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Sonntag, 13. Januar 2013

Jesus: Eingeborener und Herr? - Ein wenig freche Assoziationen.

"... und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn" wird in diesem Monat auf dem Blog "Das Ja der Glaubens" anlässlich des mit zusätzlichem "h" ausgerufenen gleichnamigen Jahres durchdacht und meditiert. Gezielt zu diesem Thema sind erst noch wenige Beiträge dort zu lesen. (Wie wird das jetzt wohl wieder verstanden? Als sachliche Feststellung = so wie es gemeint ist? Als Angriff, weil das ja auch als negative Kritik verstanden werden kann? Oder als Appell, was auch sein Gutes haben könnte?)

Mich reißt dieser Abschnitt des apostolischen Glaubensbekenntnis auch nicht vom Hocker. Die historische Existenz des Jesus von Nazareth kann nicht bestritten werden, zu gut ist sie durch eine Vielzahl biblischer Quellen und auch außerbiblisch belegt. Es steckt eine Menge Auseinandersetzung der jungen Kirche hinter dem unscheinbaren Satz. Dunkel erinnere ich mich an entsprechende Themen der alten Kirchengeschichte. Aber sie berühren mich nicht existenziell, für mein aktuelles Leben sind sie ohne Bedeutung. (Vielleicht zeigt mir ja in diesem Zusammenhang jemand auf, wie sie existentielle Bedeutung bekommen könnten...) Einzig die Worte "eingeboren" und "Herr" scheinen mir ein wenig verlockend für ein paar Gedanken zu sein.


"EINGEBOREN"?

Schnell mal "eingeboren" beim Bibelserver eingegeben. Ernüchternd: in der Einheitsübersetzung gibt es dieses Wort nicht. Dieser Weg der Annäherung scheint also nicht von Erfolg gekrönt zu sein. Also erstmal in die Alltagssprache.

Quelle: Wiki Commons
Bei "eingeboren" assoziiere ich "Eingeborene", und mir kommen alte, sichtbar gestellte Schwarz-weiß-Bilder (in aller Mehrdeutigkeit) in den Sinn: Menschen, mit meist schwarzer oder dunkler Hautfarbe, ein wenig dumm und unterlegen dargestellt, häufig in Demutsgesten. Oder "Häuptlinge" in heute nur noch folkloristisch anmutender und auch so dargestellter Bekleidung. "Eingeborene" stehen für ein dunkles Kapitel europäischer Kolonial- und Missionsgeschichte mit seinem die Angehörigen anderer Kulturen und Religionen abwertenden Menschenbild. Das Wort "Eingeborene" wird deshalb inzwischen zum Glück nicht mehr benutzt.

Auch Tante Wiki P. Dia kennt es nicht und leitet mich weiter. Heute offiziell gebräuchlich ist die Bezeichnung "Indigene" für Menschen und Menschengruppen, die "nach einer international gebräuchlichen Definition marginalisierte Bevölkerungsgruppen, die Nachkommen einer Bevölkerung sind, die vor der Eroberung, Kolonisation oder der Gründung eines Staates durch andere Völker in einer Region lebte, die sich bis heute als eigenständiges Volk verstehen und ihre eigenen sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Institutionen beibehalten haben."

Der Ausdruck "Eingeborene" gilt als veraltet und problematisch, eben weil mit der Kolonialgeschichte verknüpft. Im Glaubensbekenntnis allerdings begegnet mir das Wort regelmäßig wieder. Hat es also vielleicht mehrere Bedeutungen? Ich wende mich noch einmal vertrauensvoll mit dem Wort "eingeboren" an Tante Wiki und gelange auf die Seite der Begriffsdefinition. Dort erfahre ich:
"Das Wort Eingeboren bezeichnet:
- Eingeborene veralteter Begriff für indigene Bevölkerung
- in der Bibel Jesus Christus, siehe Eingeborener Sohn"
Sehr schön: ich werde gleich auf die theologische Seite weitergeleitet. Wo kommt das "eingeboren" im Glaubensbekenntnis also her?
"Eingeborener Sohn ist eine veraltete Übersetzung des griechischen Ausdrucks monogenetos hyios (lat.: unigenitus dei filius) durch Martin Luther"
lese ich da. Soso: der Luther wars! Neue Suche nach "eingeboren" in der Lutherbibel also und siehe da: fünfmal steht da etwas von einem "eingeborenen" Sohn Gottes (Joh 1,14; Joh 1,18; Joh 3,16; Joh 3,18; 1Joh 4,9). Die Einheitsübersetzung benutzt dort immer den Ausdruck des "einzigen" Sohns, die Bibel in gerechter Sprache übersetzt "einziggeborenen" Sohn. Die Einzigartigkeit Jesu soll also betont werden, es gibt nur diesen einen und ganz besonderen. Und der steht in ganz besonderer Beziehung zu Gott.

