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Donnerstag, 24. Januar 2013

Licht der Welt

Heute vor einem Monat war Heiligabend. Das Licht, das in die Welt kam, das die verschiedensten Finsternisse erhellt, wurde besungen und gepriesen, mitten in den dunkelsten Tagen des Jahres.

Jetzt ist Januar. Auch wenn dieser Monat erst mit winzigen Momenten von Sonne und blauem Himmel besprenkelt ist, wird so langsam spürbar: die Tage werden länger, die Helligkeit nimmt trotz dicker Wolkendecke zu. Aber selbst innerhalb Deutschlands gibt es Unterschiede: die Tage im Norden sind noch kürzer als die im Süden.

In Zahlen:
Am 24. Dezember ging in Flensburg an der deutsch-dänischen Grenze die Sonne um 08.45h auf und um 15.59h unter. Der Tag dauerte demnach 7 Stunden und 14 Minuten. In München ging am Heiligabend die Sonne bereits um 08.02h auf und erst um 16.24h unter. Mit 8 Stunden und 22 Minuten war der Bayerische Tag mehr als eine Stunde länger als der in Schleswig-Holstein.

Heute, am 24. Januar, ist der Norddeutsche Tag mit 8 Stunden und 19 Minuten schon etwas mehr eine Stunde länger als noch vor einem Monat (Flensburg: SA 08.25h, SU 16.44h), hat aber noch nicht ganz die Tageslänge des Bayerischen Heiligabends erreicht. In München dagegen dauert die helle Zeit jetzt schon 9 Stunden und 10 Minuten (SA 07.51, SU 17.01h), ist damit aber innerhalb des zurückliegenden Monats nur um etwa 50 Minuten länger geworden. Die Differenz der Tageslängen hat sich also ein wenig verringert.

Bis etwa Mitte März werden sich die nord- und süddeutschen Tage von ihrer Länge her angeglichen haben, dann zieht der Norden mit immer längeren Tagen und kürzeren Sommernächten am Süden vorbei, bis rund um den 21. Juni die längsten Tage des Jahres im Norden 17 Stunden und 18 Minuten (Flensburg: SA 04.45h, SU 22.03h), im Süden 16 Stunden und 3 Minuten (München: SA 05.14h, SU 21.17h) dauern werden.

Für mich ist es jedes Jahr wieder faszinierend zu sehen, wie von dem an den dunklesten Tagen des Jahres besungenen Licht der Welt mit etwas Geduld und offenen Augen im Alltagsleben etwas zu spüren ist - anhand der länger und heller werdenden Tage. Damit ist natürlich nicht umfassend erfasst, was es mit diesem "Licht der Welt" auf sich hat. Aber der uns umgebende Alltag verweist wie eine Ikone auf eine besondere Dimension unseres Lebens und bekommt aus dieser Perspektive selber eine neue Tiefe. Eine immer wieder ergreifende Erfahrung!


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