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Donnerstag, 12. Dezember 2013

12. Dezember: gWundrig auf das Dahinter

Heute mal wieder ein origineller Adventskalender, der mir sehr gut gefällt! Gwundrig? Das kommt aus dem Schwyzerdütschen und bedeutet "neugierig". (guckst du hier) Allein dies Wort macht eine_n schon zu dem, was es bedeutet. Und dann noch ein Adventskalender aus der "Fachstelle katholische Dienste basel/land" unter dieser Überschrift! Die Fachstelle beschreibt ihre Visionen und Ziele wie folgt:
Diesen Hintergrund zu wissen, finde ich wichtig für das Verständnis des dort veröffentlichten Adventskalenders. Denn wer ihn möglicherweise anstößig findet, sollte überlegen, ob er oder sie zu denen gehört, die mit ihm angesprochen werden sollen.

Im Zentrum der 24 Türchen steht ein Bild:
Ein Marienbild aus feministisch-theologischen Studierendenkreisen lädt zum Nachdenken und Schmunzeln ein. 
Es machte uns gwundrig, was Menschen des öffentlichen und kirchlichen Lebens der Region Basel\land wohl dahinter sehen.
Maria mit entblößtem Babybauch und Details, die an manchen eher peinlichen öffentlichen Auftritt von weiblichen Stars und Sternchen erinnern: so ein Bild mag für manche pietätlos sein. Ich empfinde es nicht so, eher überraschend, weil ungewöhnlich, irritierend, auch ambivalent, weil ich so viel eigentlich gar nicht wirklich sehen will, aber auch im Alltag immer wieder mit solchen Bildern konfrontiert werde.

Screenshot
Mit 24 Personen hat Anne Jablonowski über das Bild gesprochen und daraus kurze Filme gestaltet. Darunter sind z.B. eine Polizistin, ein Jugendarbeiter, eine Marktfrau und ein Geschäftsmann. Über ihre Erfahrungen damit berichtet sie hier. Die Gedanken in den kleinen Videos sind witzig, frech, originell, zum Nachdenken anregend und herausfordernd, das eigene Marienbild und die eigenen Vorstellungen von Advent und Weihnachten zu überdenken. Hier geht es um keine "Himmelskönigin!

Für mich gehört dieser Adventskalender zu den interessantesten, die ich aus dem katholischen Bereich gefunden habe. Ich finde ihn sehr innovativ und inspirierend! Wer allerdings in seinen/ihren religiösen Gefühlen sehr leicht verletzbar ist oder sich schnell ärgert, sollte sich diesen Kalender mit seinen Videos nicht anschauen. Er wird ihn oder sie nur zu abwertenden Äußerungen verführen. Alle aber, die Spaß an Neuem, auch mal Provokanten haben, werden dort mit spannenden Ideen und Gedanken beschenkt werden! Ein Einführungstrailer zur Serie findet hier, sollten sich die "Türchen" nach dem Advent auf der Seite nicht mehr öffnen lassen, sind sie bei YouTube zu finden.

(Ich wette drum, dass die meisten Leser und Leserinnen so gwundrig sind, dass sie trotzdem zu diesem speziellen Adventskalender rüber klicken werden ...)


Creative Commons LizenzvertragFrech.Fromm.Frau. von Ameleo steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Nicht-kommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz.

Kommentare:

  1. Liebe Ameleo,

    der Adventskalender ist wirklich schön gemacht, sehr spannend, sehr abewchslungsreich, offen, Perspektivenreich... wunderschön ! Danke fürs "Finden" und teilen !

    Herzliche Grüsse

    Regina

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  2. Tja, das gibt Denkanstöße! :-) Ich musste ein Türchen gleich nochmal angucken, weil ich den Inhalt nicht mitbekam. Ich fragte mich die ganze Zeit, warum mich die Brüste der Muttergottes so stören und der Bauch überhaupt nicht. Warum kann ich mir milchspendende Madonnenbrüste alter Meister angucken, aber hier dieses 'moderne' Bild nicht in Gemütsruhe?
    Es ist ein guter Adventskalender zum "Dinge"/Sinn in sich finden. Also trotz mancher Provokation besinnlich.

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