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Donnerstag, 20. Dezember 2012

Merry Birthday!

Scrennshot www.weihnachten-ist-geburtstag.de

"Eigentlich hätten wir auch einen anderen Termin feiern können. Aber dieser hat sich schon herumgesprochen: 24.12." Mit diesen Worten begrüßt die ziemlich beste Weihnachtsseite, die ich kenne, seine Leserinnen und Leser. "Geburtsdatum unbekannt, gefeiert wird trotzdem." steht unten rechts auf der Seite. Damit wird das Thema der Seite, die von der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau erstellt wurde, kurz und knapp umrissen:

 
"Geburtsdatum unbekannt":
Die Hintergründe zur Geburt Jesu, der biblische und historische Background dieser Person werden so sachlich korrekt wie ansprechend unterhaltsam in angenehmer Länge präsentiert.
 
"Gefeiert wird trotzdem":
Rund um Weihnachten haben sich verschiedenste Traditionen entwickelt, vom Adventskranz bis zu den Geschenken. Aber was steckt dahinter und in welchen Zusammenhängen sind uns lieb gewordene Gebräuche und Lieder entstanden? www.weihnachten-ist-geburtstag.de gibt darauf umfassende und fundierte Antworten.
 
Bewusst werden das Feiern eines Geburtstages und die Feier von Weihnachten zusammengebracht und so christliche Traditionen mit allgemeingesellschaftlichen zusammengeführt. Dabei finden die Autorinnen Worte, die nach meinem Eindruck auch kirchlich und christlich eher "Unmusikalische" ansprechen, weil sie an ihre Erfahrungen anknüpfen.
Wie? Weihnachten und Geburtstag zusammen? 
Weihnachten – für die meisten ist das ein Familienfest, an dem es Geschenke gibt, an dem man zusammenkommt, gemeinsam gut isst, feiert. – Und mehr: Das Fest rührt die Herzen an. Es erfüllt jeden mit der stillen Hoffnung, dass das Leben gut wird. Dazu passt auch die Weihnachtsgeschichte, die in der Bibel steht. Sie handelt von einem verletzlichen Baby, gerade erst geboren, noch runzelig und zerknautscht. Es liegt in einer Krippe, aus der sonst Tiere fressen. Jetzt haben die Tiere Platz gemacht für die erschöpfte Maria und den besorgten Josef. Sie sind in Bethlehem, allein und fern von ihrem Zuhause. Und sie hoffen, dass das Leben gut wird. Unter diesen Umständen wird Jesus Christus geboren.   
(...) Was ist an Jesu Geburt so besonders (...)?  
Mit Jesus liegt in der Krippe ein normaler Mensch – und in ihm zugleich auch Gott. Jesus war ein Mensch wie jeder andere. Zugleich ist in ihm Gott selbst Mensch geworden. Daran glauben alle Christinnen und Christen. Gott ist für sie mehr als nur ein Grundprinzip des Lebens oder eine Kraft, die hinter allen Kräften steht. Gott ist der Allmächtige, der Ferne, der Schöpfer des Himmels und der Erde. Und gleichzeitig ist Gott ganz anders, ganz nah. Gott wird verletzlich und bringt sich in Gefahr, indem er in Jesus selbst Geschöpf, Mensch, Mitmensch und Erbarmer wird. Er hilft, tröstet und heilt. Damit gibt er Hoffnung auf ein ganz anderes Leben jenseits von Ungerechtigkeit und Unfrieden, Leiden und Tod. Das ist es, was Christen an Weihnachten feiern – Jahr für Jahr, am Geburtstagsfest Jesu: Gott kommt den Menschen nahe, er ist sogar einer von ihnen geworden. Wenn das kein Grund zum Feiern ist!   
Weihnachten hat, wie das persönliche Geburtstagsfest, einen festen Platz im Jahresverlauf. Doch keines von beiden gleicht den vorangegangen Festen. Denn das Leben schreitet voran. Wie auch der Lauf der Welt. Wir alle wissen es: Je mehr wir erlebt haben, desto weniger steht noch aus. Und die Frage wird drängender, was dann sein wird. Darauf gibt Weihnachten eine Antwort. Es schaut nicht nur auf die Geburt von Jesus und damit auf den Anfang des Lebens, sondern zugleich – mit großer Hoffnung! – auf dessen Ende. Denn erst vom Ende her betrachtet, versteht man, warum die Geburt Jesu Christi so wichtig ist.
Besonders gefällt mir, wie unaufgeregt auf dieser Seite mit gesellschaftlichen Entwicklungen umgegangen wird, wie beispielsweise dem sehr frühen Verkauf vom weihnachtlichen Artikeln schon im Spätsommer. Während anderswo darüber geklagt und gejammert wird, erwähnt diese Seite die Beobachtung, ordnet sie aber unter der Überschrift "Advent ist anders" ganz unaufgeregt in die Geschichte der Entwicklung von Advent und Weihnachten ein: 
Für den Einzelhandel beginnt der Advent schon vor den Herbstferien mit Lebkuchen und Spekulatius, Schokolade und Marzipan. Die Genüsse des Weihnachtsfestes sind schon vorher verfügbar. Einige Menschen warten noch bis Weihnachten, aber seien wir ehrlich: Die meisten naschen schon vorher. 
Erst seit dem 16. Jahrhundert ist Advent im Dezember. Tausend Jahre lang zuvor begann der Advent am Martinstag, also am 11. November. Dann folgte eine 40-tägige Fastenzeit bis zum Epiphaniastag am 6. Januar.
Unendlich vieles gibt es auf dieser Seite zu entdecken, von den Sehnsüchten und Erfahrungen, die in adventlichen und weihnachtlichen Lieder besungen werden über die Entwicklung vom Nikolaus zum Weihnachtsmann, bis zur Frage, wie eine Familie mit Pubertierenden feiern kann.
 
Auch E-Cards ohne "überhöhten Kitsch oder heiligem Ballast" (Maybebop) können von dieser spannenden Seite aus verschickt werden. Am besten gefällt mir die mit dem Spruch, mit dem ich oben begonnen habe. Unbedingt mal rüberklicken!

Quelle
 

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