im Gespräch bleiben und somit auch Kritikfähig zu bleiben. Nur so kann doch Gemeinschaft und Austausch untereinander entstehen.

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  2. bei uns gegenüber(berlin) ist eine evangelische kirche, die seit ewigen zeiten einer flüchtlingsfamilie immer asyl gibt..

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  3. wir hatten ja als berliner das problem auf der straße, was auch nicht genehm war. den kältebus hat die polizei lahmgelegt.die isomatten abgenommen und die zelte.. na, die haben alle entweder den letzten krieg nicht mitgemacht, oder vergessen.nen gottesdienst inmitten der flüchtlinge stelle ich mir gerade vor. wunderbare brotvermehrung und co,,wenn man die dinge nicht aus eigener anschauung kennt, muss man glauben. göttliche wahrheiten sind meiner meinung nach für jeden anders. und nicht übertragbar und aufzwingbar auf den lieben nächsten.wenn gespräche ergebnislos verlaufen, so sagt ignatius von loyola, sollte man drüber schlafen und in jedem fall gott in die mitte bitten.nicht die leichteste übung.

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  4. Es gibt also keine wahren Aussagen, außer dieser:"Die Gespräche dürfen niemals enden, auch nach Einigungen und Kompromissen nicht. Gerade nach Kompromissen müssen sie weitergehen."? Aus der Tatsache, dass wir alle nur in der Lage sind, einen Sachverhalt subjektiv zu betrachten, folgt nicht, das der Sachverhalt objektiv nicht existiert. Es hat auch nicht jeder seine eigene Wahrheit, es hat lediglich jeder seine Ansicht. Das praktische Problem, besteht darin, dass wir in sozialen Systemen zusammen leben und kooperieren müssen,das macht es allerdings erforderlich, dass die am System beteiligten den Funktionszweck und die daraus resultierende Funktionsweise des Systems gut heißen (das wäre dann die systemische Wahrheit). Einfach ausgedrückt: Wer Karnickel nicht mag und werd Vereinsmeierei blöd findet, der hat im Karnickelzüchterverein nichts verloren. Rousseau nannte das "Zivilreligion" und hat erkannt, dass ohne eine solche kein Staat zu machen ist. Er forderte auch einen Bürgerkatechismus, bei uns heißt das heute "freiheitlich demokratische Grundordnung", in Form der Verfassung juristisch operationalisiert. Und wer daran nicht glaubt, sondern seine eigenen Wahrheiten postuliert, der bekommt es mit der Glaubenskongregation, dem Verfassungsschutz zu tun. Das sind weithin akzeptierte Dinge. Ich finde es manchmal irritierend, dass besonders die Menschen, die sich in breiten Bündnissen zu Sitzblockaden und bunten Stadtfesten versammeln, um in pathetischen Reden die aufmarschierenden Zivilketzer rituell und rhethorisch zu ächten, dass diese Leute der Kirche verweigern wollen, was sie selbst tun, und was sie jedem Karnikelzüchterverein zugestehen. Dass es eben Vereinszweck und Vereinssatzung gibt, und dass diese, in diesem sozialen Kontext, die Wahrheit der Vereinsmitglieder darstellt.

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    1. Nun ja, aber jede_r im Kaninchenzuchtverein weiß, dass die Vereins"wahrheiten" vergänglich, veränderbar, verhandelbar sind. So wird es möglich, dass möglicherweise auch Hasenzüchter_innen nach entsprechender Anpassung der Satzung mitmachen können.

      Da gibt es im Bereich der Kirchen durchaus ein anderes Verständnis von "Wahrheit", die als unhinterfragbar, weil "göttlichen Ursprungs", durch die "Tradition" unverfälscht weitergegeben und deshalb als ewig gültig und unveränderbar verstanden wird. Der menschliche und damit vergängliche Anteil wird zu gern immer wieder übersehen. Dieses "Wahrheits"verständnis stelle ich in Frage.

