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Samstag, 27. Juli 2013

Umarmungen

Elsa schrieb vorgestern in ihrem Blog ein paar Zeilen, die mich berührt haben und seitdem bewegen. Papst Franziskus umschrieb sie mit den Worten: "Der die anderen umarmt." Und ihr eigenes Empfinden verglich sie mit dem des älteren Sohnes aus Jesu Gleichnis vom barmherzigen Vater, für den kein großes Fest gegeben wird. (UPDATE: Link inzwischen leider nicht mehr öffentlich oder überhaupt nicht mehr? erreichbar.)

Neben dem Angerührtsein von diesen Gedanken dachte ich ähnlich, wie es auch später in einem Kommentar stand, dass es für uns, die wir nicht zu den von Franziskus umarmten Armen, Knackis und Drogensüchtigen gehören, vermutlich nicht darum gehen kann, auch auf eine "Umarmung" zu warten, sondern es ihm gleich zu tun und ebenfalls auf die Ausgegrenzten, die am Rand der Gesellschaft Stehenden zuzugehen und "in unsere Arme zu schließen".

Dieser Eindruck, nicht im Blick zu sein und daher zu kurz zu kommen, ist so alt wie die Menschheit selbst. Der ältere Sohn reagiert mit seiner Unmutsäußerung dabei schon überaus reflektiert und vernünftig. Dass es leider auch ganz anders gehen kann und geht, umschreibt die Erzählung von Kain und Abel: Aus Ärger darüber, anscheinend nicht von Gott gesehen zu werden, aus dem Gefühl heraus, weniger wichtig und weniger geliebt zu sein, handelt Kain erschreckend brutal und erschlägt seinen Bruder Abel. Der Eindruck, zu wenig Aufmerksamkeit von einer wichtigen Person zu bekommen, kann Menschen so in Rage bringen, dass sie schlimme Dinge tun. Eltern mehrerer Kinder kennen das ebenfalls aus Erfahrung.

Ich hoffe, dass all diejenigen, die sich als von Papst Franziskus zur Zeit nicht oder nicht ausreichend in den Blick genommen empfinden, weil sie eben stark genug wären und sind, nicht nur für sich selbst zu sorgen, sondern darüber hinaus auch noch für andere, nicht in diese Eifersuchtsfalle tappen mit ihren möglichen schlimmen Konsequenzen, sondern vielmehr in seine Fußstapfen treten, die ja wiederum einem anderen folgen, der ebenfalls die am Rande im Blick hatte.

Als Erwachsene, auch im Glauben, brauche ich natürlich auch zeitweise und freue ich mich über eine "Umarmung", Anerkennung, Zuwendung von "Vätern" oder "Müttern". Aber ich bin davon nicht mehr so abhängig wie als ein kleines Kind. Auch habe ich bestenfalls gelernt, wenn ich es brauche oder weil es einfach gut tut, mich statt von "Eltern" von "Schwestern" und "Brüdern" "umarmen" zu lassen und sie zu "umarmen". Und ich bin darüber hinaus in der Lage, mir auch selbst Gutes zu tun, mich selber zu "in den Arm zu nehmen". Denn als Glaubende weiß ich bestenfalls darum, dass ich niemals aus dem Blick dessen gerate, der die ganze Welt umarmt und in seinen Händen hält. Auch wenn ich das nicht immer und sofort spüre.

Auf diesem Blog mehr zum Thema "Umarmungen" hier und im weiteren Sinn auch hier. Jeweils mit Video.

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1 Kommentar:

  1. Liebe Ameleo,

    das sind gute Anregungen. für die ich vielmals
    danke.

    Sonnige Grüße
    Elisabeth

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