Keine Ahnung, wie Luther auf "eingeboren" kam und warum es bis heute im Glaubensbekenntnis in deutscher Spreche stehen geblieben ist. Aber es hat für mich einen gewissen Charme: Martin Luther hat in gewisser Weise mitformuliert an dem, was wir da regelmäßig bekennen. Ein wenig Ökumene wird da - kaum beachtet - mit jedem Glaubensbekenntnis in katholische Gotteshäuser geweht!

"Eingeboren" ist also eine veraltete Luther-Übersetzung und ein veralteter Begriff für bestimmte Bevölkerungsgruppen. Wenn ich hinsichtlich der Übersetzungssache einen Sinn erkennen kann, gibt es ihn vielleicht auch in seiner anderen Bedeutung? "Eingeborene" im Sinne von "Indigenen" sind diejenigen, die zu einem Land von seinen Ursprüngen her gehören und denen umgekehrt das Land ursprünglich gehörte - auch wenn Mächtige es ihnen zeitweise oder auf Dauer gewaltsam genommen haben.

In theologischer Sprache sprechen wir nicht von einem "Land" sondern vom "Reich Gottes" und nicht von einer "Bevölkerung" sondern vom "Gottesvolk". Jesus Christus als denjenigen zu verstehen, der von Anfang an, theologisch: "vor allen Zeiten", im "Reich Gottes" zu Hause war und ist, als "Eingeborener", "Ureinwohner", "Indigener": warum nicht? Und wie oft wurde versucht, dieses "Land" einzunehmen, für die Sache von "Mächtigen" zu verzwecken? Wie ohnmächtig war er bei seiner durch Kungelei, Aufwiegelung und menschliche Schwäche verursachten ungerechten Verurteilung und Hinrichtung? Da sehe ich durchaus Parallelen zur Kolonialgeschichte!

Auch nimmt "eingeboren" so verstanden nach meinem Dafürhalten nichts von der Einzigartigkeit Jesu, die mit diesem Wörtchen eigentlich ausgedrückt werden soll! Wohl aber wird mit einer solchen Deutung die Rede vom "eingeborenen Sohn" an menschliche Geschichte und Erfahrungen angebunden, bekommt eine "Be-deutung".


"HERR"?

Es gibt ein Ungleichgewicht in der deutschen Sprache, an die mich die Benutzung des Wortes "Herr" immer erinnert. In der Regel sprechen wir von: Herrn X und Frau Y. Sprachlich auf gleicher Ebene gehört zur "Frau" jedoch der "Mann" und zum "Herrn" die "Dame". Mit "dem Herrn" und "der Dame" werden Einfluss, Würde und Achtung verbunden. Es ist eine sehr höfliche (höfische?), positiv wertende Ausdrucksweise.

"Der Mann" und "die Frau" transportieren so etwas nicht. Die Begriffe sind neutraler, wertfrei. Beim Wortpaar "Herr und Frau XY" wird "er" mit einer positiven Wertung bedacht, "sie" hingegen nicht. Immer noch gibt es auf sprachlicher Ebene an dieser Stelle keine Gleichwertigkeit. Mir sind auch keine zufriedenstellenden Alternativen zu diesen Sprechweise bekannt, leider.

Natürlich weiß ich, dass die Rede von Jesus als dem "Herrn" über verschiedene Übersetzungen auf das Ersatzwort "Adonai" zurückgeht, weil in der jüdischen Tradition aus Erfurcht vor Gott der Name JHWH nicht ausgesprochen wird. "Der Herr" war und ist also eigentlich ein Gottesname. Aber Jesus Christus hat doch einen eigenen Namen! Und mit dem Zusatz "Christus" ist doch auch bereits seine besondere, einzigartige Würde ausgedrückt! Wozu da noch das "Herr"?

Was wäre, würde das "Jesus Christus, unsern Herrn" durch "Jesus Christus, unsern Mann" übersetzt? Zugegeben, das klingt ein wenig kumpelhaft. Trotzdem drückt diese Rede zugleich und gleichzeitig auch Achtung und Nähe aus. Jemand ist "unser Mann": d.h.: jemand, mit dem sich eine Personengruppe identifizieren kann, auf den sie stolz ist, dem sie Respekt zollt, ihm Autorität zugesteht und zu dem sie in gewisser Weise - freiwillig - aufschaut. Zu Jesus Christus zu sagen: "Du bist unser Mann!" würde ihn näher an uns Menschen holen, betonen, dass er auch so ist wie wir. Es würde aber nach wie vor ein Vertrauen zu ihm beinhalten und eine respektvolle Anerkennung seiner Autorität. Manche wollen das nicht. Manchen ist ein ferner Jesus Christus, ein distanzierterer "Herr Jesus Christus" wichtiger. Mir nicht unbedingt.