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    2. Ne, dann ist es kein Karnickelzüchterverein mehr. Es wird ewig wahr sein, dass Hasen keine Kaninchen sind, erst recht keine Tauben, Dackel oder Koikarpfen. Und es ist von ewiger Gültigkeit, dass der Verein eine Satzung braucht, nach der die Mitglieder ihr Zusammenleben organisieren, und die auf nicht hinterfragbaren Wahrheiten beruht. Diese Wahrheiten lassen sich nicht beliebig verändern- denn sie sind ja die Funktionsbedingungen dieses konkreten sozialen Systems. Andere Funktionsbedingungen konstituieren auch ein anderes System. Übrigens ignorieren diejenigen die unter Verweis auf die Komplexität der Wirklichkeit solche starren Institutionen und Systeme kritisieren, dass das Kritisierte nur aufgrund dieser Komplexität existiert. Institutionen haben den Sinn, Daseinsbewältigung durch die Reduktion von Komplexität zu vereinfachen. Bei unserem "Verein" kommt erschwerend hinzu, dass er per Satzung auch Tote Mitglieder hat, wer den Vereinszweck ändert, der schließt diese Mitglieder post mortem aus. Unter diesen Umständen kann dieser Verein nicht bestehen, weil niemand mehr die Gewissheit hat, nicht von seinen Urenkeln vor die Tür gesetzt zu werden. Kurz, der gemeinsame Glaube an die Existenz von ewigen Wahrheiten göttlichen Ursprungs ist die Geschäftsgrundlage der Kirche. Ohne diese Geschäftsgrundlage keine Kirche.
      Ich kann ja den modischen Drang des "Alles Hinterfragen, Alles Ausdiskutieren" durchaus verstehen, es ist aber eine unterkomplexe Reaktion auf die Komplexität der sozialen Wirklichkeit. Bzw, wird durch den Verweis auf einen radikalen Individualismus ignoriert, dass ein Individuum nicht ohne sozialen Bezug existiert. Soziale beziehungen brauchen Regeln, die in diesem sozialen Beziehungsgeflecht als wahr gelten, sonst können sich Individuen gar nicht zu einander verhalten. Es können schlicht nicht für jede Einzelsituation Regeln ausgehandelt werden, weil es dann schlichtweg unmöglich ist, gemeinsam zu handeln. In unserem Fall ist dies sehr deutlich: die Kirche existiert in ihrer Sozialgestalt, um den Mitgliedern das gemeinsame Glauben zu ermöglichen. Man kann aber nur gemeinsam Glauben, wenn man das selbe glaubt. Glaubt jeder etwas anderes, dann existiert die Kirche nicht mehr.

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    3. Noch nie haben alle das Gleiche geglaubt, auch wenn es die Kirchenleitung noch so gerne hätte. Und das ist gut so!

      "Bei unserem "Verein" kommt erschwerend hinzu, dass er per Satzung auch Tote Mitglieder hat, wer den Vereinszweck ändert, der schließt diese Mitglieder post mortem aus." Besagt die Satzung nicht aber auch, dass ebenfalls noch Ungeborene dazu gehören und auch solche, von denen wir gar nicht wissen, dass sie dazu gehören?. Ist es dann konsequenterweise nicht als grob fahrlässig zu bezeichnen, dass diese ungefragt vereinnahmt werden? Diese Ausschließerei ist einfach unsinnig. Aber - um auf das Thema des Posts zurückzukommen - sie setzt die Tradition der ihre Türen verschließenden Wirte konsequent fort.

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    4. Eigentlich fängt es da doch an, Sie haben Ihre Ansicht wie hier jeder seine hat. Was also ist Wahrheit, Ansicht oder Erkenntnisse, Erfahrungen und Überzeugungen einzelner oder ganzer Gruppen. Vereinssatzungen können doch keinen Wahrheitsanspruch haben meines erachtens sind das alles nur Standards und Richtlinien an die man sich halten kann. Die dann auch veränderbar sind wenn sich herausstellt das es nicht mehr vereinbar ist. Gemeinsam Glauben kann doch nicht heißen ich muss ganz genau das gleiche Glauben wie mein Nachbar, ich glaube doch nach meinen eigenen Erfahrungen und Erkenntnissen.

