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Dienstag, 11. Dezember 2012

Komm an meinen Küchentisch.

Quelle: Schwabenverlag
Prägende Wüstenerfahrungen des Volkes Israel und heutigen (Frauen-) Alltag brachte der Text in meinem Frauenadventskalender gestern zusammen. "Kann uns denn Gott den Tisch decken in der Wüste?" wird dem murrenden und zweifelnden Volk in Psalm 78 in den Mund gelegt. Daran anknüpfend werden die biblischen Bilder von der "Wüste" und vom "Tisch" in den meditativ-lyrischen Gedanken auf den Familienalltag angewandt.

"Wüste" ist ein schillernder Begriff mit einer vielschichtigen Symbolik. Ausgehend von einer unwirtlichen, lebensfeindlichen Landschaft kann sie auch für innere "Landschaften" stehen. Für eine innere Leere, inneren Hunger und Durst, unerfüllte Sehnsüchte, geistliches Niemandsland.

"Wüsten" kann es auch im Alltag geben, ganz handgreiflich seh- und erlebbar im eigenen Zuhause: wenn sich nach einer
Backorgie oder wegen dem ganz normalen Familienwahnsinn zum Beispiel die Küche vollkommen "verwüstet" präsentiert. Da wird verstehbar, warum in Hochglanz Prospekten von Küchen- "Landschaften" die Rede ist ... (Obwohl die eher einem reichen, aufgeräumten, künstlich angelegten "französischen Garten" gleichen als den vielfältigen wilden "Biotopen" eines normalen Familienlebens!) Wie peinlich, wenn in dieses Chaos einer Küchen- und Wohnungswüste auch noch Besuch herein platzt! Nur allerbesten Freundinnen mag eine das zumuten.

Aber auch diese äußere Küchenwüste, dieses offensichtliche Durcheinander kann wiederum ein Bild sein für mein Inneres. Wie kann ich in meinem Inneren Raum schaffen für Gebet und Gottesbegegnung, wenn dort nur Chaos und Durcheinander herrschen? Doch gerade dort hinein lädt Autorin Martina Kreidler-Kos Gott ein, Platz zu nehmen:
komm setz dich zu mir
mitten im ich weiß nicht wie
mitten im ich schaff das schon
mitten im ich bin gleich da
schieb die kontoauszüge zur seite
das hausaufgabenheft und die
kartoffelschalen

komm zu mir an den küchentisch
zwischen zettelwirtschaft
und betriebsamkeit
setz dich zu mir auf ein gutes wort
einen kaffee und einen langen blick
dann kann ich weiterleben
mittendrin

(Quelle: Frauenadventskalender "Das Leben leuchten lassen", 10. Dezember)
Ein sehr passendes adventliches Gebet! Maranatha, komm! Das mit den zu begradigenden Wegen (durchs Wohnzimmer, dessen Boden mit Spielzeug, Zeitschriften und Geschenkpapierresten geplastert ist) und den abzutragenden Hügeln (aus Wäsche, dreckigem Geschirr, Kartoffelschalen & Co) übe ich dann mit dir zusammen in meiner heimischen Wohnungswüste ...


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1 Kommentar:

  1. Oh, den hatte ich übersehen im Dezember. Das ist ein schöner post für Muttersein, Familienfrau sein als Dienst an Gott.

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