JESUS CHRISTUS, UNSER MANN: EIN MACHTVOLLER INDIGENER DES GOTTESREICHS

"Jesus Christus, unser Mann" ist mächtig und ohnmächtig zugleich: Freiwillig hat er auf seine Macht am Kreuz verzichtet und wurde so in seiner Ohnmacht zu einer Identifikationsfigur für die ebenfalls Ohnmächtigen und Schwachen, auch für die, die sich inzwischen mit neuem Selbstbewusstsein nicht mehr als "Eingeborene" sondern als "Indigene" verstehen.

Als einziger, einmaliger Sohn Gottes erweist er sich gleichzeitig als machtvoll, indem er die Mächtigen vom Thron stürzt und die Niedrigen erhöht, sich so einsetzt für die Leidenden und Schwachen, sein Volk und sein Reich, das konfessionelle Grenzen weit überschreitet.

Als "Herr" wurde er früh angeredet, als ein solcher sich gebärdet hat er nie. (und irgendwie versagt meine Phantasie bei dem Versuch, ihn mir als "Herrn" mit Anzug und Krawatte vorzustellen...) Aber wem es in der Beziehung zu Jesus Christus nutzt: warum nicht? Nur wenn sich daraus "Herr"schaftsansprüche ableiten, denen sich andere unterordnen sollen, wird es problematisch.

So werden diese Gedanken zu dem "Eingeborenen", der "unser Mann" ist, zumindest die nächste Zeit mein Sprechen des Glaubensbekenntnisses begleiten. Und wer jetzt findet, diese Gedanken seien ziemlich frech und abgedreht: davor hatte ich ja bereits in der Überschrift gewarnt! Darüber zu schmunzeln und zu grinsen ist ebenso möglich, wie sich darüber schwarz(!) zu ärgern ...


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Kommentare:

  1. Der arme liebe Gott. Was hat er verbrochen, dass man ihn immer wieder n i c h t versteht? Wieviele eingeborene Söhne und Töchter muss er noch in die Welt schicken, bis dass sie nicht umgebracht, oder verlacht, oder gejagt werden?Oder heiliggesprochen und dann für die Zwecke der Frommen benutzt werden. Sprich: Wünsche erfüllen. Ich halt mich draus.Selbst der simple Spruch, Wer liebt, ist aus Gott, denn Gott ist die Liebe-nützt nullkommanull-denn auch über die Liebe gibt es Bücher, Filme, kein Wort wird so sehr mißbraucht wie dieses. Gott ist Liebe, Gott wird mißbraucht. Hat er sich vertan, als er den Menschen schuf? Amen.

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  2. Liebe Dame Ameleo,
    vielen Dank für diese eigenwillige und originelle Christologie.

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  3. Armand, eigenwillig hört sich etwas bös an.Ameleo: ich habe in meiner Umgebung den einen oder anderen Katholiken, der "Herr" sagt. "Herr" hat eine Menge Vorteile.Da hat man was in der Hand.Bei "Gott" gibt es schon wieder Probleme mit dem bestimmten Artikel und irgendwie..Unsicherheiten.

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    1. Danke für die gut gemeinte Unterstützung. Aber Armand darf das!

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  4. Gut, Ameleo. Ich darf Dir dann einen Katechismus schenken zum Geburtstag ,oder besser den YouKat, der istleichter zu verstehen. Da sind all Deine Fragen beantwortet.

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  5. Meint "eingeboren" nicht einfach das, was schon der vorpaulinische (um 40 n.Chr.?!) Philipperhymnus ganz zu Beginn der Jesusbewegung formulierte? Gott hat sich in die Welt hinein geboren

    "Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht: Er war Gott
    gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und
    den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod,
    bis zum Tod am Kreuz. Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als
    alle Namen, damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu
    und jeder Mund bekennt: "Jesus Christus ist der Herr" - zur Ehre Gottes, des Vaters."

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    1. Danke! Damit kann ich eine Menge anfangen!

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    2. @Schnitzler
      Das wäre ein Missverständnis, "eingeborener (einziggezeugter) Sohn des Vaters" im Credo meint etwas ganz anderes, nämlich die Beziehung zwischen Gott Vater und Gott Sohn in der Heiligsten Dreifaltigkeit:

      Wenn wir also von “Jesus Christus, Gottes eingeborenem Sohn” sprechen, so bezieht sich diese Geburt nicht auf das Eintreten des Gottessohnes in die Zeit, das “zur Welt kommen“ des Wortes, sondern es ist vielmehr das Bekenntnis, dass Jesus Christus “Sohn Gottes ist und wahrer Gott, wie es der Vater ist, der ihn von Ewigkeit gezeugt hat.“ (Cat. Rom. I.,3,8).

