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Mittwoch, 2. Januar 2013

Kleine Idee fürs neue Jahr

Zu Weihnachten habe ich ein kleines Säckchen mit Bohnen geschenkt bekommen. Dazu gehörte ein Brief mit einer Geschichte. Weil sie mir so gut gefällt, möchte ich sie gerne weiterschenken.
Es war einmal ein Mann, der steckte jeden Morgen eine Handvoll Bohnen in seine rechte Hosentasche. Immer wenn er während des Tages etwas Schönes erlebte, wenn ihm etwas Freude bereitete oder wenn er einen Glücksmoment empfunden hatte, nahm er eine Bohne aus der rechten Hosentasche und gab sie in die linke.


Am Anfang kam das nicht so oft vor. Aber von Tag zu Tag wurden es mehr Bohnen, die den Weg von der rechten in die linke Hosentasche fanden. Der Duft der frischen Morgenluft, der Gesang der Amsel auf dem Dachfirst, das Lachen seiner Kinder, das nette Gespräch mit seinem Nachbarn – für jede positive Kleinigkeit, die er tagsüber erlebte, für alles, was ihn erfreute, ließ er eine Bohne von der rechten in die linke Hosentasche wandern. Manchmal waren es gleich zwei oder drei.

Bevor er am Abend zu Bett ging, zählte er die Bohnen in seiner linken Hosentasche. Und bei jeder Bohne konnte er sich an das positive Erlebnis erinnern. Zufrieden und glücklich schlief er ein. Auch wenn er nur eine Bohne in seiner rechten Hosentasche fand: der Tag hatte sich zu leben gelohnt!
Vom Schenkenden wurde ich gefragt, ob die Bohnen denn für meine Familie reichen würden. Da habe ich mir lieber noch einige mehr geben lassen. Ein paar Bohnen trage ich nun in meiner Hosentasche und lasse sie fleißig von rechts nach links wandern, immer wenn ich mich über etwas freue.

Vielleicht ist das ja auch eine Idee für den einen Leser oder die andere Leserin. Es müssen ja keine Bohnen sein, die da in den Taschen warten. Obwohl mir ihre Lebendigkeit und Keimfähigkeit gerade so gut gefällt. Aber Perlen, als Zeichen für etwas Kostbares, könnte ich mir ebenfalls vorstellen oder was auch immer. Viel Freude beim Sammeln und Erinnern!


Creative Commons LizenzvertragFrech.Fromm.Frau. von Ameleo steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Nicht-kommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz.

Kommentare:

  1. Ja, Ameleo.Schöne Geschichte. In diesem Sinne hat Ignatius von Loyola den abendlichen Rückblick auf den Tag verstanden. Die Bohnen oder Perlen oder Kieselsteine können beim Erinnern helfen. Was gut war und schön, dafür bedankt man sich bei Gott, was unangenehm war, kann man auch erinnern, das nimmt man sich für den nächsten oder übernächsten Tag vor. Und mir geht es oft so, dass Ereignisse, die ich tagsüber als unangenehm bezeichnet habe, abends bei der Rückbesinnung in einem klareren Licht dastehen.

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  2. Eine wundervolle Idee. Danke fürs teilen.

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