ACHTUNG: Zur Zeit gibt es bei Blogger Probleme mit dem Internet Explorer. Videos können beispielsweise nicht angesehen und Kommentare nicht abgeschickt werden. Bitte in diesem Fall einen anderen Browser wie z.B. Firefox benutzen!

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Zum Nikolaustag

"Ein neues Weihnachtslied" hat die Gruppe Maybebop in diesem Jahr geschrieben und als Geschenk allen Fans zum Download online gestellt, zum "Hören und selber singen". Das mache ich gerne, immer wieder! An dieser Stelle "schenke" ich es an alle weiter, die hier lesen. Zum Nikolaustag. (Für's Inkaufnehmen von Risiken und Nebenwirkungen ist jede_r selber verantwortlich!)

Quelle: Pixabay
Noch nie hatte ich die Gelegenheit, Maybebop live zu erleben, aber ihre Texte und Melodien faszinieren mich, seit ich ihnen zum ersten Mal begegnet bin. Maybebop beobachten gesellschaftliche, kulturelle und auch religiöse Phänomene sehr genau und schaffen es immer wieder, daraus neue Ohrwürmer zu schaffen. Noch nie zuvor habe ich z.B. das Wort "Exegese" in einem Lied gehört, schon gar nicht in einem Weihnachtslied (was nicht überraschend ist, denn keine kann alle Lieder der Welt kennen). In ihrem neuen Weihnachtslied kommt es gleich zu Anfang vor, samt Inhalten, die es so auch (natürlich sehr verkürzt) jenseits des Universitären in die weite Welt schaffen. Da hüpft mein Theologinnenherz!

Das neue Weihnachtslied gefällt mir sehr, weil es Spannungen zwischen "überhöhtem Kitsch" und "heiligem Balast", die mit Weihnachten verbunden sind, benennt: Die Spannung zwischen den Fakten historisch-kritischer Forschung und dem eigenen Innern, das die in den Geschichten um Jesu Geburt verborgene Wirklichkeit auf der Ebene der Sehnsucht "zweifellos" versteht, dem Kontrast zwischen vermarketetem Kitsch und Pomp und dem "was im Herzen geschieht", dem "Feiern müssen" und der tief erlebten inneren "kindlichen" Freude". Ganz viel Sehnsucht spricht aus den Zeilen des Liedes. So schaffen Maybebop, wonach sie sich sehnen und wovon sie singen: ein Lied zu schaffen, das "ein unfassbares Gefühl in schlichte Worte fasst".

Als besonderes Geschenk können auch die Noten in einem vierstimmigen Satz oder für Solist_innen herunter geladen werden. Wer sich allerdings durch die Beschäftigung mit Ergebnissen der Exegese zu sehr verunsichert oder verärgert weiß, sollte besser andere Weihnachtslieder anhören und singen!

Alle anderen können nun das Lied anklicken, Endlosschleife einschalten und genießen!


Creative Commons LizenzvertragFrech.Fromm.Frau. von Ameleo steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Nicht-kommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz.

Kommentare:

  1. ein wirklich gelungener text. regt zur besinnung an.

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Ameleo,

    danke sehr für diesen klasse Hör-und Sing- und Selber-musizier-Tipp - den habe ich doch gleich weiter geteilt ( z.B. auf Facebook!)

    AntwortenLöschen
  3. Vielen Dank! Wunderschön!

    AntwortenLöschen
  4. Liebe Ameleo,

    ich danke auch für diesen besonders guten Text.

    In lieber Verbundenheit

    Elisabeth

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Elisabeth,

      danke für die Grüße! Deinen Text heute kann ich auch nur weiterempfehlen! (http://elisabethswelt.blogspot.de/2012/12/aufmunterung.html#comment-form)

      Liebe Grüße
      Ameleo

      Löschen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.