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    5. Erst mal Frohe Weihnachten Euch allen! Damit ist auch der Grund für meine verspätete Wortmeldung angegeben, die trotz ihrer Verspätung hoffentlich noch Kenntnisnehmer findet.
      Ameleo, die noch gar nicht geborenen...Deren Vereinnahmung wird gerne im kirchlichen Kontext kritisiert. In allen anderen Bereichen stellt das dann aber kein Problem dar. Als ich geboren wurde, hatte ich schon Gesellschafts- und Generationenverträge unterschrieben. Bevor ich getauft wurde, habe ich verpflichtet Rentenbeiträge zu zahlen und zugestimmt, dass in Zukunft auf dem Boden der FDGO stehen werde. Und den betreffenden Bürgerkatechismus zu beten, hat man mich in zu diesem Zweck existierenden Schulen mit Zwang gelehrt. Das ist insofern banal, aöls dass es gar nicht anders geht. Warum soll ich im kirchlichen Bereich nicht akzeptieren, da also wo ich wenigstens austreten kann?
      Paradise, wewnn es nur um die gemeinsame Aktivität geht, dann mögen Sie recht haben. Wenn es nur darum geht, dass alle an irgendwas glauben, Hauptsache gemeinsam. Das wird aber eine sehr oberflächliche Gemeinschaft bleiben. Eine Art Fußballverein, wo keiner weiß, auf welches Tor es geht, aber Hauptsache wir wollen alle mal den Ball treten. Ich glaube übrigens nicht aus eigenen Erfahrungen, denn ich war gar nicht dabei.

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  5. Gemeinsam Glauben wenn alle das selbe glauben, dass glaub ich wird es nie geben hier auf dieser Erde. Nicht mal die Apostel haben alle das gleiche geglaubt und kein nachfolgender Heiliger. Ebenso wie keiner der Päpste seit dem bestehen der Kirche das gleiche gelaubt hat. Die haben alle nach ihrem Verständnis ihrer Anschauung die Kirchenschriften, Dogmas/kirchlichen Standards verfasst. Bei all der Menge an Kirchenformularen wer kann da schon sagen was wirklich Wahrheit ist? Gibt es eigentlich jemanden der sagen kann er hat alle gelesen? Also wo oder was ist die Wahrheit?

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  6. Thema Kaninchenzuchtverein und co. Es geht hier um den Schöpfer des Lebens, an den Religiöse glauben. Der Vergleich mit Vereinen ist ein Witz.Kirche will kein Verein sein. Auch nicht in Anführungszeichen. Dieser Schöpfer begegnet jedem Menschen nach dessen Möglichkeiten. Dieser Schöpfer wird von Menschen mit ihren sogenannten Wahrheiten definiert..dabei ist er doch unendlich, oder nicht? Den Menschen, die gerne definieren, genügt es nicht, Gott zu definieren, sie wollen auch noch den Menschen definieren. Ganz allmächtig. Gott hat auf seine Allmacht verzichtet, weil er den Menschen frei will. Na, wenn ihm das mal nicht Leid tut.

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    1. Bei dem sicherlich hinkenden Karnickel geht es um die konkrete Sozialgestalt der Kirche. Eine solche hat sie, kein Witz. Da ist sie nichts, als ein weltanschaulicher Verein, der sich aber nicht wie ein solcher verhalten dürfen soll. Leuchtet mir nicht ein.

      Ist also Freiheit das eigentliche christliche Dogma, oder hat Gott noch zur Ausrichtung des verhaltens in Freiheit brauchbares offenbart. Falls es da nichts Konkretes gibt, kann ich auch austreten. Wenn es bei Gott auch nichts wahres gibt, dann brauche ich ihn nicht. Und wenn die Kirche nichts wahres über Gott zu sagen hat, dann ist sie in der Tat nichts anderes als ein Karnickelzüchterverein, dann geht sie über ihre Sozialgestalt nicht hinaus. Sie hat den Menschen dann aber nichts Bedeutenderes mitzuteilen, als ein solcher Verein. Wir könnten den Laden ohne großen Verlust einfach dicht machen.

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