      Wir stehen bei dieser Berachtung sozusagen außerhalb aller Schöpfung und tun einen Blick in die Ewigkeit – auf das, was Gott uns über sich geoffenbart hat..

      Dass Gott Mensch wurde, geboren, quasi in einer zweiten Geburt, aus Maria, der Jungfrau und so aus der Ewigkeit in die Zeit und in die menschliche Geschichte eingetreten ist, das bekennen wir erst im weiteren Verlauf des Credos…

      http://www.das-ja-des-glaubens.de/?p=649

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    3. Danke für die Korrektur! Ich hatte tatsächlich den zweiten Schritt des "in die Welt geboren werden" schon mit gedacht, weil beide Elemente auch schon im sehr frühen Philipperhmnus enthalten sind; er war Gott gleich und entäußerte sich.

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  6. Volker Schnitzler14. Januar 2013 um 23:37

    Der Philipperhymnus greift wahrscheinlich auf das Buch der Sprüche zurück. Im Sprüchebuch kommt der Weisheit (sophia) die Rolle einer Schöpfungsmittlerin zu. Dies zeigt beispielsweise die Stelle Weish 7,12, wo es heißt: "Sie ist die Schöpferin aller Dinge." Ähnlich heißt es in 7,21b: "Mich hat die Weisheit belehrt, die alles geschaffen hat." Die Sophia ist eine präexistentes Wesen, das von Anfang an Gott bei Gott ist. Hans Windisch hat diese Erkenntnis in der These zusammenfassend formuliert: „Der präexistente Christus des Neuen Testaments, insbesondere des Paulus, ist die göttliche Weisheit der Juden. Da das Denken des messiasgläubigen Rabbinen Saul von Tarsos doch vornehmlich durch Bibelexegese genährt ist, so muss auch für seinen Glauben an die vorzeitliche Existenz des Herrn Jesus zunächst ein biblischer Grund gesucht werden. Diese biblische Bezeugung der Präexistenz eines neben Gott in ähnlicher Macht und Würde waltenden Wesens war (abgesehen von Dan. 7 und Ps. 110,3) allein in der Weisheitslehre zu finden. Der entscheidende Vorgang bei der Vergottung Jesu war also die Identifizierung des Herrn und Messias mit der biblischen Weisheit“.

    Das müsste doch auf diesem Blog auf fruchtbaren Boden fallen ;-)

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  7. Wie erleben die werten Anwesenden das Jahr des Glaubens? Ich sehe das Jahr des Katechismus. Das Jahr der weiteren Definitionen und das Jahr der immer noch unbewältigten großen KirchenProbleme. Das Jahr der Schuldzuweisungen. Kirche von unten, Kirche nebeneinander her, miteinander keine Ahnung, Kirche vertikal. Kirche "Was muss Kirche tun, damit es m i r gutgeht."Kirche Basis und Amt des Ausgrenzens. Dumm ,wie ich bin, habe ich etwas anders erwartet. Jahr mit Gott.Und der Herr blicket stumm, auf der ganzen Weltherum. Spätestens an all diesen ungelösten Quadraturen der Kreise erkenne ich, wie machtlos Gott ist.Er kann den Menschen nicht nur Liebe nicht eintrichtern, auch Erkenntnis nicht.

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  8. "Frau" kommt übrigens - wie du aber vermutlich selbst weißt - von Frouwe und heißt ursprünglich "Herrin". "Herr und Frau X" stehen also auf gleicher Ebene. Deshalb ja auch die "Frauenkirchen" in München und Dresden oder die "Münster Unsrer Lieben Frau" etc. Das heutige Wort "Frau" hat das Wort "Weib" verdrängt, auch im Ave Maria: "gebedeit bist du unter den Weibern".

    Frech.Fromm.Frau heißt also eigentlich Frech.Fromm.Herrin ;-)

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    1. "Herrin" geht ja gar nicht! Warum einen männlichen Begriff feminisieren, wenns dafür bereits ein weibliches Pendant gibt?

      Das "Herr und Frau X" auf gleicher Ebene stehen, stimmt dennoch nicht. Wie wird in der Tagesschau und anderswo begrüßt: "Guten Abend, meine Damen und Herren!" oder beim Schriftverkehr an unbekannte Personen! Der Sprachgebrauch nutzt diese Redewendung, wenn Wertschätzung und Achtung ausgedrückt werden. Nur nicht sonst im Alltag. Da gibt es dieses Gefälle.

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  9. die herrin damals war dennoch unter dem herrn von damals. gebenedeit unter den frauen heißt es inzwischen.letztendlich sagen wir du zum herrn gott, was ja auch nicht passt.

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